Titel Logo
Mitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth
Ausgabe 14/2026
Gemeinde Marloffstein
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Informationen

Der Neubau am Wasserturm in Marloffstein macht sichtbare Fortschritte. Darüber informierten der Erste Bürgermeister der Gemeinde Marloffstein, Helmut Memmert, und der Vorsitzende des Wasserzweckverbandes Marloffsteiner Gruppe sowie Erster Bürgermeister der Gemeinde Dormitz, Holger Bezold, bei einem gemeinsamen Baustellenbesuch.

Mit der Maßnahme wird die Wasserversorgung in der Region nachhaltig gestärkt. Die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen für den 180 Kubikmeter fassenden Wasserturm wären so aufwendig und teuer geworden, dass ein Ersatzneubau eindeutig die wirtschaftlichere Variante ist. Durch den Neubau entstehen zwei zusätzliche Wasserkammern mit jeweils 200 Kubikmetern Fassungsvermögen. Damit wird die Speicherkapazität deutlich erhöht und gleichzeitig die Versorgungssicherheit verbessert.

Ein wesentlicher Vorteil der neuen Anlage liegt in der sogenannten Redundanz. Künftig stehen mehrere Systeme zur Verfügung, sodass bei einem Ausfall einzelner Pumpen oder Anlagenteile die Wasserversorgung weiterhin zuverlässig gewährleistet werden kann. Gleichzeitig wird durch die größere Speicherkapazität auch der Brandschutz in der Gemeinde Marloffstein verbessert.

Besonders bemerkenswert ist die Bauweise des neuen Gebäudes. Es wird als Hybridbau errichtet: Der untere Bereich besteht aus Beton, während die äußere Gestaltung überwiegend in Holz ausgeführt wird. Nach Angaben des Wasserzweckverbandes handelt es sich dabei im Bereich der Wassertechnik um eine innovative und zukunftsweisende Lösung.

Die beiden neuen Wasserkammern sind bereits errichtet. Derzeit beginnen die Arbeiten an der technischen Ausrüstung und der Verfahrenstechnik. Im Sommer sollen die Versorgungsleitungen hergestellt werden. Wenn der Bauzeitenplan eingehalten werden kann, soll die neue Anlage bereits im September fest an das Versorgungsnetz angeschlossen werden.

Auch finanziell verläuft das Projekt nach Plan. Der Kostenrahmen wurde mit rund 2,4 Millionen Euro kalkuliert. Nach Einschätzung von Verbandsvorsitzendem Holger Bezold sind derzeit keine unvorhergesehenen Kostensteigerungen zu erwarten.

Der bestehende Wasserturm, der seit vielen Jahren das Ortsbild prägt und als Wahrzeichen von Marloffstein gilt, bleibt selbstverständlich erhalten. Bürgermeister Helmut Memmert betonte, dass der Turm zwar in die Jahre gekommen sei, aber weiterhin das Landschaftsbild prägen werde. Über eine mögliche künftige Nutzung könne zu gegebener Zeit beraten werden.

Mit dem Neubau investiert der Wasserzweckverband Marloffsteiner Gruppe in eine moderne und zukunftssichere Infrastruktur und schafft die Voraussetzungen für eine zuverlässige Trinkwasserversorgung der angeschlossenen Gemeinden für viele Jahre.