Titel Logo
Zeiler Nachrichten Amts- und Mitteilungsblatt der Stadt Zeil a Main
Ausgabe 3/2026
Leben in Zeil a.Main
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

ÜZL - Überparteiliche Zeiler Liste

Zur ersten Informationsveranstaltung zur anstehenden Stadtratswahl führte der Weg die Überparteiliche Zeiler Liste nach Krum, in das Antoniusheim. Vorsitzender der ÜZL und 3. Bürgermeister Peter Pfaff begrüßte die erfreulich vielen Anwesenden und betonte, dass dies bewusst keine „Wahlkampfveranstaltung“ ist, so hat man doch in den vielen Jahren einvernehmlich mit den anderen Gruppierungen zusammengearbeitet. Seit 1948 ist die ÜZL als einzige überparteiliche Gruppe im Stadtrat. Sie hat in dieser Zeit 50 Jahre den Bürgermeister gestellt und hat so, gemäß ihrer Tradition, Mehrheiten verhindert und Kommunalpolitik für Zeil gemacht. Dem entsprechend ist auch das jetzige Motto: „Wir Für Euch - Ein starkes Team“ die Fortsetzung des kommunalen Engagements für Zeil und die Stadtteile.

Peter Pfaff forderte die Anwesenden auf ihre Sorgen, Wünsche und benötigte Informationen auf die ausliegenden Bierdeckel der ÜZL zu schreiben, um sie entsprechend nachzuarbeiten.

Stadträtin Petra Hohenberger stellte dann für den Bereich von Familie und Gesellschaft dar, wofür die ÜZL steht: Gute Bildungsangebote, Kinderbetreuung, familienfreundliche Strukturen, Unterstützung der Vereine, Ehrenamt, Lebensqualität für alle Altersstufen mit sozialem Miteinander.

Michael Schütz, früher selbst lange Jahre als Bauingenieur für Planungsprojekte in Zeil tätig, sieht Herausforderungen und dringenden Handlungsbedarfe im Bereich der kommunalen Infrastruktur und Energieversorgung. Zentrale Aufgabe ist hierbei die Erarbeitung eines langfristigen Maßnahmenkonzeptes, das die Umsetzung aller Erneuerungs- und Sanierungsmaßnahmen Kanal, Wasser, Straße, Strom- und Kommunikationsnetze sowie der Wärmeversorgung zukunftssicher und wirtschaftlich berücksichtigt. Einfach Abwarten und dann bauen müssen, wenn etwas zusammenbricht, wie in den Grabengärten, erhöht die Kosten für die Bürger erheblich. Wärmeplanung und Ausbaupläne der Energieversorgung müssen Planungssicherheit für alle Grundstücksbesitzer schaffen.

Aber auch Stärkung von Handel, Handwerk, Mittelstand sind für Zeil entscheidend. Mit dieser Wirtschaftsfrage beschäftigte sich Stadtrat Tino Hartwig, der zudem für die ÜZL den für Zeil so wichtig gewordenen Tourismus auf der Basis von Kultur, Geschichte und auch Natur unserer Stadt als sehr förderungswürdig beschreibt und bereits umgesetzte sowie noch geplante Maßnahmen und Möglichkeiten hierfür aufzeigt.

Nach diesen Darstellungen stellten sich nun die Kandidatinnen und Kandidaten der ÜZL persönlich mit ihren ganz spezifischen Herzensangelegenheiten vor. Als solche wurden genannt: Medizinische Versorgung, Wohnraumbeschaffung Baugebiet Lange Äcker II, Verkehrsberuhigung, Barrierefreiheit, Bahnhof Zeil, Hallenbad, Hafen, Hotelbau, Wohnmobilstellplatz, Öffnungszeiten Bibliothek etc.

Auch die Kandidaten für die Kreistagswahl der ÜZL wurden vorgestellt.

In einer anschliessenden Diskussionsrunde wurden einige ortsspezifische Krümler Themen und Schwerpunkte behandelt wie: der langwierige Brückenbau, der nicht Kinderwagen und Rollator gerecht erstellt wurde. Moniert wurde auch der, bis dahin lückenhafte, Glasfaserausbau für den gesamten Stadtteil Krum. Ein fehlendes Hartfeld, als Bolzplatz für die Jugend, wurde angesprochen, auch dass der Bolzplatz mit Skaterbahn bei Zeil schlecht gemäht und der Bereich durch Feiernde teilweise übel verschmutzt ist. Eine große Sorge ist auch die Verkehrsproblematik an der alten Schule. Hier wünschen sich die Krümler, dass dringend Lösungen und Maßnahmen zur Sicherheit von Schulkindern und Fußgänger gefunden und umgesetzt werden. Nicht zuletzt wurde das Unwesen eines Bibers, mit großem Schadensfall, angesprochen. Die Erweiterung von „Callheinz“ auf Krümler Gebiet wäre schön.

Die anwesenden Stadträte und Kandidaten der ÜZL haben die Anregungen aufgenommen und werden sehen und wie diese umgesetzt werden können.

Zum Schluss bedankte sich Peter Pfaff und endete mit der Bitte:

„Gehen sie zur Wahl“, ob im Wahllokal oder Briefwahl, jede Stimme, auch ihre, ist wichtig.