Die Grundschüler nicht nur in Oberzent müssen sich gerade entscheiden, welche weiterführende Schule sie ab dem Sommer besuchen möchten. Um ihnen bei der Entscheidung zu helfen, hat die Oberzent-Schule einen Schnuppertag angeboten, an dem es viel zu erleben gab.
Nach der gemeinsamen Begrüßung durch Stufenleiterin Angela Jöst und Schulleiter Bernd Siefert führte dieser durch die Schule. Naturwissenschaftliche Räume, Musik, Aula, Computer- und Klassenräume sowie Mensa wurden besichtigt. Beim Werken mit Dennis Hemberger und der Stellvertretenden Schulleiterin Heidi Domack sägten die Schüler Schlüsselanhänger aus, die sie mit nach Hause nehmen durften. Später stand Kochen mit Angela Jöst auf dem Programm.
„Wir sind die Integrierte Gesamtschule für die Schüler der Oberzent und der Region“, stellte Siefert das Leitbild vor. Schule wird als Lern- und Lebensraum verstanden, in dem die individuelle und ganzheitliche Entwicklung der Jugendlichen gefördert wird. Die OZS richtet ihren Blick auf die vielfältigen Begabungen der Schüler. Alle begegnen sich mit Respekt, Wertschätzung und Empathie. „Dass wir unser Leitbild leben, zeigen wir.“ Das schafft Vertrautheit, worum es bei der Entscheidung für die passende weiterführende Schule geht.
Frühzeitig arbeitet die OZS mit den Grundschulen zusammen, um die Kinder auf ihren weiteren Lebensschritt vorzubereiten. Bis zur Anschlussfähigkeit beim Übergang in Schule und Beruf bleibt das verlässliche und vertrauensvolle Verhältnis bestehen, erläuterte er. In Kooperation mit regionalen und internationalen Partnern und in Zusammenarbeit mit Eltern, Kommunen, Schulen sowie Betrieben wird die Entwicklung der Schüler gefördert.
Was macht die OZS aus? Für Zehntklässler Julian Seibt sind es die familiäre Atmosphäre und der freundliche Umgang: „Jeder kennt jeden.“ Merle Hettegger (8. Klasse) nennt die kleinen Klassen und das gute Lernklima. Für Tim Scior aus der 10. Klasse sind es gute Projekte wie „Aufeinander zugehen“ oder „Stolpersteine reinigen“.
Grundschullehrer Felix Schäffler, ein ehemaliger Schüler der OZS, nennt als besonderes Merkmal die gute Anschlussfähigkeit und Vorbereitung aufs Gymnasium nach der zehnten Klasse. Auch die Ehemaligen Felix Sasse und Bianca Hoffmann sind jetzt als Lehrer an der Schule. „Man war gut auf das Leben vorbereitet“, berichten sie. Florian Konrad, im vergangenen Sommer als Lehrer nach Beerfelden gekommen, hebt die ruhige und konzentrierte Arbeit der Schüler hervor: „Man kann ihnen vertrauen.“
Der Besuch der Grundschüler „ist wirklich großartig verlaufen“, bilanzierte Angela Jöst. Alle arbeiteten hervorragend mit und trugen zu einer positiven Atmosphäre bei. Die Unterstützung der Schüler der Jahrgangsstufe 10 war ihren Worten zufolge vorbildlich und half maßgeblich, den Grundschülern ein schönes Erlebnis zu ermöglichen. „Genau diese gelebte Gemeinschaft macht die Oberzent-Schule aus“, betonte sie.