Feuchtwanger Straße 38
91522 Ansbach
Einen Schultag der anderen Art erlebten die 22 Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse der Hahnenkammschule Heidenheim. Zusammen mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken, zwei örtlichen Bio-Landwirten und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz ging es dem Ampfer im Biotopkomplex bei Eggenthal/Heidenheim an die Wurzel. Ausgestattet mit Ampferstechern ging es auf einen der Äcker und die SchülerInnen packten fleißig mit an. Im Laufe des Vormittags wurde eine beachtliche Menge Ampfer ausgestochen. Projektmanagerin Friederike Altenberger vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken und Schulsozialpädagogin Sonja Schmidt zeigten sich begeistert von dem Engagement der Klasse, welche zunächst die knapp 3 km Wegstrecke von der Schule zu Fuß zurücklegen mussten, bevor es losging. Ampferstechen ist eine schweißtreibende Arbeit, da kam den Teilnehmern die kräftigende Brotzeit, welche der Landesbund für Vogel- und Naturschutz spendierte, nur recht. Sowohl der Krause als auch der Stumpfblättrige Ampfer sind ohne chemische Spritzmittel kaum in den Griff zu kriegen. Der Grund liegt darin, dass er sehr tiefe Wurzeln ausbildet und sein Ausbreitungspotential enorm ist. Durch eine Mahd ist dem Ampfer nicht beizukommen. Eine Pflanze bildet mehrere tausend Samen, die bis zu 50 Jahre im Boden überdauern können. Des Weiteren verdrängt der Ampfer andere Pflanzenarten von deren Standorten, was zu einer Reduzierung des Artenspektrums auf den Flächen führt. Auch als Futterpflanze ist er nicht geeignet, da er von Tieren verschmäht wird. Neben vielen Informationen zum Ampfer, lernten die SchülerInnen noch einiges zum Thema Biolandwirtschaft, Dreifelderwirtschaft, sowie über den Biotopkomplex bei Eggenthal.