Ranger Stefan Schonath zählt die Wasservögel mit Hilfe eines Spektivs.Microsoft\
Im Rahmen des bayernweiten Wintervogelatlas werden schon seit einigen Jahren alle Vogelarten erfasst, die den Winter in Bayern verbringen. Das Rangerteam des Naturpark Augsburg – Westliche Wälder e.V. beteiligten sich zum dritten Mal an diesem Projekt. Von Mitte November bis Mitte Februar konnten das Rangerteam in ausgewählten Gebieten im Naturpark zahlreiche verschiedene Arten mithilfe von Fernglas und Beobachtungsfernrohr erfassen. Hierbei wurden unterschiedliche Strukturen wie Offenland, Wald, Gewässer und Siedlungsbereich untersucht, wobei die gesichteten Arten online gemeldet wurden. „Zu den häufigsten Arten in diesem Winter zählten beispielsweise die Kohlmeise, die Amsel und der Haussperling. Besonders erfreulich war auch die Entdeckung seltener Wintergäste wie Raubwürger, Blässgans und Rotdrossel.“, sagt Naturpark-Ranger Stefan Schonath. Sämtliche Daten aus Bayern werden in Echtzeit als interaktive Karte auf der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) Website aufbereitet und sind öffentlich zugänglich. In den Wintermonaten liegen traditionell nur wenige Daten vor, dabei wirken sich insbesondere die kalten Monate auf die Bestandsentwicklung unserer heimischen Vogelarten aus. Der Wintervogelatlas Bayern soll diese Datenlücke schließen. Neben dem Wintervogelatlas finden im Naturpark noch weitere Erfassungen der Tier- und Pflanzenwelt statt. So koordinieren das Rangerteam beispielsweise auch das Kiebitz-Projekt in der Reischenau und tragen so zum Schutz dieser selten gewordenen Art des Offenlandes bei.