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Gemeindeblatt Üchtelhausen
Ausgabe 25/2023
Aktuelle Vorlauftexte -USR-
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Jahresrückblick 2023

Gewerbe- Misch- und Sondergebiet Zeller Berg:

Nach dem positiven Bürgerentscheid, konnten die Planungen wieder vollumfänglich aufgenommen werden. Mit dem sogenannten Satzungsbeschluss wurde endgültig für Baurecht gesorgt. Die Erschließungsplanung wurde vom Gemeinderat als solche genehmigt und kann nun ausgeschrieben werden. Somit können die Baumaßnahmen für Straßen, Kanal, die Stromversorgung und die Internet- und Telefonversorgung im Frühjahr nächsten Jahres beginnen. Eine schöne Synergie hierbei ist, dass im Zuge dieser Maßnahmen nun auch unsere Grundschule ans Glasfasernetz kostengünstig mit angeschlossen werden kann. Zudem wird die Wasserversorgung so angeschlossen, dass sich ein Ringschluss ergibt. Somit stehen größere Wassermengen sowohl am Sportheim als auch an den späteren baulichen Anlagen zu Verfügung. Die Oberflächenentwässerung wurde dahingehend optimiert, dass das Sammelbecken mit einem dauerhaften Anstau versehen wird. Dieses Wasser kann dann unter anderem der Sportverein für die Bewässerung der Fußballfelder nutzen. Die Norma hat bereits ihren Bauantrag zur Errichtung eines Lebensmittelmarktes eingereicht. Dieser wird nun dem Gemeinderat vorgelegt und nach der Beschlussfassung zur Genehmigung an das Landratsamt weitergeleitet. Auch hier rechne ich mit einem Baubeginn spätestens in der zweiten Jahreshälfte in enger Abstimmung mit den weiteren Baumaßnahmen. So kann im Idealfall parallel gebaut werden. Was das barrierefreie Wohnen und die ärztliche Versorgung betrifft, so sind die aktuell laufenden Gespräche doch sehr positiv. Da diese jedoch auch mit Privateigentum in Verbindung stehen, kann ich zu diesem Zeitpunkt leider noch keine konkreteren Aussagen treffen. Ich bin froh, dass sämtliche Planungen nun diesen Stand erreicht haben und sich die Gemeinde Üchtelhausen in kurzer Zeit in Richtung der eigenen Daseinsvorsorge erheblich weiterentwickeln wird.

ÖPNV

Ebenso wird am Zeller Berg im Zuge der Erschließung der Knotenpunkt, also die Zusammenführung unserer ÖPNV-Linien entstehen. Dieser soll gar zu einem vollumfassenden Verkehrshub ausgestaltet werden. Parkmöglichkeiten mit E-Ladesäule für PKW verbunden mit Car Sharing und auch Stellplätze für E- Bikes mit Lademöglichkeit sollen an diesem Ort kombiniert werden. Daneben hat die Gemeinde den Verkehrsknoten, ebenso wie einen Standort in der Dorfmitte Hesselbach, als ein fester Stützpunkt für das Fahrzeug des Bedarfsverkehres Call Heinz dem Landkreis angeboten. Dieser Rufbus, bereits ein Erfolgsmodell im südlichen Landkreis, wird dann auch in unserer Region voraussichtlich ab August 2024 eingeführt werden. Leider wird sich die vollumfassende Einführung der neuen Buslinien zunächst verschieben. Es ist aktuell noch nicht schlussendlich geregelt, wie das 49,00 EUR Ticket weitergeführt wird, zudem fehlt es weiterhin massiv an Busfahrern und die Energiepreise sind zum aktuellen Zeitpunkt auch nur schwer kalkulierbar. Aktuell würde daher die Ausschreibung von Linien zu massiven Preissteigerungen führen, was aber nötig wäre, damit diese wie ursprünglich geplant auch im August 2024 in Betrieb gehen können. Daher wurde diese Ausschreibung zunächst verschoben. Ungeachtet dessen werden Gespräche mit dem Landratsamt geführt, wie sich die Situation des Nahverkehres in unserer Gemeinde bereits im kommenden Jahr maßgeblich verbessern kann.

