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Mitteilungsblatt für die Verwaltungsgemeinschaft Zellingen
Ausgabe 3/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Niederschrift über die 13. Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag, 18. Dezember 2025

im Sitzungssaal des Rathauses Retzstadt

1. Bürgermeister Karl Gerhard begrüßt die anwesenden Gemeinderäte, Herrn Kamm von der Main-Post, die Schriftführerin Sandra Gerhard sowie den Gast und eröffnet die Sitzung. Er stellt die form- und fristgerechte Einladung sowie die Beschlussfähigkeit nach Artikel 47 (2) GO fest.

Tagesordnung

Öffentliche Sitzung:

1.

Jahresschlussbericht des 1. Bürgermeisters

Sachverhalt:

Die Anwesenden begeben sich hierzu in den Ratskeller Retzstadt und der 1. Bürgermeister Karl Gerhard bringt seinen Jahresschlussbericht vor:

Ich werde nun einen Rückblick auf das Jahr 2025 geben.

Ein paar statistische Zahlen zunächst:

Die drei ältesten Bürgerinnen sind Elfriede Gerhard, geb. 1928, Friederike Walz 1933 geboren und Rita Keupp, 1933 geboren.

Die drei ältesten Bürger sind Franz May, 1932 geboren, Erwin Schmitt, geboren 1935 und Hubert Keller geboren 1936.

In diesem Jahr kamen 17 Kinder zur Welt, davon fünf Mädchen und zwölf Buben (im Vorjahr waren es 27 Geburten). Gestorben sind in diesem Jahr sieben Personen. Im Vorjahr mussten wir uns von 14 Bürgern verabschieden. Dazu kommt noch die Zu- und Abwanderung. Durch den sogenannten Wanderungsverlust (41 Zuzüge und 57 Wegzüge) von 16 Personen und der höheren Geburtenzahl im Gegensatz zu den Sterbefällen ist die Gesamteinwohnerzahl zum heutigen Tag um 6 Personen auf 1.666 gegenüber 1.672 im Vorjahr leicht gesunken.

Acht Eheschließungen Retzstadter Bürger hatten wir in diesem Jahr, im vergangenen Jahr waren es drei.

Zur Regelung der gemeindlichen Angelegenheiten traf sich der Gemeinderat 13-mal. Dazu kamen die Sitzungen des Bauausschusses sowie des Ausschusses für Demografie und Nachhaltigkeit.

Weiterhin fanden Sitzungen der Verwaltungsgemeinschaft, des Abwasserzweckverbandes, des Schulverbandes, des Verwaltungsrates des Kommunalunternehmens, zehn Lenkungsausschusssitzungen der ILE-Allianz Main-Wein-Garten und zehn Treffen des neuen AG Nahwärme statt.

Neun (VJ zehn) Bauanträge, davon vier im Innenbereich wurden gestellt, im Gemeinderat behandelt und beschlossen.

Nun einige Anmerkungen zum abgelaufenen Jahr 2025:

Im Januar wurde die Verpachtung der Dachflächen am Bauhof und Feuerwehrgerätehaus an die Genossenschaft BürgerEnergie Retzstadt beschlossen.

Ebenso wurde im Januar die Gemeindeverdienstmedaille an den Ersten Bürgermeister Karl Gerhard beim Neujahrsempfang, zu seiner Überraschung, verliehen.

Unser Stromnetzbetreiber Bayernwerk informierte, dass die 20 KV Oberleitung vom Hönig zum Kirchberg zurückgebaut werden soll. Die Stromleitung wird von der Schulstraße hoch zum Kirchberg in den Boden verlegt und gleichzeitig zwei neue Trafostationen installiert.

Der Gemeinderat lehnt die vorgelegte Satzung zur Gründung des Zweckverbandes „Bauhofgemeinschaft Retzstadt-Thüngersheim–Zellingen ab und beendet somit den mehrjährigen Prüfungsprozess eines interkommunalen Bauhofes.

Im Februar stimmt der Gemeinderat der Antragsstellung der katholischen Kirchenstiftung St. Andreas Retzstadt auf eine Gewährung eines Zuschusses für das neue Kulturzentrum in Höhe von 15 % auf die förderfähigen Kosten und 50 % auf die Planungskosten, in Summe 60.800 €, zu.

