Auftakt zur kommunalen Wärmeplanung für den Markt Thüngen. Von links nach rechts: Onur Tüptük (Energieagentur Unterfranken), Tamara Finger (DIE ENERGIE) und Bürgermeister Fabian Bentele.
Wie wir unsere Gebäude künftig beheizen, gehört zu den zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre. Eine sichere, bezahlbare und zugleich klimafreundliche Wärmeversorgung betrifft alle Bürgerinnen und Bürger, denn in den privaten Haushalten werden durchschnittlich über zwei Drittel des Endenergieverbrauchs fürs Heizen benötigt. Mit der kommunalen Wärmeplanung schafft der Markt Thüngen nun einen strategischen Fahrplan, um die Wärmewende vor Ort zu realisieren. Gleichzeitig kommt die Gemeinde damit ihrer gesetzlichen Verpflichtung nach, einen kommunalen Wärmeplan gemäß Wärmeplanungsgesetz zu erstellen.
Der Auftakt zu dem etwa einjährigen Projekt fand im Juni 2026 gemeinsam mit der ENERGIE und der Energieagentur Unterfranken satt, die von der Marktgemeinde mit der Bearbeitung beauftragt wurden.
In den kommenden Monaten wird zunächst im Rahmen der Bestands- und Potenzialanalyse untersucht, wie die Gebäude in Thüngen derzeit beheizt werden und welche lokalen Potenziale beispielsweise für erneuerbare Energien. Aufbauend auf dieser Datengrundlage wird ein Zielszenario für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung entwickelt. Dieses zeigt auf, welche klimafreundlichen Lösungen sich für die einzelnen Gemeindeteile perspektivisch eignen können, z.B. ob bzw. wo ein Wärmenetz denkbar ist. Damit schafft die Wärmeplanung für die Bürgerinnen und Bürger Orientierung und eine Entscheidungsgrundlage für Investitionen, verpflichtet aber keinesfalls zum sofortigen Heizungstausch.
Informationen zu dem Projekt und dessen Fortschritt finden Sie auf der Gemeindewebseite. Außerdem sind alle Bürger und Bürgerinnen herzlich dazu eingeladen, sich zu beteiligen. Gerne können Sie sich mit Ihren Fragen, Anmerkungen und Ideen zu Wärmenetzen oder zu der Wärmewende in Thüngen an waermeplanung@die-enerige.de wenden. Bitte berücksichtigen Sie dabei, dass die kommunale Wärmeplanung keine individuelle Heizungsberatung ersetzten kann. Sie zeigt Perspektiven für einzelne Gemeindegebiete auf, nicht aber eine konkrete Lösung für Ihr Eigenheim.