Radwegebau

Der Radwegebau an der Goldenen Nuss ist soweit wie geplant abgeschlossen. Die Beschilderung muss noch errichtet werden, ebenso wie die Erneuerung des bereits befestigten Teilstücks in Richtung Hesselbach, welches Anfang nächstes Jahr erfolgen soll. Dennoch ist die Verbindung bereits jetzt befahrbar. Was ich bereits heute anmerken möchte, ist, dass sich auf diesem Weg in Zukunft Radfahrer, Fußgänger und auch landwirtschaftliche Fahrzeuge begegnen werden. Gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis werden daher auf diesem Weg täglich erforderlich sein. Auch wenn es eine Zusatzbeschilderung geben wird, die hierauf sensibilisieren soll, wird es auf jeden Nutzer ankommen, um ein vernünftiges Miteinander aller Nutzer zu ermöglichen. Des Weiteren wurde mit dem Landratsamt ein Zeitplan für die Realisierung des Radweges entlang der ST2280 von Madenhausen in Richtung Ballingshausen vereinbart. Eine bauliche Umsetzung ist im Jahr 2025 angestrebt. Leider haben auch in diesem Jahr die Verhandlungen mit der Stadt Schweinfurt, die den Radweg im Höllental betreffen, noch nicht den erwünschten Durchbruch erzielt, ebenso wie die Verbindung über Hoppachshof in Richtung bestehendem Radweg zwischen Weipoltshausen und Madenhausen. Schlussendlich sind die benötigten Grundstücke nicht im Besitz der Gemeinde und so sind wir auf die jeweiligen Eigentümer angewiesen. Dennoch werden diese Verhandlungen in jedem Fall weitergeführt. Ein weiterer Faktor ist auch immer die Finanzierung, bei der auch an dieser Stelle Prioritäten gesetzt werden müssen. Ich bin jedoch überzeugt, dass wir in Sachen Radwegebau alles andere als untätig sind, an dieser Stelle einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende leisten und noch dazu notwendige Verbindungen auch unter den Nachbargemeinden herstellen.

Erneuerbare Energien:

Ungeachtet der Energieform, die unserer Gemeinde, vor unseren Haustüren, wie auch immer gewonnen wird, muss das vorrangig Ziel immer sein, dass die Wertschöpfung bestmöglich auch in unserer Region bleibt. Projekte müssen daher auf Augenhöhe entwickelt werden und vor allen Dingen auch langfristig und solide betrieben werden. In diesem Jahr wurden daher einige Weichen gestellt, die die Grundlage für das weitere Handeln bilden. So wurde eine Gesellschaft aller Oberlandgemeinden in einer gemeindeübergreifenden Gemeinderatssitzung gegründet, unter deren Schirm künftig Projekte erneuerbarer Energien realisiert werden können. Die Kooperation erfolgt an dieser Stelle mit der ÜZ Lülsfeld in jeweils gleichberechtigten Anteilen. Was unser Windkraftprojekt anlangt, so wird dieses in einer Gesellschaft mit Jade Natur Energie projektiert und vor allen Dingen auch betrieben werden. Auch hier hat die Gemeinde einen Anteil von 50% an der Gesellschaft und somit ein absolutes Mitspracherecht. Des Weiteren werden Gespräche geführt, dass die großen Verbraucher in unserer unmittelbaren Nachbarschaft von dem erneuerbar erzeugten Strom bestmöglich profitieren können. Nur so kann unsere Region dauerhaft für diese attraktiv bleiben. Der aktuelle Stand bezüglich PV-Projekten in der Gemeinde ist, dass aktuell gezielt Flächen akquiriert und mit den Eigentümern die Pachtkonditionen erarbeitet werden. Das PV-Projekt am Brönnhof ist aktuell im Baugenehmigungsverfahren. Der Baugenehmigungsantrag für die Windkraftanlagen (der sogenannte BImSchG-Antrag) soll im ersten Quartal 2024 gestellt werden. Alle nötigen Vorarbeiten sollen bis dahin abgeschlossen sein, sodass die Genehmigung dann möglichst zügig und ohne große Rückfragen oder Einwände auch erteilt werden kann. Aktuell rechne ich mit dem Bau der Anlagen im Jahr 2026, denn ein weiterer, nicht unwesentlicher Faktor sind die aktuellen Lieferzeiten sowohl für die Komponenten für die Netzeinspeisung, als auch für die Anlagen selbst.