Weiterhin beauftragt der Gemeinderat die VG Zellingen mit der Auflösung des Kommunalunternehmens Retzstadt zum 31.12.2025 und den hier entsprechenden, nötigen vorbereitenden Tätigkeiten.

Im März haben wir den Zwischenbericht der KWP von Herrn Nied, Energie und Herrn Tüptük, EA-Ufr. erhalten.

Der Gemeinderat beschließt die Haushaltssatzung 2025 sowie das Investitionsprogramm 2025-2028.

Der Gemeinderat nimmt die 20. Änderung des Regionalplanes für die Region Würzburg zur Kenntnis und widerspricht der Erweiterung des Vorranggebietes WK 7 in westlicher Richtung, Gemarkung Thüngen, und beauftragt die Verwaltung mit der entsprechenden Stellungnahme.

Weiterhin stimmt der Gemeinderat der Gründung der Regionalwerk Main-Spessart GmbH zu und beschließt, dieser durch Übernahme von Geschäftsanteilen in Höhe von bis zu 2,00 % beizutreten.

Der Beschluss erfolgt unter der Maßgabe, dass sich mindestens 30 Kommunen aus dem Landkreis Main-Spessart an der Regionalwerk Main-Spessart GmbH beteiligen. (Es sind genau 30 geworden).

Die Gemeinde Retzstadt beauftragt das Elektrounternehmen Krautmann mit der Herstellung der Notstromeinspeisung am Bauhof/Feuerwehrgerätehaus/ DGH im Volumen von 7.731 € brutto.

Im März treten die Retzstadter Grundschüler erneut als Waldretter in Aktion und pflanzen im Gemeindewald Oberloch je 100 Ahorn- und Elsbeerbäumchen.

Im April stimmt das Gremium der Vergabe der Spielgeräte für die Maßnahme oben der Höh im Volumen von 12.000,00 € zu. Das Projekt wird über das Regionalbudget von der ILE-Allianz und der Sparkasse gefördert.

Das Gremium stimmt dem Kauf des Bauhoffahrzeuges in Höhe von 39.490 € bei der Fa. Frankenberger aus Stetten zu. Es handelt sich um einen 6-Sitzer VW Pritschenwagen mit Dreiseitenkipper. Unterstützt wird diese Investition dankenswerterweise durch die Fa. Schraud mit einem Zuschuss in Höhe von 10.000 €.

Der Gemeinderat vergibt den Auftrag zur Wiederherstellung der Straßengräben an die Fa. Agrarservice May, in Höhe von 11.840 € brutto.

Das Gremium stimmt dem Verkauf der Fläche Nr. 1 und Nr. 2 (ca. 3.600 m²) aus dem Gewerbegebiet Point an die Fa. Tim Krautmann Elektrotechnik zu

79 €/m² gemäß der Ausschreibung vom 17.01.2025 zu. Der Erwerber wird angehalten, sich mit weiteren Gewerbetreibenden und Interessenten aus Retzstadt in Verbindung zu setzen und deren Interessen zu berücksichtigen.

Der Bauausschuss macht im April eine Ortseinsicht in der Goldbrunnenstraße 36. Nach Beratung vor Ort wird folgendes Ziel erarbeitet:

Nach Abbruch aller Gebäude auf dem Grundstück soll ein ca. 4 m breiter Streifen an der östlichen Grenze als Weg errichtet werden und auf dem restlichen Grundstück sollte ein Spielplatz entstehen.

Im Mai beschließt der Gemeinderat eine neue Stellplatzsatzung mit der Einführung einer Pflicht zum Nachweis von 1,5 Stellplätzen pro Wohneinheit für Kraftfahrzeuge. Der Ablösungsbetrag für einen Stellplatz wird auf 7.000 € festgesetzt.

Ebenso wird der Auftrag für 2 Tore und 1 Türe am Feuerwehrhaus an den günstigsten Anbieter HP-Projektentwicklung, Reichenbach, in Höhe von 12.221 € vergeben.

Der Übernahme einer Bürgschaft für den Kunstrasenplatz der DJK-Retzstadt in Höhe von 292.500 € wird auch zugestimmt.

Dem Rückbau des Stromhäuschens Nähe Friedhof (Turmstation Retzstadt 01) zu Lasten der Bayernwerk Netz GmbH wird ebenso zugestimmt.

