Im Rahmen des Bauhüttenprogramms des Oberen Werntals fand der Vortrag zum Thema „Wertermittlung bei Haus- und Hofverkauf - gefühlter Wert und tatsächlicher Wert“ statt.
Der zertifizierte Gutachter und Sachverständige Hendrik Lindemann (Sachverständigenbüro Schweinfurt) gab Einblicke in die oft unterschätzte Diskrepanz zwischen emotionalem und realem Immobilienwert.
Gerade bei langjährigem Familienbesitz spielt die persönliche Bindung eine große Rolle. Für den Verkauf ist jedoch ausschließlich der objektiv ermittelte Verkehrswert entscheidend. Dabei ist es die Aufgabe des Gutachters eine möglichst neutrale und sachliche Einschätzung vorzunehmen. Wichtig ist: Die Bezeichnung „Gutachter“ ist geschützt und steht für qualifizierte Fachleute. Das entsprechende Bewertungsverfahren liefert eine fundierte Grundlage für die Ermittlung realer Gebäudewerte.
Objektive Bewertungsverfahren und deren Anwendungsgebiete:
Vergleichswertverfahren: praktiziert bei einheitlichen Objekten in städtischen Lagen zum Beispiel bei Reihenhäusern oder Garagen.
Ertragswertverfahren: Geeignet für Mehrfamilienhäuser, bei Mietobjekten, deren Erträge sich rechnerisch darstellen lassen
Sachwertverfahren: Typisch für Einfamilienhäuser und Höfe - Grund und Boden werden berücksichtigt, sowie die Herstellungskosten des Gebäudes. Für die Ermittlung der Herstellungskosten sind im Internet entsprechende Listen verfügbar, die zur groben Orientierung dienen, jedoch nicht die alleinige Basis bilden. Zuzüglich ist eine professionelle Bewertung eines Sachverständigen nötig. In ländlichen Gebieten ist die Bewertung der Immobilien oft aufwändiger, da die Häuser individueller und besser ausgestattet sind.
Ein wichtiger Begriff ist der Verkehrswert: der Preis, der unter normalen Marktbedingungen nach Zustand, Lage und vergleichbaren Objekten erzielt werden kann. Wichtig dabei ist zu wissen, dass der Verkehrswert nicht der Grundsteuerbasis entspricht.
Als praktischen Tipp gab der Referent mit auf dem Weg, vor Verkauf das Objekt möglichst gepflegt zu präsentieren, geräumt und gesäubert, ohne größere, teure Investitionen durchzuführen.
Fazit: Der gefühlte Wert spielt eine Rolle beim Verkaufspreis, doch objektive Verfahren liefern die fundierte Grundlage.
Nächster Bauhütten Vortrag am 21.05.2026 ab 19 Uhr in Niederwerrn.
Anmeldungen und Information unter www.oberes-werntal.de oder Tel. 09726 915527
13. und 14. Juni, Samstag 14 - 18 Uhr, Sonntag 11 - 17 Uhr
Seit nunmehr zwanzig Jahren gibt es den Tag des Offenen Ateliers im Oberen Werntal. Unschön unterbrochen von Corona, fiel auch noch die Förderung durch die EU weg. Eine Handvoll Künstler und Kunsthandwerker organisiert seitdem die beiden Ausstellungstage in Eigenregie. Allerdings immer tatkräftig unterstützt von der Allianz Oberes Werntal unter der Leitung von Eva Fenn.
2026 nun beteiligen sich 17 Künstler/innen und Kunsthandwerker am Tag des Offenen Ateliers. Eine denkbar spannende Bandbreite erwartet die interessierten Besucher:
Keramik, Skulptur, Zeichnung und Malerei, Metallkreationen und Buchkunst, Glasperlenunikate, Kunstwerke aus Wolle und Garn, Schmiedekunst und Damastschmiedearbeiten gibt es zu bewundern und zu kaufen.
An vier Orten findet die Veranstaltung statt: Oberwerrn, Obbach, Hambach und Wasserlosen.
Aussteller sind:
Karin Lorenz, Monika Arbter, Nicole Reichert, Marthy Steller-Vrolyk, Monika Tinkl, Sabine Supik, Olena Korchmynska, Hanne Walz, Eva Sauer, Wolfgang Kohlhepp, Karl-Heinz Simon, Ursula Mohr-Endres, Degenhardt Endres, Tamara Eckert, Eveine Ohrem, Thomas Baum und Sabine Schobner.
In Hambach findet am Samstag eine Malaktion statt, in Wasserlosen gibt es Kaffee und in Obbach Kaffee und Kuchen, sowie Spezialitäten vom Grill.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://oberes-werntal.de/kultur
Die Lieblingsplatz-Radtour war auch in diesem Jahr wieder ein echtes Highlight.
Erstmals startete die Veranstaltung in allen zehn Gemeinden der ILE Oberes Werntal, nicht nur in Oerlenbach. Vor dem Start wurden die Teilnehmer von den jeweiligen Bürgermeistern oder deren Vertretung begrüßt. Danach ging es individuell oder in Gruppen auf die abwechslungsreiche Strecke der fünf ausgeschilderten Radtour-Angebote.
