U.Steigner und K.Wicht als Engel und Teufel
Schon zum zweiten Mal ging der Frauenbund Zeil neue Wege. Statt einer Abendveranstaltung, die Jahrzehnte Tradition war, machten die Frauen daraus ein „Lustiges Frühstück beim Frauenbund“ mit abwechslungsreichen Sketchen und Büttenreden. Dieses Konzept ging auch dieses Mal voll auf. Konnte die Vorstandschaft doch ein volles Haus begrüßen, das bis auf den letzten Platz besetzt war. Da auch diesmal die Männer willkommen waren, wurde am Frühstück nicht gespart. Neben den Wurst- und Käseplatten gab es verschiedene Aufstriche, Salate, russische Eier, Kuchen und Krapfen. Das kulinarische Faschingshighlight waren jedoch die Weißwürste mit Laugenbrezen.
Birgit Herrnleben begrüßte in einem selbst verfassten Prolog zusammen mit Ulrike Steigner die vielen Gäste. In den nächsten drei Stunden zündeten zahlreiche Akteure ein Feuerwerk der guten Laune. Zunächst stieg Pastoralreferentin Sandra Lohs als Engel vom Himmel und zeigte sich ganz unglücklich darüber, dass die Welt immer mehr aus den Fugen gerät.
Der nächste hochkarätige Gast war Pfarrer Michael Erhart als Bauarbeiter, der die Glasfaserverkabelung in Zeil auf das Korn nahm. Alle Straßen waren aufgerissen und niemand hatte ihn davon in Kenntnis gesetzt, so dass er sein Auto nicht mehr aus der Garage fahren konnte. Auch zum neuen Bau der Teefabrik gab er seinen Kommentar und meinte, dass „wenn sich Zeil und Haßfurt vereinen, würde ich sehr weinen“.
Die Regionalbeauftragte für den Frauenbund, Frau Dr. Cordula Gerlach, ist inzwischen eine bekannte Faschingsgröße bei uns in Zeil. Als Cordula Grün gibt sie immer wieder sehr emanzipierte Ansichten bekannt. Den Bürgermeister Thomas Stadelmann forderte sie auf, sich zur Frau umzubenennen, denn dann könnte er auch dem Frauenbund beitreten. Ein weiterer Höhepunkt war die wunderbar gereimte Rede von Birgit Herrnleben über das Wort „Gebabbel“. Vom Baby bis zum Kindergartenkind würden die Kleinen von der Leber weg reden und so die Erwachsenen oft in Verlegenheit bringen. Mit urkomischen Beispielen brachte sie den ganzen Saal zum Lachen. Auch ihre Ausführungen, wenn die Kinder in Schule und Pubertät verstummen, zeigten ihre tiefen Kenntnisse des Themas.
Auch Bürgermeister Stadelmann mit seiner Frau und Sandra Lohs brachten mit einem tollen Sketch über verstellte Radiosender das Publikum zum Lachen.
Thomas Stadelmann bedankte sich in einer kleinen spontanen Rede zum Abschluss seiner Amtszeit bei den Frauen mit den Worten: „Ich ziehe meinen Hut vor dem Frauenbund für all die Mühen und gesellschaftlichen Beiträge, die er für die Stadt leistet.“
Zum Abschluss zeigten Ulrike Steigner und Karin Wicht als Engel und Teufel auf Nachwuchssuche im Publikum, welch schauspielerisches Talent in ihnen steckt.
Besonderer Dank ging an die musikalische Begleitung durch Harald Gogger, Petra Herlein und Gertrud Wiederer, die gekonnt das Publikum in Stimmung brachten.