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Amtliches Mitteilungsblatt Gemeinde Mönchsroth
Ausgabe 3/2026
Nachrichten anderer Stellen und Behörden
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Landratsamt Ansbach

Landrat Dr. Jürgen Ludwig wirbt für die Ausbildung als Techniker/in für Umweltschutztechnik und regenerative Energien am BSZ Triesdorf.

Die Stadt Wolframs-Eschenbach zeichnet besonders ihr historischer Charakter aus. Eine Fachveranstaltung hier widmet sich dem Denkmalschutz als Chance.

Mit Technik die Energiewende gestalten: Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker für Umweltschutztechnik und regenerative Energien

Der Landkreis Ansbach macht auf ein zukunftsorientiertes Bildungsangebot in Triesdorf aufmerksam: An der Fachschule für Umweltschutztechnik und regenerative Energien am BSZ Triesdorf können sich Fachkräfte zum „Staatlich geprüften Techniker für Umweltschutztechnik und regenerative Energien“ weiterqualifizieren. Die praxisnahe Ausbildung richtet sich an alle, die ihre berufliche Zukunft in den Bereichen Umwelt, Klima und Energie sehen und aktiv an nachhaltigen Lösungen mitarbeiten möchten.

Die Weiterbildung ist auf DQR-Niveau 6 eingeordnet und entspricht damit dem Abschluss Bachelor Professional in Technik. Absolventinnen und Absolventen erwerben die Kompetenz, technische Lösungen für Umwelt- und Energiefragen zu planen, umzusetzen, zu überwachen und zu optimieren. Damit eröffnen sich ihnen vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Unternehmen ebenso wie im öffentlichen Dienst. Voraussetzung für die Aufnahme ist eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung in grünen Berufen, Berufen der Baubranche oder der Elektrotechnik mit einjähriger Berufspraxis, sowie entsprechende Berufspraxis. Die Weiterbildung dauert zwei Jahre in Vollzeit. Abgeschlossen wird sie mit der Prüfung zum „Staatlich geprüften Techniker für Umweltschutztechnik und regenerative Energien“. Inhaltlich deckt die Ausbildung ein breites Spektrum an Zukunftsthemen ab. In der Energietechnik werden unter anderem Wärmepumpen, Photovoltaik, Geothermie, Wind- und Wasserkraft sowie Biogasanlagen behandelt. Ergänzend erwerben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kenntnisse in der Energieberatung. Ein integrierter Abschluss als Gebäudeenergieberater ermöglicht es zudem, Energieausweise für Wohngebäude auszustellen.

Naturwissenschaftliche Grundlagen wie Chemie, Physik, Elektrotechnik, Konstruktion und Mathematik bilden das technische Fundament. Hinzu kommen rechtliche Inhalte aus Umwelt- und Verwaltungsrecht sowie betriebswirtschaftliche und organisatorische Kompetenzen in Umweltmanagement, Projektmanagement und Betriebswirtschaft. Ein besonderes Profil erhält die Ausbildung durch die Schwerpunkte am Standort Triesdorf. Dazu zählen Themen der Abfallwirtschaft, des Gewässerschutzes und der Abwassertechnik sowie der Trinkwasseraufbereitung in Zusammenarbeit mit den Wasserwirtschaftsämtern. Die enge Verbindung von Theorie und Praxis sorgt dafür, dass die Absolventinnen und Absolventen gezielt auf reale Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereitet werden.

Nach erfolgreichem Abschluss stehen zahlreiche berufliche Perspektiven offen. Einsatzmöglichkeiten bestehen unter anderem in der Energieberatung, im Umweltmanagement, in der Planung und Überwachung umwelttechnischer Projekte sowie in der technischen Beratung für erneuerbare Energien. Auch Tätigkeiten bei Wasserwirtschaftsämtern sind möglich. Darüber hinaus bietet der Abschluss eine solide Grundlage für ein weiterführendes Studium, wobei Anrechnungen je nach Hochschule möglich sind.

Eine Anmeldung für die Weiterbildung für das Schuljahr 2026/2027 ist bis 20.04.2026 möglich. Informationen sind unter www.bsz-ansbach.de oder telefonisch unter 09826/65888-0 abrufbar.

