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Was gibt's Nui's Amtliches Bekanntmachungsblatt für die VG Westendorf
Ausgabe 17/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Aufgaben in unserer Gemeinde – von A bis Z

1.

Freiwillige Aufgaben

2.

Pflichtaufgaben im eigenen Wirkungskreis

3.

Pflichtaufgaben nach Weisung (Weisungsaufgaben)

Dafür braucht es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit entsprechenden Fachkenntnissen. In unserer neuen Serie: Fünf Fragen an … stellen wir ab sofort in den kommenden Ausgaben diese Fachkräfte vor, und starten mit A wie Archivar.

A – Archivar Werner Paschke

 

 

1. Was macht eigentlich ein Archivar, Herr Paschke?

Jede Gemeinde ist nach der Gemeindeordnung gesetzlich verpflichtet, wichtige Unterlagen, die sich aus dem laufenden Geschäftsbetrieb ergeben, geordnet aufzubewahren und zu archivieren. Bei der Archivierung werden alle Dokumente, das sogenannte Archivgut, gesichtet, erfasst und für die dauerhafte Aufbewahrung gesichert.

2. Warum ist das wichtig für die Bürgerinnen und Bürger?

Durch die systematische Erfassung und Archivierung können diese Dokumente für Ämter im Rahmen der Amtspflicht, und für Personen, die ein berechtigtes Interesse haben (mit einem Benutzerantrag z.B. zur Ahnenforschung) nutzbar gemacht werden.

3. Seit wann sind Sie bei uns in Westendorf tätig?

Im Jahr 2018 habe ich dem damaligen Gemeinderat in einer Sitzung einen ersten Einblick in die verwaltungstechnische Vergangenheit der beiden Ortsteile gegeben. Im Anschluss daran habe ich mit der Arbeit begonnen.

4. Was braucht man für Vorkenntnisse?

Ich war Immer schon historisch interessiert. In meiner langjährigen Tätigkeit als Gemeinderat und 2. Bürgermeister der Gemeinde Pforzen konnte ich mir viel Sachkenntnis aneignen, u.a. habe ich eine Gemeindechronik geschrieben. Ab dem Jahr 1996 wurde ich an der Verwaltungsschule und in Seminaren zum Archivpfleger ausgebildet.

5. Wie sind Sie bei uns in Westendorf vorgegangen?

Ich habe aus den bisherigen Aufbewahrungs- und Lagerstellen alle Unterlagen aus Westendorf und Dösingen zusammentragen lassen. Teilweise lagen sie seit der Säkularisation, die in Bayern hauptsächlich in den Jahren 1802 und 1803 stattfand, auf dem Dachboden des ehemaligen Pfarrhofes. Alles wurde vorsortiert, und durch die Bauhofmitarbeiter in das Gemeindeamt gebracht.

Insgesamt ergaben sich für Westendorf 40 Archivboxen, für Dösingen 30, und zusätzlich noch ca. 70 Ordner. Alles wurde nach Sachgebieten geordnet, getrennt nach Archivgut aus den beiden Ortsteilen, und nach dem Einheitsaktenplan, der für alle Gemeinde und Landratsämter einheitlich gilt und vorgeschrieben ist, archiviert. Ein Archivverzeichnis mit Benutzungsordnung wurde angelegt. Dabei trat Spannendes zutage. So ist das älteste Exemplar, das ich finden konnte, ein gemeindliches Rechnungsbuch aus Dösingen datiert vom 18.12.1630!

All das hat insgesamt mehr als sechs Jahre gedauert, aber jetzt ist „Land in Sicht“. Die gemeindliche Pflichtaufgabe der Archivierung muss allerdings auch zukünftig genauso sorgfältig fortgesetzt werden.