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Amtliches Mitteilungsblatt Gemeinde Mönchsroth
Ausgabe 5/2026
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Landratsamt Ansbach

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann überreichte Landrat Dr. Jürgen Ludwig zum Abschied einen bayerischen Löwen.

Nach der letzten Kreistagssitzung der zu Ende gehenden Wahlperiode (von links): Innenminister Joachim Herrmann, Karin Ludwig, Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Regierungspräsidentin Dr. Kerstin Engelhardt-Blum und Rico Anton, Landrat des Partnerlandkreises Erzgebirgskreis. Fotos: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein

Ein letztes Mal trat im Evangelischen Bildungszentrum auf dem Hesselberg der Kreistag der Wahlperiode 2020 bis 2026 zusammen. In der Sitzung, an der zahlreiche Ehrengäste teilnahmen, wurden viele Kreisrätinnen und Kreisräte verabschiedet und für lange Zugehörigkeit geehrt. Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein

Der Rekord liegt bei 237.038 gesammelten Radkilometern - dieses Ergebnis von 2024 gilt es beim diesjährigen STADTRADELN zu toppen. Der Landkreis Ansbach nimmt bereits zum fünften Mal an der internationalen Fahrradkampagne teil. Ziel ist es, möglichst viele Alltagswege mit dem Rad zurückzulegen. Egal ob auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit - jeder Radkilometer trägt zum Klimaschutz bei und fördert die eigene Gesundheit. Mitmachen können alle, die im Landkreis Ansbach wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder zur (Hoch-) Schule gehen. Dabei spielt es keine Rolle, wo die Radkilometer gesammelt werden. Der Aktionszeitraum beginnt am 22. Juni 2026, wenn es wieder heißt "In die Pedale, fertig, los!". Nutzen auch Sie das dreiwöchige Zeitfenster und melden sich kostenlos unter www.stadtradeln.de/landkreis-ansbach an. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Klimaschutzmanagement des Landkreises Ansbach per Mail an klimaschutz@landratsamt-ansbach.de oder telefonisch unter der Rufnummer 0981/468-1030.

 

 

Goldener Ehrenring und stehender Applaus für Landrat Dr. Jürgen Ludwig

In der letzten Kreistagssitzung der aktuellen Periode ist Landrat Dr. Jürgen Ludwig nach 14 Jahren an der Spitze des Landkreises Ansbach mit stehendem Applaus verabschiedet und mit dem Goldenen Ehrenring des Landkreises Ansbach ausgezeichnet worden. Wegbegleiter aus Politik und Verwaltung würdigten sein Wirken als engagierter Kommunalpolitiker, verlässlicher Krisenmanager und überzeugter Unterstützer der Region. Der Goldene Ehrenring ist die höchste Auszeichnung des Landkreises Ansbach. Es darf höchstens 20 lebende Träger geben.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bezeichnete Ludwig als "leidenschaftlichen Kommunalpolitiker mit Haltung", der dem Landkreis Ansbach über 14 Jahre hinweg ein klares Profil gegeben habe. Die positive Entwicklung - von niedriger Arbeitslosigkeit über hohe Sicherheit bis hin zu Investitionen in Bildung und Infrastruktur - sei eng mit seiner Amtszeit verbunden. Dr. Ludwig habe Verantwortung übernommen, auch in schwierigen Phasen Entscheidungen getroffen und sich stets als Partner der Gemeinden, Bürger und Betriebe verstanden. Sein Einsatz für Ehrenamt, medizinische Versorgung und Katastrophenschutz habe den Landkreis Ansbach nachhaltig gestärkt. Herrmann betonte zugleich die grundlegende Bedeutung der Kommunalpolitik für die Demokratie insgesamt.

Der Stellvertretende Landrat Hans Henninger hob insbesondere Dr. Ludwigs großen persönlichen Einsatz in herausfordernden Zeiten hervor. Ob während der Flüchtlingskrisen 2015 und 2022, der Corona-Pandemie oder bei strukturellen Fragen im Gesundheitswesen - er habe stets mit "Vernunft und Weitsicht" gehandelt und die Kommunen verlässlich begleitet. Auch Projekte wie die Stationierung des Rettungshubschraubers in Sinbronn bei Dinkelsbühl, die Stärkung des Katastrophenschutzes, die Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle in Ansbach-Brodswinden sowie Fortschritte im öffentlichen Nahverkehr, etwa die Reaktivierung der Hesselbergbahn und die Weiterentwicklung der S4, seien seinem Einsatz zu verdanken. Die Würdigung des Ehrenamts, unter anderem durch die Einführung von Ehrenamtsabenden, sowie die Fürsprache für die Regionalentwicklung, den Naturschutz und die Teichwirtschaft seien prägend gewesen.