Denkmalschutz als Chance

Wie lässt sich ein altes Gebäude nicht nur bewahren, sondern fit für die Zukunft machen? Unter dem Titel „Denkmalschutz als Chance – Gebäude zukunftssicher erhalten“ lädt das Regionalmanagement am Landratsamt Ansbach am Dienstag, 21. April 2026, ab 14 Uhr zu einer Fachveranstaltung in den Bürgersaal des Rathauses Wolframs-Eschenbach (Wolfram-von-Eschenbach-Platz 1), ein. „Vertreter aus Architektur, Verwaltung und Denkmalpflege geben praxisnahe Einblicke, wie Tradition und zeitgemäße Anforderungen im Bauwesen zusammenfinden können“, erläutert Regionalmanagerin Andrea Denzinger.

Ab 14 Uhr sind die Türen geöffnet: Besucherinnen und Besucher können sich an Informationsständen austauschen und vernetzen. Gezeigt werden auch die Ausstellung „Architektur im Dialog“ sowie gelungene Beispiele für Um- und Ausbauten im Landkreis Ansbach. Um 14.15 Uhr begrüßen Bürgermeister Michael Dörr und Landrat Dr. Jürgen Ludwig die Teilnehmenden offiziell.

Den Auftakt der Fachleute gestalten um 14.25 Uhr Angela Kretzer von der Denkmalschutzbehörde am Landratsamt Ansbach und Katharina Sauer von der Städtebauförderung an der Regierung von Mittelfranken. In ihrem Vortrag „Denkmalschutz im Landkreis Ansbach – Aufgaben, Abläufe und gelungene Beispiele“ zeigen sie, wie rechtliche Vorgaben, technische Anforderungen und örtliche Gegebenheiten in Einklang gebracht werden können. Aktuelle Gesetzesänderungen und Sanierungen runden ihren Beitrag ab. Um 14.45 Uhr folgt das Thema „Finanzen, Förderungen und Steuern im Blick“ mit Michael Dörr und Frank Schöttler von der Sparkasse Mittelfranken-Süd. Sie informieren über finanzielle Fördermöglichkeiten und steuerliche Vorteile, die bei der Sanierung von Einzeldenkmälern oder Gebäuden in Sanierungsgebieten sowohl Eigentümerinnen und Eigentümern als auch Vermietenden offenstehen. Ab 15.15 Uhr erläutert Franziska Haas, Referentin für Kommunale Denkmalkonzepte beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD), das „Kommunale Denkmalkonzept (KDK) als Instrument der nachhaltigen Ortsentwicklung“. Am Beispiel des KDK der Stadt Feuchtwangen zeigt sie auf, wie Denkmalschutz und erneuerbare Energien Hand in Hand gehen können. Zudem stellt sie weitere Angebote des BLfD vor.

Nach einer Pause spricht um 16.15 Uhr Klaus-Jürgen Edelhäuser, Beratender Ingenieur der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, zum Thema „Potenzial Denkmal“. Er macht deutlich, dass energetische Verbesserungen bei historischen Bauten möglich sind, wenn Analyse und Konzept sorgfältig auf den Bestand abgestimmt werden. Anhand praktischer Beispiele werden gängige Methoden und Regelwerke vorgestellt. Den Abschluss um 17 Uhr gestaltet Stefan Ziegler, Diplom-Ingenieur (univ.), mit dem Vortrag „Denkmalsanierung konkret – Alte Vogtei in Wolframs-Eschenbach“. Anhand der Generalsanierung der „Alten Vogtei“, die als Gasthaus und Hotel dient, zeigt er, wie die Kommune als Bauherrin eine historische Immobilie erfolgreich neu belebt. Anschließend ist ein gemeinsamer Rundgang durch das Gebäude vorgesehen.

Begleitet wird die Veranstaltung von zahlreichen Partnern, darunter die Stadt Wolframs-Eschenbach, das Amt für Ländliche Entwicklung, die Bayerische Ingenieurekammer-Bau, das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, das Flächensparmanagement der Regierung von Mittelfranken, die Kulturförderung des Bezirks Mittelfranken sowie die Städtebauförderung der Regierung von Mittelfranken. Der Eintritt ist frei; um Anmeldung bis 13. April wird unter www.landkreis-ansbach.de (Suche: Denkmalschutz als Chance) gebeten.