Besondere Anziehungspunkte waren die sieben Einkehrstationen wie die Storchenmühle bei Kronungen, das Musikerheim in Oerlenbach, das Hühnernest in Hambach, die Neue Mitte Niederwerrn, die Musikantenscheune in Greßthal, der Fränkische Hof in Geldersheim oder die Gastfreundschaft im ehemaligen Forsthaus Werneck bei Nicole Kuhn und Bastian Neder. Sie boten nicht nur eine willkommene Möglichkeit zur Pause, sondern auch Gelegenheit, regionale Spezialitäten zu genießen, sich auszutauschen und neue Energie zu tanken.
Überall herrschte eine entspannte, gesellige Atmosphäre - alte Bekannte trafen sich, neue Bekanntschaften wurden geschlossen - der Gemeinschaftsgedanke, der diese Veranstaltung so besonders macht, war vielerorts erstmals auch in der gesamten ILE spürbar.
Auch das Wetter spielte mit und trug seinen Teil zu einem rundum gelungenen Tag bei. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, die Tour in ihrem eigenen Tempo zu fahren - ob sportlich ambitioniert oder ganz entspannt mit Familie und Freunden.
Die Lieblingsplatz-Radtour hat einmal mehr gezeigt, wie viel Lebensqualität in gemeinsamen Erlebnissen und in unserer Heimat steckt. Informationen zum Angebot der „Lieblingsplätze“, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erlebbar, gibt es unter www.oberes-werntal.de in der Rubrik Naherholung.
Am 9. und 10. Mai haben wir auf dem Schlossgut Obbach das 10-jährige Bestehen der Öko-Modellregion Oberes Werntal gefeiert.
In wunderschöner Kulisse kamen zahlreiche Besucherinnen und Besucher zusammen, um gemeinsam auf eine erfolgreiche Dekade zurückzublicken und die Vielfalt des Ökolandbaus in der Region zu erleben.
Insgesamt waren 24 Stände aus der Region vertreten, die eindrucksvoll gezeigt haben, wie lebendig und vielseitig die Bio-Region aufgestellt ist.
Besonders im kulinarischen Bereich wurde deutlich, was „bio-regional“ bedeuten kann: Landwirte sowie Akteurinnen und Akteure aus der Region sorgten für ein vielfältiges Angebot.
So gab es unter anderem Bio-Rindburger vom Flachhof Andres Römert, Bio-Angus-Bratwürste vom Lindenhof in Dittelbrunn sowie ein leckeres Chili sin Carne vom Kindergarten Greßthal. Der Siebenäckerhof aus Niederwerrn versorgte die Besucherinnen mit leckerem Bio-Eis und selbst hergestellten Kartoffelspiralen. Für passende Getränke sorgte das Bio-Weingut Sebastian Huter aus Theilheim mit einer Auswahl an Weinen, während das Schlossgut Obbach selbst mit Kaffee und Kuchen verwöhnte.
Auch für Kinder wurde einiges geboten: Ein abwechslungsreiches Kinderprogramm rund um das Thema Ökolandbau lud zum Mitmachen und Entdecken ein.
Ein besonderes Highlight waren die Streichelponys der Familie Ammon aus Niederwerrn (Wiesmühle), die vor allem bei den jüngeren Besucherinnen und Besuchern großen Anklang fanden.
Das Schlossgut Obbach bot dafür die ideale Atmosphäre: ein besonderer Ort, der Genuss, Austausch und Information auf angenehme Weise miteinander verbunden hat.
Auch inhaltlich hatte die Jubiläumsfeier einiges zu bieten.
Verschiedene Sprecherinnen und Sprecher aus der Region gaben spannende Einblicke in die Entwicklung und Bedeutung des Ökolandbaus. Ludwig Nätscher, 1. Bürgermeister von Poppenhausen, übernahm die Sprecherrolle für die Öko-Modellregion.
Im Anschluss begrüßte Dr. Prof. Andreas Schäfer die Gäste auf seinem Anwesen. Weitere Grußworte sprachen Dr. Anja Weisgerber, Florian Töpper, Landrat des Landkreises Schweinfurt, sowie Mario Götz als Vertreter des Landrates von Bad Kissingen.
Auch Claudia Heid von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising würdigte die Bedeutung der Öko-Modellregionen. Julia Gerstberger vom Amt für Ländliche Entwicklung unterstrich zudem die wichtige Arbeit der Öko-Modellregion Oberes Werntal. Besonders gefreut hat uns, dass mit Ankathrin Paar und Anja Scheurich auch zwei frühere Projektmanagerinnen vertreten waren, die die Öko-Modellregion in ihren Anfangsjahren maßgeblich geprägt haben.
Schön war auch das Muttertagsfrühstück der Bäckerei Wolz, für das sich rund 150 Gäste im Vorfeld angemeldet hatten.
Das Frühstück war hervorragend organisiert und erhielt viel Lob von den Besucherinnen und Besuchern.
Ein großes Dankeschön gilt Dr. Prof. Andreas Schäfer der uns sein schönes Schlossgut zur Verfügung gestellt hat als auch allen Helferinnen und Helfern die beim Auf und Abbau beteiligt waren, ohne Sie wäre die Veranstaltung so nicht möglich gewesen.
Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig, engagiert und zukunftsorientiert der Ökolandbau im Oberen Werntal ist.