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Hahnenkamm Echo Mitteilungsblatt der Gemeinden Heidenheim Westheim Gnotzheim
Ausgabe 5/2026
Heidenheim
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Heimatverein Heidenheim

Heimatverein setzte Tradition fort und ehrte Heidenheimer Feuerwehr mit Baumpflanzung am Kirchweih-Montag.

Am Kirchweihmontag ehrte der Heimatverein Heidenheim die Freiwillige Feuerwehr zu ihrem 155-jährigen Bestehen mit einer feierlichen Baumpflanzung. Zur Feier des "Tag des Baumes" pflanzte die Vereinsgemeinschaft auf der idyllischen Wiese am Gießbach einen Apfelbaum der traditionsreichen Sorte "Roter Aloisius". Der Heimatvereinsvorsitzende Erwin Härtfelder begrüßte herzlich die scheidende Bürgermeisterin Susanne Feller, den neuen Amtsträger Karl Schirmer und zahlreiche interessierte Bürger und ehemals Geehrte. Der örtliche Posaunenchor und Schüler der Hahnenkammschule umrahmten die festliche Veranstaltung musikalisch mit bekannten Frühlingsliedern und einem schwungvollen Rock‘n-Roll-Stück, der für gute Stimmung sorgte. In seiner ausführlichen und bewegenden Laudatio würdigte Härtfelder eindrucksvoll die bemerkenswerte Entwicklung der Feuerwehr seit ihrer Gründung. Laut einer historischen Urkunde von 1779 besaß die marktgräflich-klösterliche Feuerwehr zunächst nur einfachste Feuerzangen, zwei hölzerne Feuerleitern und primitive lederne Löscheimer. Die Ausrüstung erweiterte sich über die Jahrzehnte systematisch um moderne Beleuchtung, stabilere Holz-Feuerwehrleitern, leistungsstarke Motorpumpen, wendige Löschgruppenfahrzeuge, professionellen Atemschutz und schließlich 1996 ein hochmodernes LF16/12 Fahrzeug. Die Wehr entwickelte sich kontinuierlich zur zentralen Stützpunktfeuerwehr der Region. Den offiziellen Namen "Freiwillige Feuerwehr Heidenheim" erhielt sie 1871. Die Gemeinde stellte damals großzügig 200 Gulden zur Verfügung. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt gehörten beachtliche 63 engagierte Freiwillige der Wehr an. Bei verheerenden Bränden 1791 und 1807, denen insgesamt 21 Häuser zum Opfer fielen, bewährte sich die mutige Wehr außerordentlich. Härtfelder erläuterte anschaulich den grundlegenden Wandel von der reinen brandbekämpfenden Einrichtung zur vielseitigen technischen Hilfeleistungsorganisation. Heute kommen die unermüdlichen Ehrenamtlichen bei Feuer, verheerenden Hochwassern und schweren Verkehrsunfällen zum lebensrettenden Einsatz. Der traditionelle Leitspruch "Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr" präge nach wie vor die wichtige kommunale Einrichtung. Bürgermeister Karl Schirmer drückte seine aufrichtige Freude über die verdiente Ehrung aus. Feuerwehrvorstand Martin Kröppel dankte dem engagierten Heimatverein von ganzem Herzen. Der Baum stehe symbolisch für kontinuierliche Entwicklung, dauerhafte Beständigkeit und starken Zusammenhalt. "Möge er tief verwurzelt sein und weit in die Zukunft wachsen, als lebendiges Zeichen für unermüdliches Engagement und vorbildlichen Gemeinschaftssinn", sagte Kröppel bewegt. Härtfelder verlas feierlich die vergrabene Urkunde und erläuterte sachkundig die besonders robuste Baumsorte "Roter Aloisius". Eifrige Schüler pflanzten gemeinsam mit erfahrenen Bauhofarbeitern den jungen Baum sorgfältig ein. Das sehenswerte Heimatmuseum zeigt derzeit eine informative Jubiläumsausstellung von Helmut Krumbholz. Der gelungene Kirchweihmontag endete gemütlich mit leckerem Schaschlik-Essen und einem fröhlichen Familiennachmittag.

Fotos und Text: Franz Hoffmann