Im Juni stellt der Gemeinderat Retzstadt den vorgestellten Bericht zur Kommunalen Wärmeplanung in der vorliegenden Fassung fest. Herr Nied, Fa. Energie, und Herr Tüptük EA Ufr. erklären, dass die Gemeinde Retzstadt als erste Kommune im Landkreis den kommunalen Wärmeplan fertig hat.

Der Gemeinderat Retzstadt stimmt der Auftragsvergabe für die Beschaffung zur IT-Anbindung an die zentrale Serverlösung im ILE-Verbund über 4.983 € zu.

In Eigenleistung wurde von unserem Bauhof Ende Juni ein sogenanntes „Thomsonwehr“ an der Retz eingebaut. Dadurch können wir den geforderten Nachweis vom WWA über die 10 Liter/Sek. Wassermenge erbringen.

Im Juli unternahm der Bauausschuss und die AG Nahwärme gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine Fahrt nach Lonnerstadt.

Dort informierte der Geschäftsführer Herbert Krafft vom Wärmenetz Lonnerstadt UG & Co. KG über die Entstehung der Idee zum Wärmenetz in diesem Ort. Bei der Besichtigung des Freiflächenphotovoltaikparks sowie der nagelneuen Heizzentrale wurden von Herrn Krafft viele Details, Hindernisse und Vorkommnisse zum Bau des Wärmenetzes erläutert.

Vor der Gemeinderatssitzung im August wurde zunächst unser neu sanierter Bauhof besichtigt. Der Umbau begann im September 2024 und war mit rund 489.000,00 € Aufwendungen kalkuliert. Die Arbeiten waren zum Besichtigungstermin soweit abgeschlossen und man konnte einen positiven Bauverlauf feststellen. Die Kosten beliefen sich auf 422.000,00 € und sind somit 67.000,00 € niedriger als angenommen. Dies konnte auch durch diverse Eigenleistungen (Bauhof und Bauhof AG) erzielt werden.

Ziel des Umbaus und der Sanierung war auch eine Werkstatt und beheizte Räume einzurichten. Diese wurden im Obergeschoss geschaffen. Ebenfalls ist hier ein Lager für die Feuerwehr eingerichtet worden, welches separat zugänglich ist.

Im Zuge der Bauhofbesichtigung wurde auch das Feuerwehrgerätehaus betrachtet. Hier ist in viel Eigenleistung der Feuerwehr das komplette Dach saniert und der neue seitliche Eingang hergestellt worden. Die Räte zeigten sich zufrieden mit den Ergebnissen beim Bauhof und Feuerwehrhaus.

Der Gemeinderat beschließt, die Fa. Leicht Funktechnik aus Eisingen für die Ausführung der neuen Sirenen mit einer Auftragssumme in Höhe von 46.329 € zu beauftragen.

Unser Kämmerer, Herr Julian Popp, trägt den Halbjahresbericht zum HH vor und der Rat stimmt aufgrund der erfreulichen Zahlen dem vorzeitigen Zuschuss an die DJK Retzstadt für den Kunstrasenplatz zu.

Ein neuer Wildschadenschätzer wird benötigt. Aus dem Gremium wird der ortskundige Landwirt und Gemeinderat Georg Schmitt vorgeschlagen und er erklärt sich auch dazu bereit. Vielen Dank dafür.

Nach der Sommerpause im September beauftragte die Gemeinde die GlasfaserPlus GmbH mit dem Aufbau und Betrieb eines Breitbandnetzes im Gewerbegebiet Point zum Preis von 59.000 € brutto.

Die Gemeinde beauftragt ebenso die Firma Kleider, Himmelstadt, mit den Abbrucharbeiten in der Goldbrunnenstraße 36, für 59.500 € brutto.

Zu den aktuell laufenden Gewässerunterhaltungsmaßnahmen zur Verbesserung des Gewässerzustands der Retz informierte der Vorsitzende, dass diese Maßnahmen bereits im Jahr 2017 im Rahmen der Gewässerrahmenrichtlinie der EU beschlossen wurden, und sie müssen bis zum Jahr 2027 umgesetzt werden.

Am 03. Oktober 2025 fand das Jubiläum „25 Jahre geführte Wanderungen“ statt. Der Initiator der Wege, Reinhold Meurer, startete um 14 Uhr mit vielen Gästen diese Wanderung an der Kreuzkapelle. Es war eine gelungene Veranstaltung mit gemütlichem Ausklang an der Rebsorten Galerie.

