Bildtexte 813 Vor einer großen Besucherschar erläuterte Christa Schlegelmilch (rote Jacke) die Prinzipien des Rosenschnittes.
Auf Einladung des Obst- und Gartenbauvereins hielt Christa Schlegelmilch einen Rosenschnittkurs an der Zeiler Stadtmauer in ihrem Garten. Die Gartenexpertin widmet sich seit Jahrzehnten besonders den Stauden und Rosen und ist eine erwiesene Kennerin der Materie. Ein Grund, warum der Vortrag mit Praxisbeispielen auf große Resonanz traf.
Über 50 Rosen haben sich inzwischen in dem historischen Garten der Familie Schlegelmilch an der Zeiler Stadtmauer versammelt, und jede dieser Persönlichkeiten (so die Referentin) wird ihren Bedürfnissen nach gepflegt. Diese richten sich immer nach der Art der Rose: Ist es eine Strauchrose, ein Rambler, eine Edel-, eine historische, eine moderne oder eine Beetrose? Eine Rose ist also keineswegs eine Rose.
So müssen bei Strauchrosen über drei Jahre alte Triebe jährlich geschnitten werden, und zwar ganz nach unten bis auf zwei "schlafende Augen", das sind Verdickungen im Stamm, in denen die Pflanze neue Austriebe angelegt hat. Wer dieses Grundprinzip beherzigt, der wird über Jahrzehnte Freude an seinem Rosenstock haben, weil dieser nicht "vergreisen" kann. "Das Leben einer öfterblühenden Rose steckt im Wurzelstock", betonte Christa Schlegelmilch.
Nach dem Abschneiden macht das Herauslösen der langen Triebe dann natürlich etwas Arbeit, weil man den Trieb Stück für Stück aus dem Strauch entfernen muss.
Ein weiteres, einfach zu erfüllendes Grundprinzip ist, alle nach innen in die Pflanze wachsenden Triebe direkt an der Achsel abzuschneiden. Christa Schlegelmilch verfeinerte ihre Ratschläge und empfahl dringend, die Rosen mit einem passenden Dünger zu unterstützen. Als besonders wirksam erlebte sie auch den Einsatz von Keyzers Bodenaktivator.