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Gemeindeblatt Üchtelhausen
Ausgabe 14/2024
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Pfarrer Kai Söder und 1. Bürgermeister Johannes Grebner

Steinmonument in Hesselbach erstrahlt in neuem Glanz

Ein denkmalgeschütztes Steinmonument in der Gemeinde Üchtelhausen, Ortsteil Hesselbach, welches lange Zeit dem Verfall preisgegeben war, konnte nun dank einer großzügigen, anonymen Spende restauriert werden.

Die erste Anfrage an die Kirchengemeinde hinsichtlich einer Renovierung des Bildstockes kam im Februar 2022. Daraufhin wurden Angebote bei qualifizierten Restauratoren eingeholt und auch die denkmalschutzrechtliche Erlaubnis für solch eine Maßnahme wurde beantragt. Anfang 2023 erhielt die Gemeinde die Genehmigung für das Vorhaben und Restaurator Petro Schilling aus Königsberg in Bayern erhielt den Auftrag.

Ursprünglich ging man von Kosten um die 2200 Euro und etwa 20 Stunden Arbeitszeit aus, jedoch war nach Beginn der Arbeiten im März 2024 und dem Abtragen von etwa zwei Zentimetern Moos und Flechten das ganze Schadensbild ersichtlich und die Summen mussten nach oben korrigiert werden. Es waren umfangreiche Rekonstruktionen und Verdübelungen notwendig, so dass von zusätzlichen Kosten in Höhe von 2500 bis 3000 Euro und wenigstens 44 Stunden Arbeitszeit auszugehen war.

Aufgrund dieser Erhöhung musste nochmals Rücksprache mit dem Stifter gehalten werden und Gemeindepfarrer Kai Söder diente dabei als Mittelsmann, um die Anonymität des Wohltäters zu wahren. Die Kostensteigerung wurde dann ebenfalls übernommen.

Letztlich werden sich die Gesamtkosten auf 4000 bis 5000 Euro belaufen, abhängig von der tatsächlichen Stundenzahl, wobei sich die Gemeinde Üchtelhausen an der farblichen Auslegung der Inschrift im Sockel mit 800 Euro beteiligte und die Restsumme vom anonymen Geldgeber getragen wird.

Da die Inschrift im Sockel beschädigt und nicht mehr lesbar war, begab man sich auf die Suche nach Quellen für den Text. Dabei fand man heraus, dass der ehemals im Nachbarort Hoppachshof lebende und 1997 verstorbene Lehrer Georg Gimpl einst eine Zeichnung des Bildstockes angefertigt hatte, welche auch wiedergefunden werden konnte. Aufgrund dieser Malerei konnte der Restaurator die Inschrift auf dem Sockel des Kreuzschleppers originalgetreu nachvollziehen und wiederherstellen.

Das “Marderbilt” stand ursprünglich bereits an mehreren anderen Standorten im Dorf, bevor es endgültig am Friedhof aufgestellt wurde. Pfarrer Söder findet den jetzigen Standort sehr schön gewählt, denn “alle Leute, die zum Friedhof hoch gehen, schauen auf den Kreuzschlepper und sehen den, der ihr eigenes Kreuz mit trägt”.

Seit Juni 2024 sind die Arbeiten an dieser Freifigur nun abgeschlossen.