Beim Waldbegang im Oktober erwartete die Anwesenden u. a. eine Vorführ-Baumfällung in der Waldabteilung Oberloch. Herr Schelbert zeigte den Anwesenden eine ca. 180-jährige Eiche, die vom Eichenprachtkäfer befallen war. Die Waldarbeiter Dominik Kitz und Stephan Großer demonstrierten an dieser befallenen Eiche eine fachmännische Baumfällung mit Forstwindeneinsatz.

Der Gemeinderat stimmt dem vorgetragenen Jahresforstbetriebsplan 2026 für den Gemeindewald zu und legte die Brennholzpreise neu fest.

Im Oktober erfolgte der Grundsatzbeschluss zur Beschaffung von Klimageräten für die Grundschule, diese sollen bis zum Sommer 2026 installiert werden. Der Gemeinderat stimmt auch der Fortführung des Förderprogramms zur Stärkung der Innenentwicklung für das Jahr 2026 zu.

Der Gemeinderat beruft für die Kommunalwahl als Gemeindewahlleiter Herrn Wolfgang Pfister und als Stellvertreter Herrn Bürgermeister Karl Gerhard.

Der Gemeinderat Retzstadt vergibt den Auftrag für Abdeckbleche an der Lärmschutzwand an der MSP 7 in Höhe von 7.122 € brutto an die Firma Bernd Feser, Retzbach.

Der Vorsitzende informiert, dass laut den Aufschreibungen bei der Wasserentnahmestelle in der Wethstraße 2.508 m³ Wasser abgeholt wurden. Laut dem dort angebrachten Zähler sind 2.758 m³ Wasser durchgeflossen. Dies ergibt eine vertretbare Differenz der Wassermenge von 9 %.

Im November weist der Gemeinderat das KU an, die vier Aufhebungssatzungen im KU zu beschließen.

Daraufhin beschließt der Gemeinderat die vier neuen Satzungen für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Gemeinde zum 01. Januar 2026.

Ebenso beschließt der Gemeinderat Änderungen bei der Hundesteuersatzung und setzt die Hundesteuer zum 01.01.2026 neu fest.

Der Gemeinderat Retzstadt stimmt der Verlängerung der Mitgliedschaft beim ZweiUferLand Tourismus e. V. bis zum 31.12.2030 zu.

Der Gemeinderat bringt im November noch die Beseitigung der Engstelle mit Versetzung der Straßenlampe am Dörflein auf den Weg.

Der Markt Retschter Gewächse fand am 16. November statt und war wiederum ein voller Erfolg.

Im Dezember entschied der Gemeinderat im Rahmen des Friedhofsentwicklungskonzeptes, dass beim Eingangsbereich West mit der konkreten Ausschreibung zur Errichtung eines Urnenfeldes gestartet wird.

Der Rat beschloss auch die Grundsteuerhebesätze A und B für das Jahr 2026 abzusenken, da nach dem aktuellen Steueraufkommen die Möglichkeit dazu gegeben ist. Ebenso beschloss der Rat den Vertrag zur Stromlieferung 2026 mit der ÜZ Mainfranken.

Für die Grundschule und den Kindergarten werden neue Eingangstüren beschafft, der Auftrag geht an die Fa. Endrich, Lohr, zum Bruttopreis von 17.512 €.

Weiterhin beschloss der Rat für den Aufbau neuer Spielgeräte im Pausenhof der Grundschule den Auftrag für die Fundamente und den aufwändigen Fallschutz an die Fa. Schmitt, Stetten, zum Preis von 16.981 €. Die Spielgeräte selbst wurden vom Verein „Spielekiste“ der Mittagsbetreuung dankenswerterweise angeschafft.

Der Gemeinderat Retzstadt beschließt, seinen Flächennutzungsplan zu digitalisieren und in den vollvektoriellen X-Plan-Standard überführen zu lassen. Der Auftrag ergeht an Röschert Ing. zum Bruttopreis von 12.623 €. Nach Abzug der Förderung verbleiben für die Gemeinde 8.750 € Eigenanteil.

Erfreulich ist anzumerken, dass alle im Haushalt vorgesehenen Maßnahmen in diesem Jahr umgesetzt und zum größten Teil (95 %) auch abgeschlossen wurden.

Nennen darf ich hier als Beispiele den Innenentwicklungszuschuss für private Baumaßnahmen mit 120.000 €, für das Gewerbegebiet Point noch Erschließungskosten von 210.000 €, im Bereich Brandschutz 95.000 €, Bauhof 244.000 €. Auch Grunderwerb wurde noch für 137.000 € getätigt.

