Musik von der Stubenmusik, Gesang und schwäbische Gedichte gab es zum Festtag in der Zusamaue mit den "Freunden des Zusamtals".
Zum Festtag der Himmelfahrt Mariens klang es schwäbisch in der Auenlandschaft an der Zusam zwischen Gabelbach und Zusmarshausen, als Vorsitzende Anni Hartmann mit dem Gedicht vom "Fröschle", aus der Feder des vor gut 150 Jahren in Zusamzell geborenen Georg Mader, den "Hoigarta" eröffnete. Traditionell veranstalteten die "Freunde des Zusamtals" ihre Lesung mit Gedichten der Mundartdichter der Region in der freien Natur unter dem Dach des Pavillons an der Zusam.
Die Stubenmusik Reiter aus Gabelbachergreut lieferte dazu den musikalischen Rahmen mit Zither, Hackbrett, Gitarre und Flöte, sowie Gesangseinlagen, die Andrea Heinle aus Freihalden und Birgit Müller aus Schlehdorf mit ihren Stimmen unterstützten. Vorgetragen wurde aus dem reichen schöpferischen Werk des Heimatdichters Alois Sailer aus Lauterbach, einem Ortsteil der Gemeinde Buttenwisen, dem Karl Heinz Jahn seine Stimme lieh. Benachbart zu Sailer ist der ehemalige Lehrer Gerhard Burkhard in Unterthürheim zuhause, der mit einem humorvollen Gedicht über das Abbeten von Warzen, vorgetragen von Vorstandsmitglied Luise Rieß, sein Debüt bei den Zusamtalfreunden gab. Dieter Mittermeier erinnerte in seinem Vortrag über die Kapelle zu Siefenwang an die Reischenauer Schriftstellerin Lili Knauss-Weinberger, die nach dem Ersten Weltkrieg bei ihren Großeltern in Oberschöneberg aufwuchs. Weiters zitierte er schwäbische Gedichte aus der Zeit um 1900 von Adolf Paul aus Günzburg, der die "Fahnaweih z'Greanahag" aus lustigem Blickwinkel beobachtete, sowie "Die erscht Eisebah'fahrt" des Augsburger Mundartdichters Heinrich Unsin. Zur schweißtreibenden Hitze der letzten Tage machte sich Stubenmusikerin Marlies Reiter ihre Gedanken und zeigte, dass neben dem musikalischen Talent auch das poetische in ihr steckt. Gemeinsames Singen durfte am Schluss nicht fehlen, wenn alle sechzig Gäste in das Zusamtal-Lied froh gelaunt einstimmten. Applaus und Anerkennung für den Nachmittag mit seiner schwäbischen Kulturpflege gab es am Ende nicht nur von den zahlreichen Besuchern, die sich auch von der extemen Sommerhitze nicht abhalten ließen, den Ausflug in die Zusamaue zu unternehmen, sondern auch von Zusmarshausens neuer 3. Bürgermeisterin Verena Maier, die den Mitwirkenden begeistert ein großes Lob zollte.