Bild von links nach rechts: Stephan Bentzel, Fiber Experts, Rafael Soriano Drop, Glasfaserplus, Karl Gerhard, Bürgermeister Retzstadt, Martin Eisenbacher, Bauamt VG Zellingen, Asmir Begovic, Terra Fiber, Bauleiter, Simion Constantin Terra Fiber Kolonnenführer 1, Andrei Mocanu Terra Fiber Kolonnenführer 2
Während bundesweit immer wieder Glasfaserprojekte stocken, läuft der Ausbau in der Gemeinde Retzstadt (Landkreis Main-Spessart) nach Plan: Sechs Monate nach Baubeginn surfen die ersten Haushalte bereits mit Hochgeschwindigkeit. Das liegt auch an der bürgernahen Kommunikation und der effizienten Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde, dem Infrastrukturanbieter GlasfaserPlus und dem Baupartner Terra-Fiber.
Die ersten Haushalte sind bereits online
Ende August 2025 startete das auf Glasfaserausbau spezialisierte Unternehmen Fiber Experts im Auftrag der GlasfaserPlus den Ausbau in Retzstadt. Knapp sechs Monate später können erste Haushalte bereits das schnelle Internet nutzen. „Wenn das Wetter mitspielt, beenden wir voraussichtlich Mitte April die finalen Asphaltarbeiten“, erklärt Stephan Bentzel, Baukoordinator von Fiber Experts. „Das ist eine Punktlandung, wie sie im Infrastrukturprojektbereich selten ist. Zu diesem Erfolg hat die Gemeinde Retzstadt entscheidend beitragen.“
Ein starkes Miteinander
Der Erste Bürgermeister Karl Gerhard hatte von Beginn an klare Vorstellungen: Kommunikation auf Augenhöhe und frühzeitige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. So fanden mehr als 15 Anliegerversammlungen und Straßenbegehungen statt. Dort wurden die Baufirmen vorgestellt und die Anschlusskonzepte erklärt. Direkt im Anschluss wurden die gewünschten Hausanschlüsse gemeinsam mit den Eigentümern aufgenommen. Das Resultat: kaum Missverständnisse und eine hohe Zufriedenheit bei den Anwohnern.
„Im Tiefbau kommt es immer wieder zu Herausforderungen“, erklärt Bürgermeister Gerhard. „Die Frage ist, wie man damit umgeht – in Retzstadt ist die Haltung sehr positiv.“ Bürgerinnen und Bürger werden nicht nur informiert, sondern aktiv eingebunden. Viele unterstützen die Bautrupps sogar mit Kaffee und kleinen Stärkungen – ein Zeichen, wie positiv die Maßnahme im Ort aufgenommen wird.
Ein Projekt, das Schule machen darf
Baukoordinator Bentzel, der als Bindeglied zwischen Kommune, Behörden und den am Bau beteiligten Akteuren vor Ort fungiert, ist ebenfalls zufrieden: „Retzstadt zeigt: Glasfaserausbau muss kein Ärgernis sein. Mit klarem Projektmanagement, bürgernaher Kommunikation und verlässlichen Partnern kann der Weg in die digitale Zukunft auch mit Freude und Stolz gegangen werden.“
„Wir sind mit dem Ziel angetreten, bis 2030 vier Millionen gigabitfähige Glasfaseranschlüsse im ländlichen Raum zu bauen. Retzstadt ist für uns auf diesem Weg ein wichtiger Meilenstein. Wir freuen uns über die bisher erreichten Fortschritte und wir sind zuversichtlich bis Mitte des Jahres den gesamten Ort mit Glasfaser versorgt zu haben. Diesen Erfolg haben wir aber auch der tollen Unterstützung der Gemeinde sowie der Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken“, so Eike Eschmann, Relationship Management bei GlasfaserPlus.