Trotz starken Schneefalls konnte der 1. Vorsitzende Peter Pfaff zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Kommunalwahl-Informationsveranstaltung am 8. März im Gasthaus Göller begrüßen.
Zu Beginn ging Pfaff auf die Bürgermeisterwahl ein. Mit Markus Fröhlich, so die einhellige Meinung aller Fraktionen im Stadtrat, verbinde sich die Hoffnung auf einen Bürgermeister, der aufgrund seiner Erfahrung als Verwaltungsbeamter, Stadtrat und zweiter Bürgermeister ohne lange Einarbeitungszeit handlungsfähig sei. Zugleich wurde betont, dass die Stadt nicht nur verwaltet, sondern aktiv gestaltet werden müsse. Da die ÜZL keinen eigenen Kandidaten aufstellt, unterstützt sie Markus Fröhlich.
Pfaff zeigte sich erfreut, dass es erneut gelungen sei, 20 Persönlichkeiten für die ÜZL-Liste zu gewinnen – eine „bunte Mischung“, wie er betonte.
In der anschließenden Diskussion ging es um eine Vielzahl aktueller und zukünftiger Aufgaben der Kommune: vom Kanalnetz und dessen Überwachung über Wasser- und Stromversorgung, Straßen und Verkehrswege bis hin zu Kommunikationsnetzen und der kommunalen Wärmeplanung. Vieles sei in die Jahre gekommen oder in schlechtem Zustand, weshalb ein integrierter Maßnahmenplan notwendig sei, um für den Bürger teure Überraschungen wie zuletzt in den Grabengärten zu vermeiden.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Vereins- und Jugendarbeit. Genannt wurden unter anderem der Bedarf an festen Räumen für Vereine, eine kostengünstige Miete des Rudolf-Winkler-Hauses, Kulturförderung sowie die Wiedereinführung der Vereinsbezuschussung. Thematisiert wurden außerdem der Erhalt der Bibliothek und die Überprüfung der Öffnungszeiten, die bessere Nutzbarkeit des Rudolf-Winkler-Hauses, ein Nutzungskonzept für das ehemalige Hallenbad, das Quartier am Kaulberg sowie die Tourismusentwicklung. Zwar sei mit dem neuen Wohnmobilstellplatz bereits ein Schritt getan, doch gebe es weiterhin Entwicklungspotenzial. Auch das Weinfest solle neu überdacht werden. Ein Hotelbauplatz – wie einst in den „Langen Äckern 2“ – solle erneut ausgewiesen werden. Zudem müsse die Internetseite der Stadt aktueller und attraktiver werden; die Heimat-App könne hier ein möglicher Weg sein. Die Stadtwerke werden im Zuge des Klimawandels ebenfalls zusätzliche Aufgaben übernehmen müssen.
Eine längere Diskussion entspann sich zum Bahnhof. Als „Einfallstor zur Stadt“ sei dessen Zustand beschämend, was durch fehlende Barrierefreiheit und komplizierte Besitzverhältnisse zusätzlich erschwert werde. Auch deshalb wurde eine Verlegung der Haltestelle ins Gespräch gebracht.
Abschließend wurde betont, wie wichtig es sei, Zeil als lebenswerte Wohn- und Arbeitsstadt zu erhalten. Die künftige Teefabrik wurde in diesem Zusammenhang als erfreuliche Entwicklung bezeichnet. Ebenso müsse die Eigenart und Lebendigkeit der Stadtteile bewahrt und gefördert werden.
Zum Schluss wurden auch die Kreistagskandidaten vorgestellt. Ziel sei es, Zeil stark im Kreistag zu vertreten. Die ÜZL schickt mit Dr. Sebastian Winkler, Dr. Tino Hartwig und Dr. Friedrich Ißle drei engagierte Kandidaten ins Rennen – unter dem Motto: „Zeiler wählen Zeiler“.
Peter Pfaff appellierte nocheinmal, die Möglichkeiten zur Wahl, sei es Briefwahl oder im Wahllokal, zu nutzen. Nicht einmal 58% Wahlbeteiligung vor 6 Jahren dürfen nicht sein, gerade jetzt wo linke und rechte Parteien die freiheitliche Demokratie und damit auch die kommunale Selbstverwaltung angreifen.