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Zusmarshausen - Der Marktbote
Ausgabe 24/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Sechs Kommunen wollen Wassersicherheit im Zusamtal gemeinsam stärken

Die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden nach der Unterzeichnung: Von links unten: Lydia Edin (Villenbach), Andreas Seitz (Wertingen), Ben Matthes (Zusmarshausen) / Von links oben: Stephan Lutz (Zusamaltheim), Florian Mair (Altenmünster), Dr. Ulrich Fahrner (Dinkelscherben)

 

 

Die Kommunen Dinkelscherben, Zusmarshausen, Altenmünster, Villenbach, Zusamaltheim und Wertingen wollen ihre Zusammenarbeit beim Schutz vor Hochwasser, Starkregen, Trockenheit und weiteren Folgen des Klimawandels deutlich ausbauen. Mit einem gemeinsamen Letter of Intent bekräftigen die beteiligten Kommunen ihre Absicht, eine Arbeitsgemeinschaft Wassersicherheit für das Zusamtal und die Region Reischenau aufzubauen beziehungsweise weiterzuentwickeln.

Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, kommunale Kräfte zu bündeln, Maßnahmen besser aufeinander abzustimmen und die Region langfristig widerstandsfähiger gegenüber Extremwetterereignissen zu machen. Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Wassersicherheit nicht an Gemeindegrenzen endet. Erforderlich sind gemeinsame Lösungen, die Hochwasserschutz, Wasserrückhalt, Frühwarnung, Katastrophenvorsorge, Klimaanpassung und den Schutz von Natur und Landschaft miteinander verbinden.

Die beteiligten Kommunen wollen künftig enger zusammenarbeiten, um wasserwirtschaftliche Maßnahmen zu koordinieren, Fördermittel gemeinsam zu erschließen und den fachlichen Austausch mit Behörden, Wissenschaft, Einsatzorganisationen und weiteren Partnern zu stärken. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau moderner Mess-, Informations- und Frühwarnstrukturen. Dazu zählen unter anderem Sensoren für Wetterdaten, Pegelstände und Bodenfeuchte sowie die Nutzung weiterer Datengrundlagen zur besseren Einschätzung von Hochwasser- und Starkregenlagen.

Neben technischen und digitalen Ansätzen sollen auch naturnahe Maßnahmen eine zentrale Rolle spielen. Dazu gehören Wasserrückhalt in der Fläche, Retentionsräume, Gewässerrenaturierung, Auen- und Moorentwicklung sowie weitere landschaftsbezogene Maßnahmen, die dazu beitragen, Wasser länger in der Region zu halten und Abflussspitzen zu reduzieren.

Die Arbeitsgemeinschaft soll als fachlich-organisatorischer Kern der kommunalen Zusammenarbeit dienen. Sie bündelt kommunale Interessen, unterstützt die beteiligten Gemeinden und Städte bei der Projektentwicklung und schafft eine gemeinsame Plattform für abgestimmtes Handeln. Ergänzend dazu soll das Bündnis Wasser & Natur die gesellschaftliche Beteiligung, Kommunikation und regionale Verankerung stärken. Damit sollen Bürgerinnen und Bürger, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Naturschutz und weitere Akteure frühzeitig eingebunden werden.

Mit dem gemeinsamen Letter of Intent unterstützen die Kommunen zugleich das Solution Lab Reischenau / Zusamtal als Modell- und Praxisregion für integrierte Wassersicherheit. Die Region soll dabei beispielhaft zeigen, wie kommunale Zusammenarbeit, wissenschaftliche Begleitung, digitale Frühwarnsysteme und naturnahe Vorsorgemaßnahmen zusammenwirken können.

Der Letter of Intent ist zunächst eine gemeinsame Absichtserklärung. Konkrete Beschlüsse, Finanzierungsentscheidungen und einzelne Maßnahmen bleiben den zuständigen kommunalen Gremien vorbehalten. Die beteiligten Kommunen setzen damit jedoch ein klares Signal: Wassersicherheit soll im Zusamtal künftig vorausschauend, interkommunal und gemeinsam mit der Region gestaltet werden.

Die beteiligten Kommunen sind:

Markt Dinkelscherben

Markt Zusmarshausen

Gemeinde Altenmünster

Gemeinde Villenbach

Gemeinde Zusamaltheim

Stadt Wertingen

Für die Kommunen unterzeichnen jeweils die Ersten Bürgermeister. Der Letter of Intent wurde in Dinkelscherben am 2. Juni 2026 vorbereitet.