Der Frauenbund Zeil veranstaltet mehrmals im Jahr eine sogenannte „Blaue Stunde“. Sie findet immer am Abend statt, sodass auch berufstätige Frauen zu den Vorträgen kommen können. Diesmal konnte Alexander Köpf gewonnen werden, der unter dem Motto „Die Reise meines Lebens“ seine Herkunft aus Afrika vorstellte.
Das Thema interessierte so viele Leute, dass der ganze Pfarrsaal bis auf den letzten Platz besetzt war. Da auch Männer eingeladen waren, konnte die Vorstandschaft etwa 100 Besucher und Besucherinnen begrüßen. Wie immer gab es zunächst etwas zu essen. Traditionsgemäß gibt es eine kleine Brotzeit. Aber bei so viel Andrang fiel die Brotzeit etwas üppiger aus und alle waren zufrieden.
Anschließend zeigten zunächst Dieter und Monika Köpf, wie sie Ende der 90er Jahre in Kenia den kleinen Alexander im Kinderheim in Limuru kennengelernt haben und ihn dann später auch adoptieren konnten. Limuru liegt etwa 20 km nordwestlich von Nairobi und hier werden seit 1997 in Not geratene Kinder betreut, beschult und medizinisch versorgt.
Knapp 30 Jahre später wollte Alexander Köpf zu seinen Wurzeln zurückkehren und sich ein eigenes Bild von diesem Kinderheim machen. Aus dem dabei Erlebten hat er einen Film erstellt und seine Eindrücke verarbeitet. Das Heim gibt es immer noch und wird „The Nest“ genannt. In einem ausführlichen Interview äußerte sich die Mutter Oberin über das hier betreute Projekt. Knapp 100 Kinder finden hier Unterkunft. Die Mütter sind z. T. straffällig oder haben die Kinder ausgesetzt. Durch Spenden wird das Projekt am Leben gehalten.
Der knapp einstündige Vortrag beeindruckte die anwesenden Gäste so stark, dass ein größerer Geldbetrag an Spenden zusammenkam, der dem Förderverein „The Nest Children`s Home“ überwiesen wird.
Die Vorstandschaft bedankte sich bei Familie Köpf und der anwesenden zweiten Vorsitzenden des Fördervereins für den interessanten Beitrag.