Als "sachlich, verlässlich und von großem Arbeitseinsatz geprägt" beschrieb der Weitere Stellvertretende Landrat und CSU-Fraktionsvorsitzende Stefan Horndasch für den Kreistag den scheidenden Landrat. Dr. Ludwig habe Themen stets durchdrungen, Entscheidungen faktenbasiert vorbereitet und dabei auf Dialog und Beteiligung gesetzt. Die Arbeit habe er konsequent als Teamaufgabe verstanden, Verwaltung und Gremien eingebunden sowie Mitarbeitern Rückhalt gegeben - auch in schwierigen Situationen. Sein unermüdlicher Einsatz bei der Wahrnehmung von Terminen bei Feuerwehren, Vereinen und Verbänden habe ihm hohe Anerkennung eingebracht.

Der Landrat des Erzgebirgskreises, Rico Anton, betonte die gewachsene Partnerschaft der beiden Landkreise, die sich über Jahrzehnte hinweg zu einer engen Freundschaft entwickelt habe. Der Austausch habe geholfen, gemeinsame Lösungen für ähnliche Herausforderungen zu finden und werde auch künftig Bestand haben. Seine Einladung, auch den Erzgebirgskreis zu besuchen, richtete der Landrat des Partnerlandkreises an Dr. Ludwig persönlich und spielte dabei auf dessen Reisevorlieben an: "Denk' immer daran, Schottland ist schön, aber die haben nur Hügel, wir haben ein Gebirge!"

In seiner Abschiedsrede zeigte sich Dr. Jürgen Ludwig persönlich bewegt. "Es ist ein Abschied, den ich mir nicht ausgesucht habe." Die Aufgabe habe ihn stets erfüllt, auch wenn sie mit großen Herausforderungen verbunden gewesen sei. Rückblickend nannte er als Leitlinien seines Handelns die Orientierung an der Sache, das Miteinander, die Fürsorge für Bürger und Mitarbeiter sowie den Anspruch, konkrete Ergebnisse zu erzielen und Entwicklungen voranzubringen. "Erfolg ist immer Teamsache", betonte er und dankte den Mitarbeitern, den Kreisgremien, den Kommunen sowie den Ehrenamtlichen für deren Einsatz und die Zusammenarbeit.

Zugleich rief Dr. Ludwig dazu auf, auch künftig den Dialog zu suchen und Brücken zu bauen: "Ohne Vertrauen kein Gespräch. Und ohne Gespräch kein Vorankommen." Mit Blick auf die vergangenen Jahre zog er eine insgesamt positive Bilanz: "Ich blicke mit Zufriedenheit und Dankbarkeit auf das gemeinsam Erreichte zurück. Und das ist aus meiner Sicht viel." Der Abschied markiere für ihn und seine Frau den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. "Und wir sehen das positiv." Dem Landkreis Ansbach wünschte er für die Zukunft "alles Gute und Gottes reichen Segen".

 

 

 

Kreisräte mit Dank und Auszeichnungen verabschiedet

"Der Kreistag lebt von Menschen, die ihre Erfahrung aus Beruf und Ehrenamt einbringen, Verantwortung übernehmen, unterschiedliche Interessen sorgfältig abwägen und am Ende auch Mehrheitsentscheidungen mittragen." Mit diesen Worten, einem großen Dank und vielen Auszeichnungen hat Landrat Dr. Jürgen Ludwig in der letzten Kreistagssitzung der aktuellen Periode zahlreiche Kreisrätinnen und Kreisräte verabschiedet.

In den vergangenen sechs Jahren sei die Arbeit im Kreistag geprägt gewesen von außergewöhnlichen Belastungen, so der Landrat: Pandemie, Ukrainekrieg, Energie- und Versorgungskrise, steigende finanzielle Risiken und zugleich der Anspruch, den Landkreis Ansbach handlungsfähig zu halten. Gerade unter diesen Bedingungen habe sich gezeigt, wie wertvoll die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Kreistag, Verwaltung, Gemeinden und vielen weiteren Partnern ist. Gleichzeitig seien greifbare Ergebnisse erzielt worden: Investitionen in Schulen, Straßen, Liegenschaften und Digitalisierung, große Projekte wie der Neubau der Realschule Heilsbronn, die Integrierte Leitstelle und das BSZ Triesdorf sowie eine weiterhin solide, wenn auch spürbar anspruchsvolle Finanzentwicklung.

Auch bei Zukunftsthemen seien wichtige Weichen gestellt worden, so Dr. Ludwig. Der Landkreis decke rechnerisch mehr als 160 Prozent seines Stromverbrauchs aus eigenen erneuerbaren Energien, die Nördliche Hesselbergbahn sei seit Ende 2024 wieder in Betrieb, und mit dem Beschluss zur Weiterentwicklung von ANregiomed seien die Standorte Ansbach, Dinkelsbühl und Rothenburg für die künftige Versorgung gesichert worden. Das zeige, dass Kommunalpolitik unter schwierigen Bedingungen gestalte.

Die Verdienstmedaille in Gold erhielten Susanne Friedrich (Feuchtwangen), Jan Helmer (Windsbach), Stefan Maul (Mitteleschenbach) und Anna-Maria Wöhl (Bruckberg). Sie wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich um den Landkreis Ansbach auf politischem, kulturellem, sportlichem, sozialem oder wirtschaftlichem Gebiet hervorragende Verdienste erworben haben. Kreisrätinnen und Kreisräte können die Auszeichnung nach mindestens 24-jähriger Tätigkeit im Kreistag erhalten.

