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Amts- und Mitteilungsblatt der Gemeinde Wieseth
Ausgabe 7/2024
Nachrichten anderer Stellen und Behörden
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Landratsamt Ansbach

Falsche Waffenkontrolleure im Landkreis Ansbach unterwegs

Das Landratsamt Ansbach warnt vor falschen Waffenkontrolleuren. Bislang Unbekannte haben sich nach bisherigen Erkenntnissen am 18. Juli 2024 als Kontrolleure der Waffenbehörde ausgegeben und versucht, sich unter dem Vorwand einer Überprüfung der Waffenaufbewahrung Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen.

Bürger, bei denen ab dem 11. Juli 2024 eine unangekündigte „Aufbewahrungskontrolle“ durchgeführt wurde, werden dringend gebeten, sich unmittelbar mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Das Landratsamt Ansbach weist darauf hin, dass Termine zu einer angekündigten Aufbewahrungskontrolle ausschließlich schriftlich angemeldet werden und sich das Kontrollpersonal bei unangekündigten Überprüfungen grundsätzlich ausweist. Der Ausweis beinhaltet Name, Lichtbild und das Wappen des Landkreises Ansbach. Des Weiteren werden im Zuge der Aufbewahrungskontrolle nie Waffen oder Munition sofort sichergestellt. Aufbewahrungsbehältnisse werden nur im Beisein des Erlaubnisinhabers geöffnet; eine telefonische Nachfrage nach Zugangscodes oder Schlüsselablageorten findet nicht statt. Bei Rückfragen ist die Waffenbehörde am Landratsamt Ansbach unter der Telefonnummer 0981/468-3110

sowie per E-Mail an sg31@landratsamt-ansbach.de erreichbar.

Veterinäramt warnt vor Afrikanischer Schweinepest

Im Landkreis Groß Gerau (Hessen) ist die Afrikanische Schweinepest bei Haus- und Wildschweinen ausgebrochen. „Das sind nur noch 130 Kilometer Luftlinie zu unserer eigenen Landkreisgrenze“, warnt Dr. Ralf Zechmeister, Leiter des Veterinäramtes am Landratsamt Ansbach.

Der Ausbruch ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf menschliches Versagen beim Umgang mit Speiseabfällen zurückzuführen, etwa durch ein in freier Natur entsorgtes Wurstbrot, welches das Virus enthielt und von Wildschweinen gefressen wurde. In ungekochtem Fleisch oder rohem Schinken infizierter Schweine hält sich das Virus sehr lange.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine für Menschen ungefährliche, für Schweine aber qualvoll und tödlich verlaufende Viruserkrankung. Besonders gefürchtet ist die Krankheit bei landwirtschaftlichen Schweinehaltern, weil die Krankheit solche Betriebe ruinieren kann. Im Landkreis Ansbach waren zum Stichtag 01. Januar 2024 insgesamt 185.000 Schweine registriert. „Schweinezucht und -mast ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Ein Eintrag des Virus in die wertvollen Tierbestände muss unbedingt vermieden werden“, appelliert Dr. Zechmeister.

Alle Bürger sind daher aufgerufen, Speiseabfälle und Essensreste so sicher zu entsorgen, dass Wildschweine keinen Zugang erhalten können: in der Restmülltonne. Landwirte und Hobbyhalter müssen unbedingt die notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen umsetzen. Freiland- und Auslaufhaltungen sind mit doppeltem Zaun zu sichern, das Füttern von Schweinen durch Unbefugte ist zu verhindern. Bauliche Verschleißerscheinungen des Stalles, durch die Schädlinge eindringen können, sollten zügig verschlossen und gesichert werden. Landwirte, die Jäger sind, müssen streng vermeiden, mit Jagdkleidung oder nicht desinfizierter Jagdausrüstung den Stall zu betreten. „Hygiene bedeutet dabei aber nicht, auf Stroh und Beschäftigungsmaterial für die Tiere zu verzichten, Tierschutz und Biosicherheitsmaßnahmen kann man sehr gut gemeinsam umzusetzen“, so der Leiter des Veterinäramtes.

Vor-Ort Begehungen und Beratungen werden nun intensiviert, um sicherzugehen, dass Biosicherheitsregeln umgesetzt werden. Denn leider sind sogar jetzt noch bei einigen Betrieben Schwachpunkte feststellbar. „Kürzlich wurde in einem Einzelfall sogar die schon seit Jahren verbotene Praxis der Verfütterung von Küchen- und Speiseabfällen an Hausschweine festgestellt“, berichtet Dr. Zechmeister. Schweinehalter sollten unbedingt sicherstellen, dass ihre wertvollen Tiere weder Kontakt zu Wildschweinen erhalten noch irgendwelche Essensreste bekommen - weder durch Dritte, noch durch den Halter selbst.