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Amtsbote der Großgemeinde Röthlein
Ausgabe 5/2026
Amtliche Nachrichten
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Amtliche Nachrichten - Aus der Gemeinderatssitzung vom 10.02.2026

Startschuss für das VgV-Verfahrens zur Sanierung des Rehbergers beschlossen

Den Start des VgV-Verfahrens zur Umgestaltung des Rehbergers hat der Gemeinderat beschlossen, finale Entscheidungen werden aber im neuen Gremium getroffen.

Mit einigen Baugesuchen startete der Röthleiner Gemeinderat in seine jüngste Sitzung, der eine Zusammenkunft des Schulausschusses mit Entscheidungen zur laufenden Generalsanierung der Grundschule vorangegangen war.

Bei den ersten drei Baugesuchen ging es prinzipiell um das Gleiche: In Heidenfeld soll ein Gartenhaus errichtet werden, in Röthlein ist eine Terrassenüberdachung und in Hirschfeld die Überdachung einer Außenküche geplant. In allen drei Vorhaben wird die Baugrenze überschritten, in Hirschfeld kam noch zusätzlich die geänderte Dachausführung dazu und sind Befreiungen nötig. Die Nachbarunterschriften lagen vor, vergleichbare Fälle gibt es auch und so folgte der Gemeinderat den Empfehlungen der Verwaltung und stimmte bei einer Gegenstimme den anfallenden Befreiungen zu. Einstimmig fiel dann die Zustimmung für die beiden letzten Bauvorhaben aus. In Heidenfeld gab es das gemeindliche Einvernehmen für den geplanten Teilabbruch einer wirtschaftlich genutzten Scheune. Das Vorhaben liegt im Geltungsbereich der für Heidenfeld gültigen Gestaltungssatzung und die Entfernung des Baukörpers wäre laut Stellungnahme des Sanierungsbüros aus städtebaulicher Sicht „vorstellbar“, vorausgesetzt eine Abgrenzungsmauer bliebe, wie laut eingereichten Planunterlagen bereits berücksichtigt, in Höhe des bestehenden Hoftores erhalten oder wird neu errichtet. Wie Martina Braum abschließend feststellte, wäre es schön, wenn zukünftig die zur Beschlussfassung zugrundeliegende Stellungnahme des Sanierungsbüros besser kenntlich gemacht würde.

Abschließend gab es grünes Licht für einen Antrag in Hirschfeld. Hier wurde die Nutzung eines bereits abgesenkten und früher schon als Einfahrt genutzten Gehweges beantragt, um diesen wieder als Einfahrt nutzen zu können. Darüber hinaus soll eine Einfriedung in Höhe von 1.99 Meter errichtet werden.

Während die vier Baugesuche auf der Tagesordnung zügig über die Bühne gingen, wurde beim anstehenden VgV-Verfahren zur Sanierung des Gasthofes „Goldenen Kreuzes“ in Heidenfeld - der ehemalige „Rehberger“ - etwas länger diskutiert.

Wie Bürgermeister Peter Gehring und Geschäftsleiter Simon Göbel erläuterten, könnte umgehend der erste Schritt im Verfahren zum Umbau des ehemaligen Gasthofes in eine Bürgerstube mit multifunktionalen Nutzungsräumen eingeleitet werden. Vorausgesetzt der Gemeinderat stimmt zu, würde in den nächsten Tagen das Vergabeverfahren öffentlich gemacht und die Planungsbüros aufgefordert werden, sich zu bewerben. Nach 30 Kalendertagen – sprich Mitte März - würde die Submission stattfinden, in der eine Prüfungskommission, Gehring nannte hier als Mitglieder Bürgermeister, Geschäftsleiter, Kämmerer und Bautechniker, die eingegangenen Bewerbungen anhand einer festgelegten Wertematrix bepunktet. Das begleitende Büro wird beraten und gegebenenfalls eine Vertretung des Arbeitskreises zur Sitzung der Kommission geladen.

Für die zweite Stufe des VgV-Verfahrens werden dann die vier bestbewerteten Fachbüros eingeladen, die sich persönlich einer Prüfungskommission, die dann noch zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt wird, vorstellen und ihre allgemeine Herangehensweise an das Projekt präsentieren. Auch hier findet wieder eine Bewertung statt, die nun der Gemeinderat noch einmal nachjustiert hat. So wurde auf Wunsch von Martina Braum die Punktezahl für die „kurzfristige Verfügbarkeit“ des Fachteams leicht erhöht und auch die Wertung für den „qualitativen Gesamteindruck“ der Präsentation wurde höher gewichtet.

Wie der Bürgermeister ausführte, werden die Verhandlungen für die zweite Stufe des VgV-Verfahrens bereits vom neuen Gemeinderat durchgeführt, dennoch solle das Verfahren laut Gehring schon jetzt begonnen werden – das sah auch das Ratsgremium so und votierte einstimmig für den Start des Verfahrens.

Einstimmig ging auch ein Antrag von Gemeinderat Simon Stock durch, der aus sicherheitstechnischen Gründen sogenannte „Schneefanggitter“ für den Eingangsbereich der Röthleiner Gemeindebibliothek beantragt hatte.

Abschließend überreichte Martina Braum einen Antrag aus der Röthleiner Faschingssitzung für eine Sitzlounge für den Generationenplatz und Gehring informierte, dass das deutsch-französische Patenschafts-Komitee einige Anschaffungen beantragt hat. Wie der Bürgermeister ausführte, fließt aber schon alljährlich ein Pauschalbetrag und der soll erst aufgebraucht werden, bevor über weitere Zuwendungen entschieden werde.

Bericht: Daniela Schneider