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Hahnenkamm Echo Mitteilungsblatt der Gemeinden Heidenheim Westheim Gnotzheim
Ausgabe 6/2023
Heidenheim
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Nahwärme in Heidenheim

Kommentar zum Nahwärmenetz Heidenheim von Bürgermeisterin Susanne Feller:

Der Marktgemeinderat freut sich, dass schon so viele Bürger ihr Interesse zum Anschluss an das Nahwärmenetz bekundet haben.

Wir sehen die Nahwärme als mögliche Lösung bei den Anforderungen an die private Wärmeversorgung in den kommenden Jahren.

Entscheiden muss natürlich jeder Einzelne…

Da im Moment bei manchen noch Fragen offen sind, hier dazu Antworten, die Ihnen bei Ihrem Entschluss helfen können:

Informationen der HGP Energie zum Nahwärmenetz in Heidenheim:

Für den Betrieb des geplanten Nahwärmenetzes in Heidenheim wurde vergangenes Jahr die HGP Energie GmbH mit Firmensitz in Heidenheim gegründet. Die Wärmenetzgesellschaft besteht jeweils zu einem Anteil von 50 % aus der Firma GP JOULE und der in Heidenheim ansässigen Firma HeizNatur, einer Tochtergesellschaft von Heizomat. Das Konzept des Wärmenetzes wird stets in enger Absprache mit der Gemeinde Heidenheim geplant, es wurden bislang jedoch noch keine Verträge zwischen der Gemeinde und der HGP Energie GmbH geschlossen. Eine Beteiligung der Gemeinde an der HGP Energie GmbH ist zu jeder Zeit im Projektverlauf auch später noch möglich. Unabhängig davon kommen der Gemeinde durch den lokalen Firmensitz die entsprechenden Gewerbesteuereinnahmen zugute. Die Gemeinde hat ihre Absichten, sich an der Gesellschaft zu beteiligen, und so das Mitspracherecht zu erweitern, bereits bekundet. Deshalb finden derzeit vorbereitende Gespräche für eine Entscheidung des Marktgemeinderats zur Gesellschaftsbeteiligung statt. Sollte sich eine Bürgergenossenschaft in Heidenheim gründen, ist die HGP Energie GmbH auch für diese Form einer Beteiligung sehr offen und interessiert.

Das Konzept für die lokale Wärmeerzeugung ist in Heidenheim mit einer Luft-Wärmepumpe geplant, die durch eine Freiflächen-Photovoltaikanlage am nördlichen Ortsrand mit grünem Strom versorgt wird. Die Gemeinde bzw. Vertreter der Gemeinde sind ebenso nicht an der PV-Firma beteiligt. Der 15 Hektar große Solarpark wird deutlich mehr Strom erzeugen, als für den Betrieb des Wärmenetzes notwendig ist. So können lokale Betriebe von einem günstigen Stromangebot profitieren. Ergänzt wird die Wärmeerzeugung durch eine Hackschnitzelanlage der Firma Heizomat, die die Versorgung während Spitzenlasten sicherstellt sowie durch einen Gaskessel als Reserve. Um schnellstmöglich mit der Wärmeversorgung in Heidenheim beginnen zu können, wird aufgrund der längeren Lieferzeit von Großwärmepumpen zunächst die Hackschnitzelanlage für die Versorgung der ersten AnschlussnehmerInnen sorgen. Anschließend wird die Wärmepumpe zusätzlich in das Heidenheimer Nahwärmenetz eingebunden.

Im Hinblick auf die Auswirkungen von einer Flächennutzung als PV-Anlage auf die Natur hat diese sogar positive Effekte auf die Qualität des Bodens. Flächen mit PV-Anlagen sind ökologisch sehr hochwertige Flächen, da über die Laufzeit keinerlei Eintrag von Pestiziden und Düngemitteln erfolgt, keine Bodenbearbeitung stattfindet, die Fläche Ruheräume für Tiere darstellt und sich somit Böden und Natur regenerieren können. Die PV-Flächen in Heidenheim werden eingegrünt werden, so dass auch optischen Gesichtspunkten Rechnung getragen wird. Im Zuge des notwendigen Bauleitverfahrens werden Öffentlichkeit und betroffene Behörden einbezogen, sodass die Errichtung der Anlage unter Berücksichtigung sämtlicher Interessen bestmöglich geplant werden kann.

