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Mitteilungsblatt für die Verwaltungsgemeinschaft Zellingen
Ausgabe 13/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Verantwortliche aus Thüngen: Blick auf den Suedlink

 

Die große Baustelle vom Suedlink besuchten verantwortliche Personen aus dem Markt Thüngen. Der Suedlink verläuft haarscharf an der Ortsgrenze zwischen Binsfeld und Thüngen, auf dem Gebiet von Binsfeld.

Der Suedlink verbindet auf 700 km die Windräder aus dem Norden (Wilster, Schleswig-Holstein) mit Bayern (Bergrheinfeld) und Baden-Württemberg (Leingarten/Großgartach). Zwei Gleichstrom-Übertragungsleitungen liefern auf einer Spannungsebene von 525 KV 4 Gigawatt grünen Windstrom für etwa 10 Millionen Haushalte. Das Projekt ist mit 10 Milliarden Euro veranschlagt.

Suedlink-Projektspecher Julian Ermann von TransnetBW, dem verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber, zeigte der Gruppe zwei Baustellen in Binsfeld. An der Bohrstelle neben der Alten Wern, am Fuße vom Oberbrückberg, konnten die Besucher die Spülbohrung sehen. Diese Technik ermöglicht es, Hindernisse wie Straßen, Flüsse oder Wälder unterirdisch zu unterqueren, ohne die Oberfläche aufzugraben. Der Bohrkopf schafft täglich eine Strecke von rund 60 Metern.

Auf dem Oberbrückberg wird das Gleichstromkabel in offener Grabenbauweise als Erdkabel verlegt.

In Binsfeld kommt die 525-KV-Stromleitung vom Oberbrückberg herunter, unterquert zweimal die Wern, die B26 und die Bahnlinie und steigt dann den Forstberg in geschlossener Bauweise hinauf in Richtung Retzstadt. Dafür sind vier Baustelleneinrichtungsflächen nötig. Zwei Talseitig, eine auf dem Oberbrückberg und eine hinter dem Forstberg in Richtung Retzstadt.

Insgesamt belaufen sich die geschlossenen Querungen auf ca. 2 km.

Das Projekt hat diese Phasen: Vorbegrünung, Tiefbau, Kabelschutzrohre, Rückverfüllung, Kabeleinzug, Vermuffung (Verbindung der einzelnen Kabelstücke), finale Tests, Inbetriebnahme 2028.

Der Suedlink ist in mehrere Baulose unterteilt. Das Baulos 8 (Landkreis Bad Kissingen, Main-Spessart, Würzburg) ist 71 km lang, davon erfolgt auf 61 km eine offene Verlegung mit 10 km Bohrungen. Für dieses Los ist die Baufirma Strabag verantwortlich.

An der Besichtigung nahmen Mitglieder aus dem Gemeinderat Thüngen, Bauhof, Feldgeschworene, der Naturschutzbeauftragte und der zukünftige 1. Bürgermeister von Thüngen teil. Für die Stadt Arnstein nahmen Bürgermeister Franz-Josef Sauer und Christian Dehmer teil. Für den Bezirk Unterfranken Thomas Schiebel. Organisiert wurde der Termin vom 2. Bürgermeister Wolfgang Heß.