Dorferneuerungen/Städtebauliche Maßnahmen:

Die Dorferneuerung in Ebertshausen ist weit fortgeschritten. Der Dorfmittelpunkt mit dem Dorfgemeinschaftshaus Neue Mitte, dem Jugendraum, dem Proberaum für die Dorfmusikanten und Räumlichkeiten mit Fahrzeughalle für die Feuerwehr konnten in diesem Jahr ihrer Bestimmung übergeben werden. Aktuell wird noch ein historischer Durchgang, der sogenannte Zwenger, und eine umfassende Spielplatzerneuerung, die im kommenden Jahr 2024 dann auch realisiert werden soll, geplant. In Weipoltshausen laufen aktuell die Bürgerworkshops für die anstehenden Projekte. Unter der Moderation des Architekturbüros Schlicht-Lamprecht-Kern werden diese regelmäßig in Kleingruppen abgehalten. Zudem fand eine Exkursion statt, bei der gezielt ähnliche Schwerpunkte wie in Weipoltshausen begutachtet wurden, beispielsweise neu gestaltete Bachläufe. Am Ende werden die erarbeiteten Maßnahmen zusammengestellt und nach dem Beschluss des Gemeinderates an das Amt für Ländliche Entwicklung weitergereicht. In Hesselbach fand eine erste Ortsbegehung moderiert durch das Ingenieurbüro Krämer statt, bei dem auch ein erster Entwurf für eine Mittelpunktgestaltung erarbeitet und mit den Wünschen der Bürger ergänzt wurde. Dies wurde nun dem Amt für Ländliche Entwicklung zu Verfügung gestellt um das weitere Vorgehen abzustimmen. Zudem sind viele Gespräche mit den Eigentümern angestoßen, deren Anwesen für die Umsetzung gebraucht würden. Hier kann ich sagen, dass diese Gespräche durchweg konstruktiv geführt werden und hierfür bin ich mehr als dankbar. Ein weiterer Punkt ist die Etablierung eines Dorfladens in Hesselbach. Hier wurden bereits unterschiedliche Modelle betrachtet, ein endgültiges Konzept konnte aber noch nicht gefunden werden. Es werden die Gespräche aber weiter intensiv geführt. In Üchtelhausen wird das Verfahren der Städtebauförderung weiter betrieben. Ein Sanierungsbereich wurde festgelegt. Erste Bedarfszuweisungen, was Planungsleistungen anlangt, wurden beantragt. Hintergrund dieser Maßnahmen, die auch in unseren weiteren Gemeindeteilen angestoßen werden, ist, den Zugang zu Fördergeldern freizumachen. Die Prozesse selbst und somit die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen, werden sich über einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren hinziehen können. Diese Zeiträume werden auch in Anspruch genommen werden müssen, denn es ist weiterhin wichtig, dass wir nur mit Maß und Ziel vorgehen können. Es handelt sich zwar um absolut notwendige und zum Teil schon länger nötige Projekte, aber es sind größtenteils freiwillige Leistungen, die wir nur mit unseren Mitteln umsetzen können. Zudem ist die große Frage, wie lange noch Fördermittel in der früheren Größenordnung ausgezahlt werden können. Auch die Haushalte der Regierung sind angespannt und man muss auch dort Prioritäten setzen. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir gemeinsam unsere Dörfer gestalten können. Es werden, wie ich unter dem Thema erneuerbare Energien beschrieben habe, auch zusätzlich Einnahmen generiert werden, die genau an dieser Stelle unserer Allgemeinheit zugutekommen werden. Aktuell kann allerdings noch nichts ausgegeben werden, was noch nicht eingenommen wird.

Kleinprojekte/Regionalbudget

Auch in diesem Jahr haben Vereine und auch die Gemeinde das Förderprogramm Regionalbudget des Amtes für Ländliche Entwicklung genutzt. So konnte der Musikverein Hesselbach eine Verstärkeranlage anschaffen. Die SG-Zell-Weipoltshausen-Madenhausen hat die Förderung genutzt, unseren ehemaligen Hochbehälter in Zell für Werbezwecke umzugestalten und der Alpenverein konnte sein Gelände an der Haselstaude mit einer Schaukelanlage aufwerten. Die Gemeinde Üchtelhausen nutzte die Förderung für die Errichtung eines sogenannten Pump Tracks in Madenhausen. Ein Pump Track ist ein Rundparcours mit Steilkurven und Hügeln, den man mit Fahrrad, Skateboard, Inlinern und Rollern befahren kann. Ein Zugewinn für unsere Jugendlichen direkt an unserem Radweg in Richtung Oberland. Das Gelände wird im Jahr 2024 mit einem Basketballkorb ergänzt. Zudem wird eine Tischtennisplatte auf dem Spielplatz in Madenhausen aufgestellt werden, so wie es sich die Jugendlichen vor Ort gewünscht haben. Auch Zeller Jugendliche waren bei mir im Rathaus und haben den Wunsch nach einer Skateranlage vor Ort geäußert. Diese soll die bereits bestehende in Hesselbach mit einer anderen Gestaltung ergänzen. Auch hier ist ein Aufstellort nahe des Radweges in Richtung Schweinfurt geplant. So sind diese Plätze auch für Auswärtige gut zu erreichen und können so auch zur Steigerung des Tourismus beitragen. Zudem soll im Jahr 2024 der Dorfplatz in Zell neugestaltet werden. Dieser dient als Festplatz und zusätzlich der Feuerwehr als Übungsplatz. Da diese im kommenden Jahr ihr 150-jähriges Gründungsfest feiern möchte, ist es mehr als nur nötig, diesen in die Jahre gekommen Platz mit seinem bereits bestehenden Laufbrunnen zu ertüchtigen.

