Verena Frey mit Herz, Vision und Teamgeist feierlich eingeführt
Mit einem festlichen Empfang wurde Verena Frey beinahe am Ende ihres ersten Dienstjahres in Himmelstadt offiziell als neue Schulleiterin der Grundschule Himmelstadt eingeführt. Die Feierlichkeit war geprägt von herzlichen Worten, kreativen Beiträgen der Kinder und einem deutlichen Bekenntnis zu einer modernen, inklusiven und lebendigen Schulkultur.
Die Einführungsfeier gestalteten nicht nur die Erwachsenen, sondern vor allem die Kinder der Schule mit: Die Volkstanz-AG zeigte ihr Können, es wurde HipHop getanzt und die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse überraschten mit einem selbstgedichteten Lied auf ihre neue Schulleiterin. Unter der Leitung von Lehrerin Simone Weickmann entstand ein Tango über den Bücherwurm Verena, der die Leidenschaft der Rektorin für Bücher und ihr Engagement für die Leseförderung würdigte. In den letzten sechs Monaten verzauberte sich beispielsweise ein Kellerraum der Schule in eine gemütliche Lesehöhle. Gemeinsam mit Kindern, Eltern und Kollegium wurde die Schülerbücherei eingerichtet, ein weiteres Zeichen für den Zusammenhalt an der Schule.
Schulamtsdirektor Manfred Glock skizzierte in seiner Ansprache den bewegten Lebenslauf von Verena Frey, die sowohl im In- als auch im Ausland tätig war, Erfahrungen in unterschiedlichen Schulsystemen sowie in der Ausbildung von Lehrkräften vorweisen kann und darüber hinaus seit ihrer Jugend vielfältige Einblicke in außerschulische Tätigkeitsbereiche gewonnen hat. Freys persönliches Leitmotiv für ihre Freizeit - die „drei L“ (Lesen, Laufen, Lebenslanges Lernen) – ergänzte Personalratsvorsitzender Christoph Rüttiger um ein viertes „L“, das Lachen, mit der Bitte, dass sie sich dieses stets bewahren solle. Rüttiger lobte die ausgeprägte Menschenkenntnis der Rektorin und betonte, dass sie beim ersten Kennenlernen während einer Partnerarbeit bereits eine beeindruckende Einschätzung seiner Person abgegeben habe.
Vanessa Strüver sprach für den Elternbeirat gemeinsam mit einigen Kindern und hob die gute Zusammenarbeit und den „frischen Wind“ hervor, den Frey an die Schule bringe. Auch Himmelstadts Bürgermeister Herbert Hemmelmann freute sich über die Besetzung der Schulleitungsstelle und betonte den guten Austausch und respektvollen Umgang miteinander.
In ihrer Rede bedankte sich Verena Frey bei allen für die herzlichen Worte und die unterhaltsamen Darbietungen der Kinder. Sie betonte, wie sehr sie sich an der Grundschule Himmelstadt – einem Ort ihrer eigenen Kindheit – willkommen fühle. Mit Humor und Tiefe reflektierte sie über ihre berufliche Laufbahn und das Abenteuer „Schulleitung“, das sie als „All-inclusive-Job“ bezeichnete und sich selbst zeitweise wie „Indiana Jones im Rektorat“ fühlt.
Frey machte deutlich, dass Schule für sie mehr ist als Wissensvermittlung: „Ich wünsche mir eine Schule, an der jedes Kind Vertrauen gewinnt – in sich, in andere und in die Welt. An der nicht nur Regeln befolgt werden, sondern Verantwortung übernommen wird.“ Besonders am Herzen liegt ihr die Chancengleichheit für alle Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft. Sie verwies auf aktuelle Studien, die die wachsende Bildungsungleichheit in Deutschland aufzeigen, und betonte: „Jedes Kind verdient die besten Chancen. Wir sind die Anwält/innen der uns anvertrauten Kinder.“
Ihre Vision einer Schule, die Toleranz, Respekt und Offenheit lebt, in der auch Lehrkräfte und Mitarbeitende sich wohlfühlen, fand großen Anklang. Getragen vom Schulmotto „Zusammen wachsen“ und Zusammenwachsen“ rief sie die Schulfamilie dazu auf, gemeinsam zu wachsen, über sich hinauszuwachsen, einander Räuberleitern zu geben, Türen zu öffnen und die Schule als lebendigen Ort der Begegnung zu gestalten.
Frey dankte allen, die sie auf ihrem Weg unterstützt haben – von der Familie über Kolleginnen und Kollegen bis hin zur Schulfamilie. Besonders hob sie die Unterstützung durch Teresa Sautter (Stellvertreterin) und Patrycja Karl hervor, ihre „beiden rechten Hände“, die viel Verantwortung an der Schule übernehmen und darüber hinaus das Eventmanagement für die Feierlichkeiten übernommen hatten. Die Feier klang mit einem gemütlichen Beisammensein aus – die Erwachsenen stürmten das Buffet und die Kinder freuten sich zusätzlich über eine Eiserfrischung.