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Gemeindekurier Rauhenebrach
Ausgabe 12/2018
Aktuelles
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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Lichterkette am Weihnachtsbaum vor unserem neu sanierten Rathaus strahlt hell, viele Häuser und Vorgärten in unseren Dörfern sind weihnachtlich gestaltet, die kleinen Weihnachtsmärkte und vorweihnachtlichen Veranstaltungen in den verschiedenen Ortschaften waren und werden wieder sehr heimelig. So eingestimmt ist die Vorfreude groß auf ein besinnliches und friedvolles Weihnachtsfest. Ihnen allen wünsche ich von Herzen gesegnete und harmonische Festtage im Kreise Ihrer Familie und lieber Menschen.

Allen Rauhenebrachern, die sich auch im zurückliegenden Jahr wieder selbstlos und ehrenamtlich für ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl engagiert haben, danke ich besonders herzlich. Ich wünsche Ihnen auch für das kommende Jahr diese Schaffenskraft, und dass noch viele Menschen Ihrem Beispiel folgen. Gerade das bürgerliche Engagement, z. B. in den Feuerwehren, unseren Vereinen, unseren Kinderbetreuungseinrichtungen oder unserer Pfarreiengemeinschaft, hält unsere Dörfer zusammen.

Im Gegensatz zu so viel Herzblut und Engagement vor Ort stimmen mich die großen politischen Entwicklungen des letzten Jahres sehr nachdenklich. Es scheint, dass sich immer mehr Menschen von platten Parolen blenden lassen und konstruktive, sachliche Argumente ungehört verhallen. Die Ergebnisse der verschiedenen Landtagswahlen in 2018 sind für mich ein deutlicher Beleg hierfür.

Nach wie vor, mit großem Interesse und noch größerem Staunen, blicke ich über den Atlantik, was dieser US-Präsident für sein Land und die Welt bringen wird. Immerhin die Angst vor einem Atomkonflikt mit Nordkorea scheint plötzlich verflogen. Im Gegensatz dazu verprellte er die Welt ein ums andere Mal. Sorgen um das Klima, auch das politische, sind berechtigter denn je.

Auch innenpolitisch ist die Lage in unserem Land alles andere als entspannt. Die Ereignisse in der Stadt Chemnitz und der Umgang mit diesen ist zum Sinnbild einer zu tiefst verunsicherten Landes- und Bundespolitik geworden.

2018 war ein Jahr wie sein Sommer: Heißer, als es manchen lieb war. Schön und bedrohlich zugleich. Endlose Sonne über Deutschland ließ Felder vertrocknen und machte Flüsse zu Rinnsalen. Die Zukunft von Diesel und Kohle sorgte in Deutschland für viel Streit. Ebenso ein vermeintlich belangloses Foto zweier deutscher Fußball-Nationalspieler, mit dem türkischen Präsidenten Erdogan. Bei der darauffolgenden WM konnte die deutsche Nationalmannschaft ihren Titel nicht verteidigen. In Italien stürzte eine Brücke ein. Dann plötzlich wieder ein Lichtblick: Eine Jugendgruppe wurde aus einer Höhle in Thailand gerettet. Dies ist nur eine kleine Aufzählung von Ereignissen des abgelaufenen Jahres.

Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass wir in unserer Gemeinde von so manchem Ereignis verschont wurden. Ich denke dabei besonders an das Sturmtief Fabienne, das in unserer Nachbargemeinde Burgwindheim Spuren der Verwüstung hinterlassen hat.

Aber der heiße, äußerst niederschlagsarme Sommer bereitet auch uns große Sorgen. Ich hoffe, dass wir im Winter genügend Niederschläge bekommen, dass unsere Wasserversorgung auch im kommenden Jahr gesichert ist. Die Wichtigkeit des Elements „Wasser“ unterstreichen wir in der Form, dass wir für die Zukunft Konzepte zur Sicherung unserer Wasserversorgung und des Hochwasserschutzes in Auftrag gegeben haben. Ebenso steht die Fertigstellung eines Kanalkatasters im kommenden Jahr bevor. Abgeschlossen sind die beiden Großprojekte unserer Kläranlagensanierung und der Sanierung unseres Rathauses. Im touristischen Bereich wurde mit der Umsetzung des „Trekkingkonzept Steigerwald“ ein weiterer Akzent gesetzt. Der Umzug in das Ausweichquartier an unserer Grundschule war der Auftakt der Sanierungsarbeiten des Untersteinbacher Kindergartens. Endgültig auf dem Programm für das kommende Jahr steht der Bau des Radweges zwischen Falsbrunn und Prölsdorf. Auch die Gestaltung des Dorfplatzes in Theinheim und die künftige Nutzung des Schulgebäudes in Falsbrunn sollen in 2019 vorangebracht werden. Hohe Priorität genießt auch der Breitbandausbau in den Ortsteilen Falsbrunn und Obersteinbach. Im Rahmen des Dorferneuerungsverfahrens Rauhenebrach sollen in den kommenden Jahren Brückensanierungs- und Wegebaumaßnahmen durchgeführt werden. Auch die Sanierung der Staatsstraßen zwischen Prölsdorf und Schindelsee, sowie am Klebheimer Berg sollen unsere Infrastruktur in den nächsten Jahren weiter verbessern. Ebenso wird die Sicherung der ärztlichen Versorgung in nächster Zeit eine große Herausforderung für uns darstellen.

Mit Blick auf die „große Politik“ und die derzeit angespannte Lage in vielen Ländern der Welt dürfen wir besonders in diesen Tagen unser Leben in einem friedlichen und gesicherten Umfeld wertschätzen. Die Gemeinde Rauhenebrach ist bereit, sich den Herausforderungen zu stellen. Dabei vertraue ich dankbar auf das vielfältige und intensive Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger.

Ich bin sehr froh, dass ich auch auf die großartige Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verwaltung und Bauhof vertrauen darf – DANKE!

In Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Gemeinderates wurden auch im vergangenen Jahr Beschlüsse gefasst, die eine sehr gute Weichenstellung für unsere Gemeinde bedeuten. Auch dieses ehrenamtliche Engagement verdient Respekt, Anerkennung und meinen besonderen Dank.

Als äußerst angenehm und vertrauensvoll empfinde ich die Zusammenarbeit mit meinen beiden Stellvertretern Alfred Bauer und Alexander Hoppert.

Auch in ihren Namen wünsche ich Ihnen allen im Jahr 2019 viel Kraft und Schwung für Ihre Aufgaben, Freude an Ihrer Arbeit und den verdienten Erfolg. Einen guten Rutsch in das neue Jahr sowie Gesundheit, Glück und Zufriedenheit für Sie!

Ihr

Matthias Bäuerlein

1. Bürgermeister