Unterwegs im Bauausschuss
Für einige Mitglieder war es die erste Bauausschusssitzung 2026 auch gleichzeitig die letzte; zur neuen Legislaturperiode verlassen Doris Gill, Harald Fuchsberger und Jürgen Lorenz den Gemeinderat.
Treffpunkt war diesmal im Bauhof. Leiter Jascha März informierte über den aktuellen Stand dort. Die neue Halle mit PV-Anlage auf dem Dach und zwei Batteriespeichern schafft inklusive Carport auf 400 Quadratmetern Platz für Fahrzeugkombinationen und Gerätschaften. Sie ist bautechnisch fertig. Momentan läuft der Elektroausbau, diskutiert wurde nun die Inneneinrichtung mit Regalen für insgesamt etwa 70 Palettenstellplätze. Ziel ist es, erläutert der Bauhofleiter, ein übersichtliches System zu schaffen und die Bestandshalle zu entlasten.
Und so genehmigten die Ausschussmitglieder einstimmig 30.000 Euro für die Einrichtung. Nicht inkludiert ist hier die Anschaffung einer Stapelameise oder eines Gabelstaplers für die Halle; die Verwaltung ist nun mit der Vergabe beauftragt; die Einweihung der neuen Bauhofhalle soll im Rahmen einer Bürgerversammlung über die Bühne gehen.
Weiter informierten Bauhofleiter März und Bürgermeister Peter Gehring über einen Termin mit der Kommunalen Unfallversicherung Bayern – kurz KUVB, die im Anschluss eine Überarbeitung der Statik der Staffelei im Bestandsgebäude gefordert hatte. Außerdem wurde das Fahrzeugmanagement diskutiert. Der neue Fendt-Traktor wird aktuell im Winterdienst nicht eingesetzt, dafür der alte Kommunal-Bulldog, der allerdings mittlerweile 24 Jahre und eine Laufzeit von 23.000 Stunden auf dem sprichwörtlichen Buckel hat und langsam reparaturanfällig wird. Sollte der Streumechanismus dann kaputtgehen, müsste die Gemeinde bei einer Neuanschaffung laut März „eine Nummer größer gehen“, der neue Bulldog ist nämlich zu leicht, um dort einen „Streuer“ hinzuhängen. Aktuell laufen bei Fendt Aktionen: ein Fendt der 300er Serie mit Frontladen kostet momentan so viel, wie der Fendt 200 vor zweieinhalb Jahren, nämlich etwa 130.000 Euro. Zwar besteht keine dringende Eile, doch der Bedarf ist da und man sollte sich – so der Bürgermeister - mit dem Gedanken einer Ersatzanschaffung vertraut machen. Im Budget wäre dafür Geld vorhanden. Ähnlich sieht es im Bauhof-Fuhrpark aus, dort gibt es zwei Problemfälle und so stehen neben dem Bulldog wohl in den nächsten drei Jahren zwei weitere Ersatzfahrzeuge auf der Agenda.
Weiter gings zum Röthleiner Auwald. Dort heben sich teilweise die Straßenbeläge durch das Wurzelwerk der Straßenbäume. Laut Bauhofleiter ist in dem älteren Baugebiet „Am Auwald“ bald jeder zweite Baum betroffen. An manchen Stellen hat der Bauhof bereits nachgebessert, doch für weitere anstehende Maßnahmen, fehlen Zeit und Kapazitäten, deshalb die dringende Bitte: Mal eine grundlegende Planung festlegen und eine zukunftsorientierte Lösung finden. Die Bäume sollen nach Möglichkeit erhalten werden, kurzfristig werden bei Anfragen vorerst die Schäden behoben, sprich die Rabatten repariert – so der einstimmige Beschluss. Geklärt werden soll auch, ob der Ersatz förderfähig ist und ob gegebenenfalls auch Büsche statt Bäumen gepflanzt werden dürfen und dafür dann vielleicht ein Ausgleich geschaffen werden muss.
Außerdem entschied das Gremium nach den Ausführungen von Bautechniker Igor Schander im Zuge des Glasfaserausbaus in Hirschfeld und Heidenfeld weitere Gehwege neben den bereits im Haushalt eingestellten Maßnahmen zu sanieren und dafür ein zusätzliches Budget in Höhe von 190.000 Euro bereitzustellen. Gleichzeitig wurde die Verwaltung ermächtigt, die erforderlichen Leistungen eigenständig zu vergeben und die entsprechenden Aufträge an ausführende Unternehmen zu erteilen. Der Haushaltsansatz wird dadurch um 190.000 EUR überschritten. Die entstehenden überplanmäßigen Ausgaben werden durch Mittel aus anderen Haushaltsstellen gedeckt. Gleichzeitig stimmt der Bauausschuss den überplanmäßigen Ausgaben zu.
Weiter beschloss der Ausschuss, das die Fassade am Rathaus für etwa sechstausend Euro gereinigt wird. Per Ergänzungsbeschluss werden außerdem die Pflanzung weiterer 20 Bäume bei der KfW im Rahmen des KfW-Programms „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ gemeldet. Die Kosten belaufen sich auf 55.000 Euro. Weiter entschied der Ausschuss, dass eine vom Landkreis empfohlene Fachfirma per sogenanntem Rissverguss Schäden in der Fahrbahn in Hirschfeld und Heidenfeld ausbessert. Die Kosten für drei Tage Arbeitseinsatz belaufen sich bei insgesamt 6000 Metern Fahrbahn auf rund 16.000 Euro, die der Bauausschuss als überplanmäßige Ausgabe genehmigte.
Diskutiert wurde dann über den Austausch von insgesamt acht Lichtkuppeln im Kindergartenbestandsgebäude und im Anbau in Röthlein. Kostenpunkt hier insgesamt gut 30.000 Euro. Um die genaue Ursache der Undichtigkeiten feststellen zu können, werden jetzt notwendige Untersuchungen durchgeführt und dafür ein Budget von 10.000 Euro bereitgestellt. Anschließend wird auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse weitere erforderliche Sanierungsmaßnahmen geprüft und dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt.
Abschließend informierte der Bürgermeister über die Vergaben verschiedener Gewerke im Hirschfelder Bürgerhaus.
Bericht und Foto: Daniela Schneider