Die Verdienstmedaille in Silber wurde Alfons Brandl (Herrieden), Martin Günther (Bechhofen), Carola Güntner-Hoppe (Aurach), Dr. Christoph Hammer (Dinkelsbühl), Gerhard Korn (Neuendettelsau), Herbert Lindöfer, Birgit Meyer (beide aus Feuchtwangen), Gabriele Müllender (Rothenburg), Johann Popp (Merkendorf), Christine Reitelshöfer (Petersaurach), Edith Stumpf (Mönchsroth), Martin Stümpfig (Feuchtwangen) und Friedrich Zinnecker (Langfurth) verliehen. Kreisrätinnen und Kreisräte können die Auszeichnung nach mindestens 18-jähriger Tätigkeit im Kreistag erhalten. Mit Kurt Gerhäußer erhielt auch ein Mitarbeiter der Verwaltung die Verdienstmedaille in Silber. Gerhäußer ist Sachgebietsleiter der Sozialhilfeverwaltung und hatte in dieser Position entscheidenden Anteil an der Bewältigung der großen Asylkrisen, insbesondere von 2014 bis 2016 und von 2022 bis 2024. Landrat Dr. Jürgen Ludwig lobte sein Fachwissen, sein lösungsorientiertes Handeln und seinen immensen persönlichen Einsatz bei der Suche und der Einrichtung neuer Unterkünfte für Asylbewerber, Flüchtlinge und Migranten. Unter anderem habe er unterschiedlichste Interessen vor Ort in Ausgleich bringen und auch unpopuläre Entscheidungen gegenüber erbosten Bürgern vertreten müssen. Gerhäuser sei rund um die Uhr erreichbar gewesen, zahlreiche Abend- und Wochenendeinsätze bewältigt und dennoch ein immer offener Ansprechpartner für Kolleginnen und Kollegen geblieben. Maßgebliche Unterstützung habe er auch bei der Unterbringung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen geleistet.

Die Landkreisnadel für mindestens 12-jährige Tätigkeit im Kreistag erhielten Lutz Egerer (Petersaurach), Rainer Erdel (Dietenhofen), Wolfgang Hauf (Feuchtwangen), Kurt Held (Dietenhofen), Hans Henninger (Flachslanden), Isabella Hirsch (Feuchtwangen), Klaus Miosga (Langfurth), Dr. Jürgen Pfeiffer (Heilsbronn), Uwe Reißmann (Windsbach), Patrick Ruh (Feuchtwangen), Gabi Schaaf (Heilsbronn), Dr. Wolfgang Scheurer (Rothenburg), Jürgen Schilling (Rothenburg), Johannes Schneider (Adelshofen), Dr. Hermann Schröter (Weihenzell), Gerhard Siegler (Weidenbach), Walter Soldner (Feuchtwangen) und Friedrich Steinacker (Ehingen).

Für folgende Kreisrätinnen und Kreisräte endet zum 30. April 2026 ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Kreistag des Landkreises Ansbach: Michael Beuckert (Steinsfeld, 2020 bis 2026), Karin Brenner (Oberdachstetten, 2025 bis 2026), Lutz Egerer (Petersaurach, 2011 bis 2026), Susanne Friedrich (Feuchtwangen, 2002 bis 2026), Holger Göttler (Dinkelsbühl, 2020 bis 2026), Wolfgang Hauf (Feuchtwangen, 2009 bis 2026), Kurt Held (Dietenhofen, 2014 bis 2026), Heinz Henninger (Dietenhofen 1990 bis 2026), Friedrich Herz (Feuchtwangen, 1990 bis 2026), Philipp Hörber (Weiltingen, 2020 bis 2026), Stefan Klein (Dinkelsbühl, 2020 bis 2026), Klaus Miosga (Langfurth, 2014 bis 2026), Gabriele Müllender (Rothenburg, 2008 bis 2026), Stefanie Nejedlo (Leutershausen, 2020 bis 2026), Uwe Reißmann (Windsbach, 2014 bis 2026), Günter Renner (Neuendettelsau, 2020 bis 2026), Dr. Wolfgang Scheurer (Rothenburg, 2014 bis 2026), Peter Schlegel (Steinsfeld, 2020 bis 2026), Klaus Schülein (Wassertrüdingen, 2022 bis 2026), Wolfgang Seidel (Windsbach, 1996 bis 2026), Dr. Herbert Sirois (Feuchtwangen, 2020 bis 2026), Michael Sommer (Wilburgstetten, 2020 bis 2026), Edith Stumpf (Mönchsroth, 2008 bis 2026), Stefan Ultsch (Wassertrüdingen, 2020 bis 2026), Doris Unger (Bechhofen, 2020 bis 2026), Anna-Maria Wöhl (Bruckberg, 2002 bis 2026) und Friedrich Zinnecker (Langfurth, 2008 bis 2026).