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Amtsbote der Großgemeinde Röthlein
Ausgabe 11/2026
Amtliche Nachrichten
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Weitere Nachrichten - Aus der Gemeinderatssitzung vom 17.03.2026

Jahresrechnung und die Energieversorgung

Zu einer der letzten Gemeinderatssitzungen in der alten Legislaturperiode traf sich kürzlich der fast vollzählige Röthleiner Gemeinderat, wie aus dem Protokoll der Verwaltung zu entnehmen war.

Auf der Tagesordnung standen regenerative Energiemaßnahmen, Netzausbau, die gemeindliche Jahresrechnung, überplanmäßige Ausgaben und Anträge von Gemeinderatsmitgliedern.

In Hirschfeld ist der Bau eines Solarkraftwerkes geplant. Im Juni 2025 hat das Gremium den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Solarkraftwerk Gernacher Straße“ genehmigt, den Entwurf für den Bebauungsplan gebilligt und die Verwaltung beauftragt, die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit durchzuführen.

Diese Stellungsnahmen lagen nun auf dem Ratstisch und wurden von Planer Artur Metz vorgestellt. Während den meisten Anregungen ganz oder teilweise gefolgt wurde, wurde die angeregte Berankung rund um die geplante Anlage aus ökologischen Gründen zugunsten eines Eingrünungsstreifens abgelehnt. Weiter wurde erläutert, dass die vom Bayerischen Bauernverband angeregten Dachflächen-PV-Anlagen im Dorfgebiet für eine zeitnahe und wirtschaftliche Energieversorgung aus regenerativen Energiequellen nur „sehr eingeschränkt geeignet“ sind und außerdem die für die großflächige PV-Anlage vorgesehenen Flächen mit den Eigentümern abgestimmt wurden. Anschließend wurden die vorgestellten Änderungen gebilligt – die Verwaltung erstellt nun den Plan mit Begründung zur öffentlichen Auslage.

Weiter beschloss der Gemeinderat keine Bedenken vorzubringen gegen eine geplanten Änderung des Flächennutzungsplans im südwestlichen Gemeindegebiet von Bergrheinfeld und damit verbunden die Installation einer Batteriespeicheranlage mit einem Umspannwerk zur Einbindung des Batteriespeichers in das öffentliche Stromnetz (Übertragungsnetz).

Außerdem stellte Kämmerer Alexander Wächter die Jahresrechnung 2025 vor, die im Verwaltungshaushalt einen Überschuss von knapp zehn Prozent verzeichnete, der dem Vermögenshaushalt zugeführt wird. Anschließend beschloss das Gremium einstimmig die Anerkennung des Rechenschaftsberichtes; die örtliche Rechnungsprüfung der Jahresrechnung 2025 soll dann vom gemeindlichen Rechnungsprüfungsausschuss durchgeführt werden. Weiter entschied das Gremium, die Grundsteuerhebesatzung, die ab Januar 2025 gültig war, aufzuheben, da die Grundsteuerhebesätze nun wieder über die Haushaltssatzung festgesetzt werden.

Vorab hatte Wächter dem Gremium bereits eine Liste der außer- und überplanmäßigen Ausgaben des Jahres 2025 nebst Erläuterungen vorgestellt. Die wurden dann zwar mit großer Mehrheit beschlossen, zuvor allerdings laut Protokoll rege diskutiert, insbesondere die Kamerabefahrung im Heidenfelder Neubaugebiet „An der Sulz“, deren Vergabe zwar im Februar 2025 beschlossen wurde, die anfallenden außerplanmäßigen Kosten dafür aber nicht.

Anschließend behandelte das Gremium zwei Anträge von Gemeinderat Simon Stock. Positiv bewertet wurde der Vorschlag Stocks, Gründächer ähnlich wie Zisternen zu fördern, da wird jetzt eine Zuschussrichtlinie ausgearbeitet. Abgelehnt wurde dagegen der beantragte Unterstand auf dem Hirschfelder Friedhof.

Abschließend informierte Bürgermeister Peter Gehring, dass das Wasser in den öffentlichen gemeindlichen Toiletten ab Ostern wieder aufgedreht werde. Laut Bernd Wehner würde allerdings ganzjährig Bedarf für die Toilettennutzung am Röthleiner Friedhof bestehen und Detlev Reusch schlug in diesem Zusammenhang eine Trockentrenntoilette vor.