Erstmalig verfügt die Gemeinde jetzt auch über Öko Punkte, die durch ein gemeinsames

ILE Projekt erworben wurden und mit der UNB auch so abgestimmt sind.

In diesem Jahr hatten wir neben der normalen Bürgerversammlung, zum Glasfaserausbau am 11. März eine zusätzliche BV (sehr voll) und von August bis November noch 14 Anliegerbesprechungen wegen dem Glasfaserausbau. (Dank an die Fa. Fiber-Experts, Herrn Bentzel, die Fa. Terra Fiber, Herrn Begovic, und Bauabteilung der VG Martin Eisenbacher.)

Ein Punkt, der mich sehr gefreut hat, war das Ergebnis der vorgezogenen Bundestagswahl am 23. Februar dieses Jahres. Wir hatten in Retzstadt wieder im ganzen Landkreis die mit Abstand höchste Wahlbeteiligung mit 92,2 %, und das niedrigste AFD-Ergebnis mit 9,2 %.

Ein Punkt, der mich sehr geärgert hat, ist die Schließung der VR Bank vor Ort zum Jahresende. Ich frage mich: „Muss das sein? Nur weil ein Aufsichtsrat, der keinerlei Bezug mehr zum Ort hat, den ehrgeizigen Plänen eines Vorstandes zustimmt und eine gutgehende Filiale dicht macht. Egal was das insbesondere für viele ältere Menschen bedeutet?“

Kommen wir zu den Gemeindefinanzen:

Die Verschuldung der Gemeinde, einschließlich Kommunalunternehmen liegt zum Jahresende 2025 bei 262.500 € das sind 158,00 € pro Kopf. Der Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden liegt hier bei 835 € pro Kopf.

Jetzt noch ein kurzer Ausblick:

Hinweisen möchte ich auf das Regionalbudget 2026. Hier können wieder Projekte bei der ILE-Allianz beantragt werden, die Antragsteller können dann mit einem Zuschuss von bis zu 7.500 € rechnen. Anmeldefrist ist der 31. Januar 2026.

Die Kommunalwahl am 08. März 2026 wirft ihre Schatten voraus. Die Nominierungsversammlungen sind durch und es gibt mit Jürgen Winkler einen neuen Bürgermeisterkandidaten (vielen Dank Jürgen für die Bereitschaft dazu) und auch ausreichend Bewerberinnen und Bewerber für den Gemeinderat.

Zur Höchstspannungsleitung SuedLink: Die Baumaßnahmen laufen, wer in unserer Flur unterwegs ist, sieht die gewaltigen Ausmaße dieser Großbaustelle.

Zur allgemeinen Lage:

In Deutschland befindet sich die Wirtschaft im freien Fall, wir haben eine Schrumpfung seit dem Jahr 2020 und die verantwortlichen in Berlin trauen sich immer noch nicht von einer schweren Rezession zu sprechen, das grenzt für mich an Realitätsverweigerung.

Wir hatten eine vorgezogene Bundestagswahl am 23. Februar dieses Jahres, nachdem die Ampelregierung vorzeitig gescheitert war. Leider sind die Probleme inzwischen so groß, dass auch durch die neue Regierung gefühlt noch keine Verbesserungen oder durchgreifende Reformen zu erkennen sind.

Dass der Ukrainekrieg und die Bedrohung Europas durch Putin und Trump die Situation verschlimmert, ist inzwischen jedem klar geworden.

Auch der Klimawandel fordert seinen Tribut weltweit, dieser ist leider alleine durch große Klimakonferenzen mit 40.000 Teilnehmern nicht zu stoppen. Auch hier herrscht sofortiger Handlungsbedarf, um die schlimmsten Folgen zu verhindern.

Ich bin mir trotzdem sicher, die großen Herausforderungen sind zu meistern, aber wir müssen handeln, statt ewig zu diskutieren.

Es bleibt hier die Hoffnung, dass insbesondere der Krieg in der Ukraine ein baldiges Ende findet und die Ukraine danach noch in Freiheit existiert. Die Bemühungen im Kanzleramt am Montag dieser Woche waren schon ein guter Ansatz.

Gerade die Weihnachtszeit jetzt gibt uns Kraft für diese Hoffnung, sammeln wir die Kraft in dieser Zeit, damit wir alle gestärkt und mit Zuversicht in das neue Jahr gehen.