Kindergärten:

Unsere Kindergartenträger leisten für die Gemeinde einen großen Beitrag. Sie haben in der Vergangenheit die Aufgabe der Kinderbetreuung, eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, vollumfänglich geleistet. Auch die Gebäude sind in Hand der Träger und die Gemeinde hat sich lediglich bei größeren Baumaßnahmen, wenn auch in bereits nicht unerheblichen Umfang, kostenmäßig daran beteiligt. Dies wird so nicht weitergeführt werden können. Gerade was den Großteil der Gebäude anlangt, wird die Gemeinde in Zukunft die Verantwortung als Eigentümer übernehmen müssen. In Ebertshausen ist dies bereits geschehen und die Vorplanungen für einen neuen Kindergarten in der Ortsmitte mit einer Gruppe für unter Dreijährige und einer für über Dreijährige ist soweit fortgeschritten, dass zu Beginn des nächsten Jahres der Bauantrag eingereicht werden kann. Eine Erweiterungssatzung des dortigen Baulandes wurde ebenfalls in die Wege geleitet. Mit einer bezugsfertigen Fertigstellung wird im Jahr 2025 gerechnet. Der Ankauf des Kindergartens in Hesselbach gestaltet sich als umfassender als zunächst gedacht, soll aber auch vonstattengehen, sobald die Konditionen geklärt werden konnten. Es ist einfach wichtig, dass man für bereits erbrachte Leistungen nicht zweimal zahlen muss, auch wenn diese bereits eine gewisse Zeit zurückliegen. Wichtig ist auch an dieser Stelle die Betreuung der Kinder unter drei Jahren sicherzustellen. Sobald daher die Eigentumsverhältnisse geklärt sind, können wir auch hier in die Planung einsteigen.

Auch von Seiten des Trägervereines des Kindergartens in Üchtelhausen wird die Forderung nach weiteren Kleinkindplätzen an die Gemeinde herangetragen. Entsprechende Wartelisten bestätigen die Notwendigkeit. Hier kommt immer wieder der Vorwurf, da ja erst angebaut und saniert wurde, es läge an einer ungenügenden Planung seinerzeit. Dem möchte ich jedoch vehement widersprechen: Die Regierung als Fördermittelgeber, der die Planungen zunächst anerkennen muss, hat den ersten Entwürfen nicht stattgegeben und die Planungen dann so gefordert, wie sie schlussendlich auch umgesetzt wurden. Eine Gemeinde hat, wenn sie entsprechende Zuschüsse in Anspruch nehmen möchte, sich dem auch zu fügen. Die Gesamtsituation ist zudem für eine Gemeinde sehr anspruchsvoll. Hatte man früher nach den Geburten der Kinder rund drei Jahre Zeit, bis diese einen Kindergarten besuchen, so hat sich diese Zeit auf ein Jahr reduziert. In dieser Zeit zu planen und gegebenenfalls noch zu bauen, ist einfach unmöglich. Dennoch ist es unser Anspruch, und auch unsere Aufgabe, dem Bedarf gerecht zu werden und daran wird auch vollumfänglich gearbeitet. Eine weitere Alternative ist unser Waldkindergarten auf dem Gelände der Grundschule in Üchtelhausen, der unter der Trägerschaft des Roten Kreuzes betrieben wird. Auch dort hat die Gemeinde, als Verpächter des Grundstückes und der Ausstattung, weitere Investitionen getätigt. So wurde das sogenannte Wichtelhaus errichtet um den Kinder Schutz vor entsprechender Witterung, einen Raum für Angebote und auch für die Vorschule zu bieten. Ansonsten besteht das Motto, möglichst viel und lange in und um die Natur die Betreuung zu gestalten.

