Mit gleich drei Anträgen beschäftigte Simon Stock das Gemeinderatsgremium in der jüngsten Sitzung. Als erstes wünschte sich der Gemeinderat eine, wie im Antrag formuliert, „bessere Information über die Energieversorgung in unserer Region“ und hatte dabei die Freigabe der Gemeinde von Flächen für die Errichtung von Freiflächen-Photovoltaik im Blick. Es bleiben in diesem Bereich laut Stock viele Fragen offen, ihm fehlen die „Hintergrundinformationen“ und gerne würde er Fragen mit dem regionalen Versorger, respektive Netzbetreiber, der Unterfränkischen Überlandzentrale ÜZ klären und dabei gleichzeitig den „Sinn solcher Flächen für die Gemeinde“ herausarbeiten. Wie zweiter Bürgermeister Martin Weth erläuterte, plant Bürgermeister Peter Gehring bereits ein Treffen an der neuen Freiflächen-Photovoltaikanlage in Heidenfeld von Umweltausschuss, N-Ergie und der ÜZ. Wie Andreas Hetterich monierte, betrifft das Thema allerdings alle und so wünschte er ein Treffen aller Gemeinderatsmitglieder. Detlev Reusch fand das geplante Treffen vor Ort „gut“, legte aber äußersten Wert darauf, dass ein unabhängiger Berater über das Thema informiert und Martina Braum betonte abschließend die Wichtigkeit eines „gemeindlichen Energiekonzeptes“. Mit 10:2 Stimmen votierte das Gremium schließlich für den Antrag Stocks und ein informatives Treffen mit allen Ratsmitgliedern und Experten.
In einem weiteren Antrag ging es Simon Stock in seiner Funktion als Jugendbeauftragter um die Spielplätze in der Großgemeinde. Er beantragte die künftige Einbeziehung der Öffentlichkeit bei der Um- und Neugestaltung von Spielplätzen ab fünf Spielgeräten und hatte dazu schon praktische Vorschläge parat (Projektierung in Schule, Kindergarten oder über Ferienspaß, als Arbeitskreis oder in einer Kinder/Jugendbauausschusssitzung, gegebenenfalls auch als Onlinebefragung). Außerdem wünschte sich Stock eine bessere Einbindung der drei gemeindlichen Jugendbeauftragten. Oliver Schmitt fand den Antrag „überflüssig“. Zwar fand er die Idee der Einbindung grundsätzlich gut bei einer Neugestaltung, bei kleineren Anschaffungen allerdings nicht. Er lobte dazu die jüngsten Aktionen des Bürgermeisters zur Einbeziehung von Nutzern bei den Planungen zur neuen Pumptrack-Anlage in Heidenfeld oder der Skaterbahn in Röthlein; das sei laut Schmitt „super gelaufen“. Letztendlich entschied das Gremium mehrheitlich eine Einbindung der Öffentlichkeit bei einer Neugestaltung, beim Austausch von Spielgeräten aber nicht.
Der dritte Antrag wurde dann nicht abgestimmt, Simon Stock hatte sich einen Barfußpfad gewünscht – eine Idee, die aber im „Hinterkopf“ behalten werden soll.
Abschließend fragte Martina Braum nach dem Stand der Dinge beim ÖPNV-Gemeindeticket und bat bei Firma Metz nachzufragen. Oliver Schmitt wollte wissen, ob es Neuigkeiten zum schon lange diskutierten Buswendeplatz am Rathaus gäbe; der sei – so Braum in ihrer Eigenschaft als Kreisrätin – beim Landratsamt wohl auf positives Echo gestoßen, die Umsetzung wird im Rahmen des neuen Busplans (2024) geprüft. Petra Jakob wünschte eine Klärung der Parksituation am Röthleiner Auwald und Simon Stock beschwerte sich über den „Flickenteppich“ in der Heidenfelder Dorfstraße; da wird laut Bautechniker Ingo Schander noch einmal gefräst.
Vertagt wurde dagegen die Vergabe für die Kücheneinrichtung im neugebauten Kindergarten St.Laurentius an das Unternehmen Gastro Konzept GmbH mit einer Bruttoauftragssumme von 85.602 Euro, weil nicht geklärt werden konnte, inwieweit der Kindergarten in die Anschaffung eingebunden wurde, auch weil Bürgermeister Peter Gehring fehlte.