Ulrike Steigner und Christa Schlegelmilch mit dem neuesten Klatsch aus Zeil
Sandra Lohs als Katja Ebstein mit Masken hinter denen man sich gerne versteckt
Nach 4 Jahren ohne Fasching zogen die Frauen alle Register
„Machen wir’s oder lassen wir’s?“ Das war die Frage kurz vor Weihnachten bei den Frauen des Zeiler Frauenbundes. Bedingt durch Corona hatte es vier Jahre keine Faschingsveranstaltung mehr gegeben. Einstimmig meinten alle, dass sie das doch noch könnten.
Und tatsächlich! Am letzten Mittwoch, zogen die Frauen und ihre Mitwirkenden bei einem voll besetzten Pfarrsaal alle Register ihres Könnens. Bei ihrer Begrüßungsrede drückte Frau Ulrike Steigner genau dies aus. Auch wenn man älter geworden ist, hat man noch immer Geist und Esprit, gute Einfälle und viele motivierte Helfer vor und hinter der Bühne.
Als Überraschungsgast konnte Frau Dr. Cordula Gerlach begrüßt werden. Sie ist nicht nur die Regionalvorsitzende des Frauenbundes, sondern sie hatte auch eine Büttenrede mitgebracht, die sie gekonnt vortrug. Es ging dabei um die Erschaffung von Mann und Frau und der Satz „Bei Adam übte Gott und bei der Erschaffung der Frau beherrschte es Gott“, brachte den Saal so richtig in Stimmung.
Das Prinzenpaar aus Sand stellte erst spät fest, dass es sich auf der falschen Seite des Maines befand. Mit urkomischen Gesten und Kostümen hatten Edeltraud Schnapp und Karin Wicht die Lacher auf ihrer Seite.
Unter dem Motto „Rote Lippen soll man küssen“ brachten einige Frauen aus der Turnergruppe den Saal in Bewegung, indem diese unter der charmanten Anleitung von Martha Schübert die gezeigten Bewegungen nachmachen mussten.
Doch die Frauen des Frauenbundes gehen auch mit der modernen Zeit. In zwei Power-Point-Präsentationen stellte zunächst Ulrike Steigner verschiedene VHS-Kurse vor, die sich speziell an den Mann wenden. Er kann dabei so wichtige Kurse belegen wie „Umgang mit der Todesgefahr des Männerschnupfens und seinen psychologischen Folgen“ oder „Wie schraubt man eine Zahnpastatube zu“.
Später erklärte Christa Schlegelmilch anhand geeigneter Beispiele – ebenfalls als Power-Point - wie es zu dem schlechten Abschneiden der deutschen Schüler und Schülerinnen bei der Pisa-Studie kommen konnte.
Weitere Gäste des Abends waren Pfarrer Michael Erhart, der mit seiner Rede die Probleme der Zeit aufgriff und viel Applaus dafür erhielt. Neu war Sandra Lohs aus Haßfurt, die in Zeil Pastoralreferentin ist.
Als „Gästehostess“ der Stadt heizte sie dem Bürgermeister und dem Publikum so richtig ein.
Zusammen mit Christa Schlegelmilch führte sie nicht nur durch den Abend, sondern zeigte mit ihr den Sketch „Die Schreibmaschine“, die vor vier Jahren schon alle Lacher auf sich zog. Hier geht es um den Generationenkonflikt, dass ein junger Azubi in einem Elektrofachgeschäft nicht weiß, wie man eine Schreibmaschine repariert, bei der lediglich das „f hängt“.
Der Höhepunkt des Abends war aber der Auftritt vieler Akteure in dem Singspiel „Theater“ mit Sandra Lohs als Katja Ebstein und weiteren Mitwirkenden als Engel und Teufel, Hexen und Feen, Clown und Seppel und König und Königin.
Den Abschluss des gelungenen Abends machten dann die Schwestern Ulrike Steigner und Christa Schlegelmilch, die als Zeiler Originale über ihre Sorgen und Probleme plauderten.
Brigitte Pakosch bedankte sich zum Schluss bei allen Akteuren vor und hinter der Bühne. Vor allem der Musiker Dieter Dürnhöfer verdiente einen Applaus, da er fast vier Stunden lang das Publikum bei Laune halten konnte. Auch dem Küchenteam wurde gedankt, da es alle Wünsche nach Essen und Trinken erfüllen konnte.