Ökologie:

Wer gerade im Hochsommer in unserer Natur unterwegs ist, oder mal den Wald aus einer gewissen Entfernung betrachtet, wird schnell feststellen, dass die Trockenjahre einige Schäden verursacht haben. Auch wenn dieses Jahr ein wenig nasser war, so kann es die vorherigen Jahre noch lange nicht ausgleichen. Hier nicht einfach so weiterzumachen, wie es in den vielen Jahren seit der Industrialisierung geschehen ist, ist unumgänglich. Daher ist die Gemeinde Üchtelhausen an dieser Stelle alles andere als untätig und auch viele Mitbürgerinnen und Mitbürger leisten an dieser Stelle einen großen Beitrag. Das größte Projekt in dieser Hinsicht ist die angestrebte Waldneuordnung in den Gemeindeteilen Zell und Weipoltshausen. Die neue Anordnung der Grundstücke und vor allem die Verbesserung von deren Erreichbarkeit werden dazu führen, dass der Waldumbau sowohl für private Waldbesitzer, als auch für die Gemeinde in einen klimaresistenteren Mischwald stattfinden kann. Der Gemeindeteil Üchtelhausen ist hier das beste Beispiel, dort wurde eine solche Neuordnung bereits abgeschlossen und sogar mit einem Staatspreis ausgezeichnet. Parallel hierzu läuft das Projekt boden:ständig, gefördert durch das Amt für Ländliche Entwicklung. Mit diesem Programm soll erreicht werden, dass das Wasser nach entsprechenden Starkregenereignissen nicht einfach auf vielleicht ausgetrockneten Böden abfließt, sondern vor Ort verbleibt und auch versickern kann, um der Vegetation zu Verfügung zu stehen und schlussendlich auch dem Grundwasserspiegel zugutekommt. Mit kleinen naturnahen Maßnahmen, wird dies versucht zu erreichen. Auch die Landwirtschaft wird mit einbezogen und durch Tipps beim Feldanbau dazu bewogen, auch die Felder als Wasserspeicher zu nutzen. Dies wird auch umfassend angenommen und umgesetzt, wofür zum einen ich persönlich sehr dankbar bin, sicher aber die Natur noch umso mehr. Zudem beteiligt sich die Gemeinde an der Organisation des Programmes des Freistaates Bayern „Streuobst für Alle“. Hierzu wurde in den vergangenen Monaten aufgerufen und es haben viele Bürgerinnen und Bürger ihr Interesse bekundet. Gut 75 Bäume wird die Gemeinde nun bestellen und im Herbst (dann ist der ideale Pflanzzeitpunkt) auch ausgegeben. Auch auf gemeindlichen Grundstücken wird ein Teil dieser Bäume gepflanzt werden. Was die Liegenschaften der Gemeinde anlangt, so wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Maßnahmen angestoßen und auch umgesetzt, um diese ökologisch zu optimieren. In diesem Jahr war es die alte Ölheizung des Bauhofes, welche durch eine moderne Pelletheizung ersetzt wurde. Das Warmwasser wird zudem den ganzen Sommer durch die hauseigene Fotovoltaik Anlage erzeugt, so, dass die Heizung dann einige Monate gänzlich abgeschaltet werden kann.

Resümee:

In den vergangenen Jahren habe ich die Tätigkeiten der Gemeinde in Bezug auf die einzelnen Gemeindeteile beschrieben. Auf diese Art der Darstellung habe ich in diesem Jahr bewusst verzichtet. Ich hoffe ich konnte dennoch verdeutlichen, dass umfassende Tätigkeiten stattfinden, in denen sich die Gesamtgemeinde mit all ihren 9 Gemeindeteilen wiederfindet. Denn die sind es am Ende, die auch gänzlich hiervon profitieren. Auch wenn nicht alles unmittelbar umgesetzt werden kann, bitte ich sie keinesfalls in irgendeiner Art und Weise gar Konkurrenzgedanken zu hegen oder die Meinung zu vertreten, dass am Ende nichts mehr für den persönlichen Wohnort übrigbleibt. Dies ist und wird niemals der Anspruch sein. Stück für Stück werden wir uns weiterentwickeln, auch wenn es mal, alleine schon aus Vernunft, nötig ist, die Dinge etwas langsamer anzugehen. Daher freut es mich auch umso mehr, dass es Gelungen ist, die Stelle einer Sachbearbeiterin für Gemeindeentwicklung in unserer Verwaltung zu etablieren, deren Aufgabe es nun ist, genau diese Entwicklung mit zu betreuen.

Ihr Bürgermeister

Johannes Grebner