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Brensbacher Nachrichten
Ausgabe 25/2026
Kirchliche Nachrichten
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Gedanken zum Wochenende

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Gedanken zum Wochenende stammen diesmal von Miriam von Nordheim-Diehl von der Evangelischen Kirchengemeinde Wersau. Wir vier Kirchengemeinden in Brensbach wünschen Ihnen ein schönes Wochenende.

Anja Encarnacao, Katholische Kirchengemeinde
Miriam von Nordheim-Diehl, Evangelische Kirchengemeinde Wersau
Cyrille Tchamda, Freie Christengemeinde
Matthias Kraft, Evangelische Kirchengemeinde Brensbach

Der Sommer zeigt die Welt von ihrer hellen Seite. Die Tage sind lang. Das Licht erfüllt die Landschaft. Auf den Feldern wächst die Ernte heran, und die Natur steht in ihrer ganzen Kraft. Es scheint, als läge über allem eine besondere Leichtigkeit, gerade, weil die Abende so lange hell sind. Doch das Leben fühlt sich nicht immer so an, wie die Jahreszeit es erwarten lässt. Auch unter blauem Himmel können Menschen müde sein. Nicht jede Last wird leichter, wenn die Sonne scheint. Manche Sorgen begleiten uns über Wochen, Monate oder sogar Jahre. Manches tragen wir sichtbar mit uns herum, anderes verborgen im Herzen. Vielleicht liegt gerade darin die besondere Kraft der Worte Jesu, dem Wochenspruch für diese Sommerwoche: „Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11,28). Er richtet sich nicht an Menschen, die alles geschafft haben. Er spricht diejenigen an, die an Grenzen stoßen. „Kommt her zu mir“, sagt er. Seine Einladung beginnt nicht mit einer Forderung, sondern mit einem Versprechen. Dabei fällt auf, dass Jesus nicht zuerst anbietet, unsere Lasten wegzunehmen. Er verspricht vielmehr Erquickung. Das ist mehr als eine kurze Pause, es ist ein Aufatmen, ein Zur-Ruhe-Kommen, ein neues Aufleben der Seele. Die Last mag noch da sein, aber sie bestimmt nicht mehr alles. Wer erquicklich lebt, gewinnt einen anderen Blick auf das, was ihn belastet. Im Sommer suchen viele Menschen einen Platz im Schatten, wenn die Hitze zu groß wird. Niemand käme auf die Idee, die Mittagssonne um jeden Preis auszuhalten. Wir wissen, dass wir Zeiten der Ruhe brauchen. Vielleicht gilt das nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. Auch sie braucht Orte, an denen sie sich bergen kann. Jesus lädt uns ein, einen solchen Ort bei ihm zu finden. Nicht fern von den Herausforderungen des Lebens, sondern mitten in ihnen. Seine Nähe schenkt keine Welt ohne Lasten, aber sie schenkt die Gewissheit, dass wir sie nicht allein tragen müssen. Ich wünsche Ihnen für die kommenden Sommertage Augenblicke, in denen Sie aufatmen und wirklich zur Ruhe kommen können. Mögen Sie erfahren, dass Gottes Nähe trägt und dass seine Einladung auch heute gilt: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ Amen