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Brensbacher Nachrichten
Ausgabe 32/2026
Kirchliche Nachrichten
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Gedanken zum Wochenende

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Gedanken zum Wochenende stammen diesmal von Cyrille Tchamda von der Freien Christengemeinde. Wir vier Kirchengemeinden in Brensbach wünschen Ihnen ein schönes Wochenende.

Anja Encarnacao, Katholische Kirchengemeinde

Miriam Nordheim-Diehl, Evangelische Kirchengemeinde Wersau

Cyrille Tchamda, Freie Christengemeinde

Matthias Kraft, Evangelische Kirchengemeinde Brensbach

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Von Gottes Licht leben und Freude schenken

Der Sommer im schönen Odenwald hat seinen ganz eigenen Charme. Wenn morgens das Licht über den Hügeln aufgeht, die Felder hell werden und die Natur in voller Kraft steht, dann spürt man etwas von der Schönheit der Schöpfung. Auch hier in Brensbach laden die hellen Tage dazu ein, durchzuatmen, dankbar zu sein und die kleinen Freuden des Lebens neu wahrzunehmen.

Ich persönlich genieße den Sommer besonders, wenn ich im Wald spazieren gehe, die Vögel beobachte, mich an einen See setze und den schönen blauen Himmel bewundere. Die Sommerzeit erinnert mich auch an meine Heimat, und in der Wärme fühle ich mich richtig wohl. Schwitzen gehört für mich dazu. Entschädigt wird man dafür durch das viele Grün, durch das blühende Leben, durch das Zwitschern der Vögel und durch die kleinen Tiere, die überall unterwegs sind. Licht und Sonne bringen Leben.

Licht und Sonne spielen auch in der Bibel eine besondere Rolle. In Richter 5,31 heißt es: „Die ihn liebhaben, sollen sein, wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht.“ Was für ein schönes Bild: Menschen, die Gott lieben, werden mit der aufgehenden Sonne verglichen. Das bedeutet nicht, dass ihr Leben immer einfach oder sorgenfrei ist. Jeder Mensch kennt auch dunkle Tage, Belastungen, Krankheit, Abschiede oder Zeiten der Unsicherheit. Aber der Glaube schenkt die Hoffnung, dass Gottes Licht stärker ist als die Dunkelheit.

Jesus selbst sagt im Johannesevangelium: „Ich bin das Licht der Welt.“ Wer sich an ihm orientiert, muss seinen Weg nicht allein gehen. Dieses Licht gibt Trost, Hoffnung und Orientierung. Es wärmt das Herz, besonders dann, wenn das Leben schwer wird.

Zugleich sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Das ist eine große Zusage. Wer aus Gottes Licht lebt, darf selbst Licht weitergeben. Nicht laut, nicht aufdringlich, nicht perfekt, sondern ganz schlicht im Alltag: durch ein freundliches Wort, ein offenes Ohr, einen Besuch, ein Gebet, einen Anruf oder ein Lächeln.

Gerade der Sommer erinnert uns daran: Es ist eine Zeit, Freude zu haben, aber auch Freude zu schenken. Vielleicht gibt es Menschen in unserer Nachbarschaft, die sich über ein gutes Wort freuen würden. Vielleicht wartet jemand auf einen Anruf. Vielleicht braucht jemand Ermutigung, Aufmerksamkeit oder einfach das Gefühl: „Ich bin nicht vergessen.“

Ein kleines Licht kann einen dunklen Raum heller machen. Ebenso kann eine kleine Geste der Freundlichkeit einen Tag verändern. Wir müssen nichts Großes leisten, um anderen gut zu tun. Oft sind es die einfachen Dinge, durch die Gottes Liebe sichtbar wird.

So wünsche ich uns für diese Sommerzeit im Odenwald offene Augen für die Schönheit um uns herum, dankbare Herzen für Gottes Güte und den Mut, selbst Licht und Freude weiterzugeben.

Denn wer Gottes Licht empfängt, darf auch anderen zum Segen werden.