Die HGP Energie GmbH plant den Bau des Wärmenetzes bei einer ausreichenden Anschlussquote ab dem kommenden Jahr. Beim Bau des Wärmenetzes werden robuste Stahlrohre verlegt, die warmes Wasser zu jedem Haushalt transportieren und die Wärme mithilfe der Wärmeübergabestation an den eigenen Heizkreislauf übergeben. Die Gesellschaft investiert in die Rohrleitungsinfrastruktur und ist aus diesem Grund Eigentümer der Rohre. Die Rohrleitungen werden nach Stand der Technik fachmännisch verlegt und es sind keine Beeinträchtigungen der Straße zu erwarten. Sollte es dennoch dazu kommen, regeln sich Gewährleistungsansprüche im Rahmen eines zu schließenden Gestattungsvertrages auch über eine Frist von 2 Jahren hinaus. Alternative Lösungen werden von diesem Rohrleitungsnetz nicht beeinflusst.

Als Betreiber eines Fernwärmenetzes unterliegt die HGP Energie GmbH sehr starken regulatorischen Auflagen der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Fernwärme (AVBFernwärmeV), die die Fernwärme-KundInnen entsprechend schützt. Diese gesetzlichen Vorgaben regulieren in AVBFernwärmeV §24 beispielsweise ebenfalls den Rahmen möglicher Preisanpassungen. Diese geschieht auf der Basis von Indexwerten, die das Statistische Bundesamt berechnet und veröffentlicht. Außerhalb dieses gesetzlich festgelegten Rahmens sind Preisanpassungen deshalb nicht möglich. Zudem sind bei erneuerbar erzeugter Wärme keine Preisschwankungen, etwa wie bei Öl oder Gas, zu erwarten. Dank der unabhängig verfügbaren Sonnenenergie zeichnet sich ein regenerativ betriebenes Wärmenetz im Gegenteil sogar durch eine langfristig hohe Preisstabilität für die KundInnen aus. Dies ist unter anderem deshalb möglich, da die Gewinne der PV-Anlage in die HGP Energie GmbH fließen.

Verglichen mit einer individuellen Wärmepumpe zur Wärmeversorgung besteht ein Vorteil des Nahwärmeanschlusses darin, dass die Wärme an einer zentralen Stelle am Ortsrand von Heidenheim erzeugt und jederzeit auf den neuesten Stand der Technik gebracht wird. Das bedeutet außerdem, dass Schallimmissionen außerhalb des Ortes und nicht an einzelnen Wärmepumpen in den Wohngebieten entstehen.

Im Gegensatz zu einer eigenen Wärmepumpe müssen mit einem Nahwärmeanschluss zudem keine Investitionen in Sanierungsmaßnahmen wie Vollwärmeschutz, Dachdämmung, Fußbodenheizung und andere Heizkörper getätigt werden. Bei dem Vergleich einer individuellen Wärmepumpe mit einem Nahwärmeanschluss ist es wichtig zu bedenken, dass die Wärmeübergabestation während der Vertragslaufzeit von der HGP Energie kostenlos gewartet, repariert oder ausgetauscht wird. Es kommen also keine weiteren Kosten auf Sie zu.

Damit Sie für einen Anschluss an das Wärmenetz berücksichtigt werden können, ist es dringend notwendig, einen unterschriebenen Antrag der HGP Energie GmbH abzugeben. Diesen können Sie auf der Internetseite der HGP Energie unter www.heidenheim-fernwaerme.de herunterladen oder bei Ihrem Kundenberater vor Ort erhalten. Auf dieser Basis wird der Bau des Wärmenetzes geplant.

Beratungsgespräche finden derzeit noch montags und dienstags im Sitzungssaal des Rathauses und bei individuellen Terminen direkt vor Ort statt. Die Möglichkeit zur Terminbuchung für die Beratung im Rathaus oder zuhause können im Internet unter abgerufen werden. Zudem stehen die KundenberaterInnen für Fragen auch telefonisch unter 08274 9278-567 oder per E-Mail an info@heidenheim-fernwaerme.de gerne zur Verfügung.

Nutzen Sie jetzt noch die letzte Möglichkeit, sich beraten zu lassen. Anträge für einen Wärmenetz-Anschluss können noch bis Ende Juni 2023 abgegeben werden. Nur bei einer ausreichenden Wärmeabnahme durch AnschlussnehmerInnen in Heidenheim kann das Wärmenetz realisiert werden.

Deshalb jetzt noch schnell einen Termin für ein unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren:

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Terminvereinbarung und Kontakt unter:

Telefon: 08274 9278-567

E-Mail: info@heidenheim-fernwaerme.de

Webseite: www.heidenheim-fernwaerme.de