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Zeiler Nachrichten Amts- und Mitteilungsblatt der Stadt Zeil a Main
Ausgabe 5/2026
Leben in Zeil a.Main
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ÜZL - Überparteiliche Zeiler Liste

Im Rahmen ihrer Wahlinformationsveranstaltungen war die ÜZL in Sechsthal und Ziegelanger zu Gast. Vorsitzender Peter Pfaff begrüßte zahlreiche Interessierte und stellte die Kandidatinnen und Kandidaten der ÜZL für die Stadtratswahl sowie deren zentrale Anliegen vor.

Große Aufgaben für die Kommune

Pfaff machte deutlich, dass die Herausforderungen für die Stadt nicht kleiner werden. Kanalnetz, Wasser- und Stromversorgung, Straßen und Verkehrswege sowie Kommunikationsnetze müssten überprüft, instand gehalten und vielfach erneuert werden. Dafür sei ein langfristiger Maßnahmenplan notwendig.

Auch Themen wie Vereins- und Jugendarbeit, Bauplatzentwicklung, Industrieansiedlung und Tourismus standen auf der Agenda. Zudem kämen im Zuge des Klimawandels neue Aufgaben auf die Stadtwerke zu. Klar sei: Viele Maßnahmen würden auch Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger haben.

Sechsthal: Demografie, Infrastruktur und offene Fragen

In Sechsthal standen neben den allgemeinen Themen auch örtliche Anliegen im Mittelpunkt.

Sorge bereitet die demografische Entwicklung des Stadtteils. Kritisch angemerkt wurde zudem, dass das Dorffest zu wenig beworben werde. Der öffentliche Nahverkehr beschränkt sich auf eine Schulbuslinie – allerdings, so war aus der Versammlung zu hören, habe man sich bislang mit privater Mobilität zu helfen gewusst. Das Problem sei typisch für den ländlichen Raum.

Nachgehakt wurde beim Löschweiher, der vor zwei bis drei Jahren große Mengen Schwemmmaterial aufgenommen hatte. Obwohl das Thema bereits in einer Bürgerversammlung angesprochen worden sei, habe sich bislang nichts getan. Auch eine Schadensmeldung über die Heimat-App wegen einer beschädigten Haltestelle sei offenbar ohne Rückmeldung geblieben.

Peter Pfaff sagte zu, sich um die offenen Punkte zu kümmern.

Ziegelanger: Bauplätze, Glasfaser und Bürgernähe

In Ziegelanger bedankte sich Pfaff zunächst beim FC Ziegelanger, der nach dem Brand im Gasthaus Zimmermann seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte.

Die Diskussion zeigte auch hier eine Vielzahl konkreter Anliegen. Angesprochen wurde die fehlende Regelung für die Reinigung des Gemeindehauses – ein verbindlicher Putzplan sei notwendig. Weiterhin fehlen Bauplätze, ein Problem, das immer wieder auftrete und unter anderem durch Natur- und Hochwasserschutzauflagen erschwert werde.

Unklarheit herrscht darüber, wem die Straße durch Ziegelanger gehört. Positiv bewertet wurden die Verkehrsinsel am Ortseingang sowie die Zickzack-Markierung gegen Falschparker. Zugleich wurde der Wunsch nach einem Gesamtkonzept für die Straße geäußert – möglicherweise auf Grundlage der Dorferneuerung vor rund 20 Jahren. Diese solle wieder aufgegriffen und fortgeführt werden.

Für Unmut sorgte der Glasfaserausbau: Drei Grundstücke im Hofäckerweg seien ohne weitere Information aus der Planung gestrichen worden. Hier forderten die Bürgerinnen und Bürger eine schnelle Aufklärung.

Kritik gab es zudem am Bürgerbüro und an der Verwaltung. Dass für viele Anliegen vorab Termine vereinbart werden müssten, werde als bürgerfern empfunden. Die Verwaltung müsse als Dienstleister jederzeit erreichbar sein und ein offenes Ohr haben, lautete die Forderung. Pfaff bat darum, Anliegen nicht nur an den Bürgermeister, sondern an alle Fraktionen im Stadtrat heranzutragen.

Blick auf Kreis- und Bürgermeisterwahl

Nach der Vorstellung der drei Kreistagskandidaten der Wählergemeinschaft ging Pfaff auch auf die Bürgermeisterwahl ein. Mit Markus Fröhlich sei ein geeigneter Kandidat gefunden worden, der von allen Fraktionen unterstützt werde. Bedauert wurde allerdings, dass er bislang keine eigene Informationsveranstaltung abgehalten habe, um seine Visionen für Zeil vorzustellen.

Abschließend rief Pfaff dazu auf, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Bei der letzten Stadtrats- und Bürgermeisterwahl lag die Wahlbeteiligung bei lediglich 57,18 Prozent – aus Sicht der ÜZL ein unbefriedigender Wert.