Michaela Kirchmeier ist nach über 40 Jahren im Bayerischen Schuldienst aus ihrem Amt als Rektorin der Hahnenkammschule in Heidenheim ausgeschieden. Eine Verabschiedungsfeier an der Schule würdigte am 17. Juli ihre berufliche Laufbahn und ihr Engagement für die Einrichtung. Kirchmeier kam 2007 als Lehrkraft nach Heidenheim und war zunächst als Mobile Reserve tätig. 2008 wurde sie zur Konrektorin der Hahnenkammschule ernannt und arbeitete unter Rektor Wolfgang Frank. Später übernahm sie die Position der Rektorin. In ihrer Amtszeit begleitete sie das MAP-Projekt, brachte die Schule ins Startchancen-Programm und in den Forschungsverbund Schule macht stark – SchuMaS.
Das Programm der Feier umfasste Auftritte von Schülergruppen, darunter die Klassen 1a und 3a mit einem Tanz zum Lied Probier‚s mal mit Gemütlichkeit sowie die Klasse 4a mit dem Song Believer. Die Schüler überreichten Kirchmeier einen Wanderrucksack, in den jeder Schüler Wunschworte und Wanderutensilien legte. Schülersprecher Kevin Masiarczyk beschrieb die Zeit an der Schule als lange Wanderung bei der man nie alleine war und überreichte einen Brotzeitkorb. Zwölf Ethikkinder der 3. Klasse überbrachten Wünsche aus ihren Herkunftsländern und meinten, dass sie hier alle Kinder dieser einen Welt sind. Bei manchen Darbietungen der Schüler zeigte sich die beliebte und geschätzte Rektorin doch etwas bewegt.
Konrektor Florian Schenk dankte Kirchmeier in seiner Begrüßung für all die Jahre und die Kraft, die sie in die Schule investiert habe. Schulrat Franz Josef Heller würdigte in seiner Laudatio ihre vielfältige Tätigkeit im Schuldienst, die neben ihrer Arbeit an der Hahnenkammschule auch Lehrtätigkeit im Ausland, Sporthilfe, Erwachsenenbildung in Eichstädt und Fachberatung in Englisch umfasste. Der Elternbeirat überreichte einen Spalter Regenschirm und ein Tragerl Spalter Bier. Pfarrer Wolfgang Schmitz dankte für die Bedeutung des religiösen Lebens und der Schulgottesdienste an der Schule und überreichte ein passendes Urlaubspräsent für die Nord- und Ostsee-Urlaube.
Der ehemalige Schulverbandsvorsitzende Heinz Meyer betonte, dass Kirchmeier für die Hahnenkammschule ein Glücksfall war und dass die Pädagogin das Amt als Berufung verstand. Bürgermeister Karl Schirmer dankte für das langjährige Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Christine Schneider-Ebert und Florian Schenk erinnerten in einer humorvollen Dialogrede an Kirchmeiers Zeit als Englischlehrerin, an ihre Wanderleidenschaft und an ihr engagiertes Handeln in der Qualizeit.
Schenk berichtete, dass Kirchmeier sehr viele Ideen einbrachte und er von ihr in kurzer Zeit viel gelernt habe. Schenk erinnerte, dass ein Schüler einmal sagte: Die Kirchmeier hat auch manchmal nei kaut, aber bei der hoscht was glernt. Kirchmeiers Vermächtnis an der Schule war ein gute familiäre Zusammenarbeit. In ihrer Abschiedsrede dankte Sie allen Helfern und Mitwirkenden für diese Feier. Sie sagte, dass die Hahnenkammregion ihr Herz im Sturm erobert habe und die Schule ihr ans Herz gewachsen sei.
Sie betonte das Schulmotto Gemeinsam leben und Lernen und hob die Zusammenarbeit von Grund- und Mittelschule von der ersten bis zur neunten Klasse unter einem Dach hervor und meinte Hände weg von dieser Schule, wobei sie hier auf die Abrissgedanken anspielte. Kirchmeier äußerte sich erfreut auf das kommende Privatleben mit ihrer Familie. Das Lehrerkollegium sang mit Instrumentalbegleitung durch Gerhard Luff die Lieder Geh unter der Gnade Gottes und Möge die Straße uns zusammenführen. Die Feierstunde endete mit einem Video über Heidenheim und die Hahnenkammschule sowie mit einem Empfang mit Getränken und Imbiss.