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Amtsbote der Großgemeinde Röthlein
Ausgabe 11/2026
Amtliche Nachrichten
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Weitere Nachrichten - Aus der Gemeinderatssitzung vom 14.04.2026

Vorletzte Ratssitzung des „alten“ Gemeinderates

Zur „voraussichtlich vorletzten Sitzung“ begrüßte Bürgermeister Peter Gehring kürzlich sein Gremium – sechs Jahre haben Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat miteinander die Geschicke der Großgemeinde Röthlein gelenkt; ab Anfang Mai übernimmt der im März gewählte Gemeinderat mit einigen neuen Gesichtern.

Bereits vor der Sitzung begutachten einige Ratsmitglieder die Außenfassade des Rathauses. In der letzten Bauausschusssitzung Ende März hatte das Gremium statt aufwändiger und kostenintensiver Renovierung eine Reinigung der Fassade beschlossen. Das Vorhaben mit Kosten in Höhe von 3500 Euro wurde bereits umgesetzt und kann sich sehen lassen, schließlich präsentiert sich die rückwärtige Wetterseite nun wieder ohne unschöne Schlieren. Einige kleine Risse werden laut Bürgermeister noch ausgebessert.

Auf der übersichtlichen Tagesordnung stand die Beteiligung Röthleins als sogenannter Träger öffentlicher Belange. Auf den benachbarten Gemarkungen von Waigolshausen und Bergrheinfeld sind insgesamt fünf Windkraftanlagen geplant – zwar weit weg, aber doch ähnlich sichtbar wie die Anlagen in Schwanfeld. Andreas Hetterich wunderte sich über die Nähe der Anlagen zur Wohnbebauung, das allerdings – so Gehring – liege nicht im Ermessen von Röthlein und beträfe auch nicht die Abstimmung und so entschied das Gremium bei zwei Gegenstimmen, weder jetzt noch bei zukünftigen Verfahrensschritten Bedenken oder Anregungen vorzubringen.

Als nächstes stand die Umsetzung eines Antrags von Simon Stock an. Der Gemeinderat hatte nach dem Vorbild der gemeindlichen Förderung von Zisternen ein Förderprogramm für Dachbegrünungen vorgeschlagen, das die Verwaltung nun inklusive Antragsformular und Richtlinien ausgearbeitet hatte. Nach einigen Diskussionen entschied das Gremium dann bei drei Gegenstimmen, das präsentierte Förderprojekt wie folgt umzusetzen: Pro Quadratmeter Gründach innerhalb des Kanalgebietes fließen zehn Euro, die maximale Förderhöhe beträgt 2500 Euro. Sollte das Dach, sprich die Grünfläche vor dem Ablauf einer Zehnjahresfrist entfernt werden, behält sich die Gemeinde vor, die gezahlte Fördersumme „zurückzuholen“.

Vertagt wurde anschließend eine Entscheidung in Sachen „Friedhof“. Vermehrt – so die Ausführungen – sind Anfragen eingegangen, ob es möglich wäre, die mittlerweile im Röthleiner Friedhof verkleinerten Grabflächen mit einer Platte abzudecken. Das Argument in allen Fällen: Eine Reduzierung des Pflegeaufwandes. Die derzeit noch gültige Friedhofssatzung enthält da keine eindeutigen Regelungen. Gestattet ist es allerdings, komplett auf eine Umrandung, für die laut Bürgermeister die Gemeinde zuständig ist, zu verzichten und eine Rasenfläche anzulegen – doch dann könne nichts mehr hingestellt werden.

Die Optik ist eine Geschmacksfrage und so wird jetzt auf Anregung von Martina Braum vor der finalen Entscheidung noch einmal geprüft, wie es in den anderen großgemeindlichen Friedhöfen aussieht; laut Braum sind wohl auf den Urnengräbern in Heidenfeld Grabplatten. Fällig wird dann wohl demnächst eine allgemeingültige neue Satzung.

Wie der Bürgermeister anschließend ausführte, plant das Staatliche Bauamt Schweinfurt Sanierungsmaßnahmen an der Oberfläche der Röthleiner Hauptstraße vom Kreisverkehr am Netto bis hin zum Abzweig Richtung Grafenrheinfeld und hat deshalb angefragt, ob im Vorfeld eine Kanalsanierung erforderlich wäre. Da es keine aktuellen Befunde dazu gibt, hat das Gremium nun einer Kanalinspektion zugestimmt und dafür Kosten in Höhe von 40.000 Euro für eine Befahrung und die dazugehörige Auswertung freigegeben. Das Straßenbauamt wartet mit seinem Vorhaben, bis diese Ergebnisse vorliegen, um gegebenenfalls die Maßnahmen miteinander zu koordinieren.

Abschließend störte sich Simon Stock an den Werbebroschüren im Amtsboten, doch dies sei, so Gehring, „legitim“. Außerdem wird auf Anregung von Stock mit einem Fachkollegen über einen möglichen Vortrag zur kommunalen Wärmeplanung gesprochen. Laut Bürgermeister findet in den nächsten Wochen die Baubesprechung für die Sanierung des Hirschfelder Bürgerhauses statt, außerdem liegt der Bewilligungsbescheid für die Pump Track-Anlage in Heidenfeld vor und so können nun die nächsten Verfahrensschritte beauftragt werden.

Und der neue Gemeinderat hat auch schon einen Termin: Am 20. Mai findet das VgV-Verfahren für den „Rehberger“ statt; dann stellen vier Büros ihre Planung vor.