Ivonne und Anni Herrmann sind meist zuhause. Nicht immer freiwillig, denn Anni leidet seit 2022 an Long-Covid. Lähmende Müdigkeit, extreme Schmerzen und Schwindel bestimmen ihren Alltag.
Seit Anfang 2022 ist für Ivonne Herrmann und ihre 15-jährige Tochter Anni aus Baar-Ebenhausen nichts mehr, wie es war. Anni ist Long-COVID-Patientin, die Diagnose ME/CFS veränderte alles: Wo früher Sport und Fröhlichkeit waren, bestimmen heute extreme Schmerzen, Schwindel und eine lähmende Erschöpfung (Fatigue) den Alltag. Viele betroffene Kinder sind „hausgebunden“ und können oft sogar ihr Kinderzimmer nicht mehr verlassen. „Auch wir kämpfen sehr mit der Isolation“, so Ivonne. Unterstützung und Hilfsangebote sind rar – Ivonnne Herrmann ist nun selbst aktiv geworden und möchte auch anderen Betroffenen helfen: Sie hat die gemeinnützige UG F.U.N. Kids ins Leben gerufen. Das Akronym steht für das Herzstück der Arbeit:
| • | F – Freude: Der Verein schenkt Glücksmomente direkt nach Hause. Ob Besuche von Zauberern, Clowns und Besuchshunden oder Zeichen-, Koch- und Bastelkurse im eigenen Zimmer – es geht darum, die Krankheit für Augenblicke zu vergessen. |
| • | U – Unterstützung: F.U.N. Kids ist erste Anlaufstelle im Behörden-Dschungel, hilft bei Anträgen für Hilfsmittel und zeigt Wege zur sozialen Teilhabe auf. |
| • | N – Nützliches: Durch Aufklärung an Schulen und die Organisation von Hauslehrern oder Tutoren wird versucht, den Anschluss an die Bildung nicht zu verlieren. |
In Deutschland sind schätzungsweise 165.000 Kinder und Jugendliche von diesen chronischen Krankheiten betroffen. Die F.U.N. Kids gUG arbeitet ehrenamtlich und unterstützt diese „Glücksmomente frei Haus“ rein über Spenden. Wenn Sie mehr über die Arbeit von F.U.N Kids erfahren möchten: www.funkids.info