Die geschichtlichen Anfänge der Dörfer am Katzenbuckel - Römischer Weihestein aus Bullau – Pflaumheimer Hütejunge 1623 vom Blitz erschlagen
Der Winterhauch, die Region um die mit 626 Metern höchste Erhebung des Odenwaldes, steht im Mittelpunkt des einleitenden Beitrages von Dr. Rüdiger Lenz „Geschichtliche Bezugspunkte des Winterhauchs – Spuren der Herrschaft“. Es geht dabei primär um die frühesten, geschichtlichen Spuren der hoch gelegenen Odenwalddörfer Waldkatzenbach, Strümpfelbrunn, Weisbach, Mülben sowie Oberdielbach, die heute die Gemeinde Waldbrunn bilden und deren gemeinsamer geschichtlicher Bezugspunkt die Burg Zwingenberg am Neckar war.
Der folgende Beitrag „Historische Landeskunde des Odenwaldes im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert IV – Ad lapides quosdam Romanos“ (1766), stammt von Dr. Klaus Kremb. „Über die Steine der Römer“ war in der historischen Klasse der 1763-1806 bestehenden Kurpfälzischen Akademie der Wissenschaften zu Mannheim eines der Schwerpunktthemen. Wertvolle Beiträge zur provinzialrömischen Archäologie der Oberrheinlande leistete dabei vor allem Andreas Lamey (1726-1802), ein Gelehrter von europäischem Rang, der bereits 1763 zum Sekretär der Akademie und zum Mannheimer Hofbibliothekar berufen wurde.
In erster Linie geht es in diesem Beitrag um einen römischen Weihestein, der im Chorbogen der Kirche von Bullau eingemauert ist und dessen Original 1700 von dem Grafen Ludwig Georg von Erbach-Fürstenau dem pfälzischen Kurfürsten Carl Theodor für seine Sammlung in Mannheim geschenkt wurde.
Die weiteren Beiträge sind: Heidi Banse, „Der Haisterbacher Hof und die Familie Fries“; Reinhold Gries, „Ein Meister der Renaissance – Auf den Spuren des Stuckkünstlers Eberhard Fischer“, der in seinem Beitrag die Stuckdecken im Einhard-Haus in Seligenstadt und auf der Burg Breuberg behandelt. Hinzu kommen noch die kürzeren Beiträge über das „Steinkreuz im Pflaumheimer Wald – Unglück vor 400 Jahren“ oder von Matthias Lehmann, „Blick über die Reinheimer Seewiesen zur Gersprenz und zum Forstberg“ sowie abschließend Heinz Reitz, „Der Blechhammer zu Erbach im Odenwald“. Die Beiträge sind wieder mit zahlreichen überwiegend farbigen Abbildungen ausgestattet.
Buchhinweise auf Neuerscheinungen bilden den Abschluss dieses Heftes 4 2023 der Zeitschrift „Der Odenwald“. Es kann über die Geschäftsstelle des Breuberg-Bundes, Ernst-Ludwig-Straße 2-4 in 64747 Breuberg oder den Buchhandel sowie über das Internet unter www.Breuberg-Bund.de, wo auch weitere Informationen zu bekommen sind, für 5.- Euro bezogen werden.