Jetzt möchte ich noch meinen Dank aussprechen:

Als erstes bedanke ich mich bei der 2. Bürgermeisterin Birgit Köhler und beim 3. Bürgermeister Thomas Happ, für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Mein Dank geht an die Gemeinderätin Regina Röthlein, auch verantwortlich für das Ferienprogramm und an die Gemeinderäte Michael Eisenbacher, Stefan Hebig, Marco Keller, Tim Krautmann, Jan Schier, Burkard Schmitt, Georg Schmitt, Andreas Stark sowie Jürgen Winkler (der auch Vorstand beim Kommunalunternehmen Retzstadt ist) für die konstruktive, sehr zielführende und entscheidungsfreudige Zusammenarbeit.

Mein besonderer Dank gilt Herrn Wolfgang Pfister, Geschäftsleiter der VG, sowie unserem Kämmerer Julian Popp und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltungsgemeinschaft Zellingen für die sehr gute Zusammenarbeit.

Ich danke ganz besonders unseren Gemeindearbeitern, Herrn Bruno Schmitt und Herrn Dominik Kitz. Hier möchte ich insbesondere den Bauhofumbau erwähnen, der zusätzliche Belastungen mit sich gebracht hat. Ich danke Herrn Georg Schmitt und Herrn Stefan Großer. Danke sagen möchte ich Frau Sina Post für die sehr gute Zusammenarbeit und professionelle Arbeit im Bürgerbüro.

Mein herzlicher Dank gilt dem Reinigungspersonal. Liebe Josi, wir sind sehr froh, dass du heute bei der Jahresabschlussfeier mit dabei bist, und wünschen dir baldige Genesung.

Ich danke Frau Irmgard Zimmermann, dass sie die Reinigung des Rathauses, übernommen hat und jetzt im September quasi zum zweiten Mal in ihren wohlverdienten Ruhestand gegangen ist.

Für die Grundschule und die Mittagsbetreuung Frau Ingrid Döll und Frau Erika Bschlangaul. Liebe Ingrid, vielen Dank Dir, dass du die Reinigung des Klosters und Rathauses zusätzlich stemmst.

Frau Sandra Gerhard möchte ich danken für Ihre sehr sachkundige Arbeit als Schriftführerin bei den Sitzungen und der vorbildlichen und zeitnahen Erstellung der Protokolle.

Ganz Herzlichen Dank gilt der Leitung unseres Kindergartens Frau Marion Flederer, der Rektorin der Grundschule Frau Verena Wohlfart, und der Ltg. der Mittagsbetreuung Frau Anja Iff. Ebenso gilt mein Dank der Vorstandschaft des Elisabethenvereins unter der Führung von Thomas Hessdörfer.

Danke sage ich den vielen örtlichen Vereinen für ihre Aktivitäten zum Wohle der Dorfgemeinschaft. Der Jahresterminplan war wieder prall gefüllt. Ein großes Dankeschön der Dorfladen UG, stellv. Herrn Marktleiter Peter Feldbauer für die professionelle Leitung dieses für Retzstadt so wichtigen Projekts. Wir sind hier in Retzstadt auch nach wie vor einer der zuverlässigsten Blutspenderorte in der Region, hier gilt mein Dank der Rotkreuz Gemeinschaft für die Durchführung.

Danke sage ich auch allen Mitgliedern der Nahwärme Arbeitsgruppe.

Danken möchte ich auch den Berichterstattern der Main-Post.

Nun wünsche ich Euch und Euren Familien ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und für das Jahr 2026, Glück, Zufriedenheit, Erfolg und vor allem Gesundheit.

Karl Gerhard
Erster Bürgermeister

Die zweite Bürgermeisterin Birgit Köhler spricht im Namen der Gemeinde und des gesamten Gemeinderates dem Ersten Bürgermeister Karl Gerhard ihren Dank für die sehr gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr aus. Sie bedankt sich besonders für sein großes Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz für die Gemeinde Retzstadt.

Abstimmungsergebnis: o. A.

Nachdem keine weiteren Wortmeldungen folgen, bedankt sich der Vorsitzende bei allen Anwesenden und schließt die Jahresabschlusssitzung um 19:55 Uhr.

Diese Sitzungsniederschrift lag dem Gemeinderat noch nicht zur Genehmigung vor.