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mossautal aktuell
Ausgabe 13/2026
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Förderverein Güttersbacher Dorfleben zieht positive Bilanz – Verein wächst weiter

itglieder des Fördervereins Güttersbacher Dorfleben beim Arbeitseinsatz auf den Streuobstwiesen rund um Güttersbach. Beim Mistelschneiden wurden die Bäume von dem Schmarotzer befreit.

Eine der entfernten Mistelkugeln: Die Helfer des Fördervereins zeigen das Ergebnis ihres Einsatzes. Insgesamt trafen sich die Mitglieder im vergangenen Jahr dreimal, um befallene Obstbäume rund um Güttersbach von Misteln zu befreien.

Mit Traktor und Arbeitskorb ging es auch in die Baumkronen: So konnten die Mitglieder des Fördervereins beim Mistelschneiden selbst hoch gelegene Misteln entfernen und die Streuobstwiesen rund um den Ort pflegen.

Die Teilnehmer des Mistelschneidens vor dem Panorama von Güttersbach. Der Pflegeeinsatz ist Teil des vielfältigen Engagements des Fördervereins für das Dorfleben, über das bei der Jahreshauptversammlung berichtet wurde.

Gemeinsam für das Dorf: Der neu gewählte Vorstand des Fördervereins Güttersbacher Dorfleben mit Axel Etzrodt, Peter Dehnert, Sabine Köhler, Gabor Sulyok, Lothar Sauer, Verena Sauer-Winkens und Dunja Schildge-Reichmann.

Verein wächst weiter

Gut besucht war die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Güttersbacher Dorfleben e.V. im Dorfgemeinschaftshaus. Vorsitzender Peter Dehnert blickte in seinem Jahresbericht auf ein ereignisreiches zweites Geschäftsjahr zurück und machte deutlich, dass der Verein nach dem „Aus“ des Vorhabens, in Güttersbach einen neuen Dorfladen zu eröffnen, eine erfolgreiche Neujustierung vorgenommen habe.

Im vergangenen Jahr habe der Verein ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Neben den Regularien der Vereinsarbeit fanden acht Themenabende, ein Grillfest, ein Pizza- und Spiele-Event für Kinder, zwei Autorenlesungen sowie ein Kunstevent über ein ganzes Wochenende statt. Außerdem trafen sich Mitglieder dreimal zum Mistelschneiden auf Güttersbacher Streuobstwiesen.

Großen Zuspruch fanden auch zwei Pizza- und Brotbackkurse, die mit jeweils zwölf Teilnehmern vollständig ausgebucht waren. „Das Angebot kam so gut an, dass wir 2026 sogar vier Kurse anbieten werden“, berichtete Initiator Gabor Sulyok.

Insgesamt seien alle Veranstaltungen hinsichtlich Erwartungen, Besucherzahlen und Resonanz erfolgreich gewesen, betonte Dehnert. Besonders hätten sich die Themenabende zu einem passenden Format für den Verein entwickelt. Diese hätten auch zahlreiche Gäste aus der gesamten Region angezogen. Zudem seien daraus bereits Folgeaktivitäten entstanden: Nach einem Astronomie-Vortrag habe sich beispielsweise eine Gruppe gebildet, die sich nun regelmäßig trifft, um gemeinsam den Sternenhimmel zu beobachten.

Auch ein Lesekreis hat sich inzwischen etabliert. Sabine Köhler berichtete von fünf Mitgliedern, die sich monatlich treffen, um gemeinsam Bücher zu besprechen. „In einer Einführung wird über Autoren sowie die Zeit, in der das Buch spielt, gesprochen“, erläuterte Köhler. Außerdem würden dabei auch ausgewählte Passagen aus den Büchern vorgelesen.

Darüber hinaus leitet Peter Dehnert eine Schreibwerkstatt mit derzeit acht regelmäßigen Teilnehmern. Dort entstehen Texte unterschiedlichster Art – von der Verarbeitung persönlicher Lebenserinnerungen bis hin zu eigenen Gedichten.

Um die Mitglieder regelmäßig über die Aktivitäten des Vereins zu informieren, wurden im vergangenen Jahr zwölf Rundbriefe jeweils zum Monatsende verschickt. Besonders erfreulich sei außerdem die Entwicklung der Mitgliederzahlen, denn der Verein wuchs im Jahr 2025 um zehn neue Mitglieder auf nun insgesamt 30.

Webmasterin Dunja Schildge-Reichmann berichtete, dass neben den üblichen Informationen alle Aktivitäten auf der Homepage des Vereins mit Fotos dokumentiert werden. Auch Geschenkgutscheine können dort angefordert werden. Eine Auswertung habe gezeigt, dass neben den Mitgliedern auch zahlreiche externe Gäste die Seite besuchen und darüber viele Anfragen eingehen. Das größte Interesse gelte dabei den geplanten Veranstaltungen des Fördervereins.

Wie Schildge-Reichmann weiter erläuterte, wird der Verein in Kürze zusätzlich mit einem Instagram-Account und einer WhatsApp-Gruppe starten, um insbesondere auch jüngere Menschen anzusprechen. Zudem möchte sich der Verein an einer geplanten Dorf-App beteiligen, die künftig gemeinsam von Vereinen und Gemeinde entwickelt werden soll.

„Unser Ziel ist es nicht, Gewinn zu machen, sondern Angebote für die Bevölkerung zu schaffen“, betonte Kassenwart Gabor Sulyok in seinem Bericht. Zwar habe das vergangene Jahr mit einem kleinen Minus abgeschlossen, der Kassenbestand sei dennoch erfreulich stabil.

Unter der Leitung von Wahlleiter Ronald Pädel standen anschließend die Vorstandswahlen an. Peter Dehnert wurde als Vorsitzender bestätigt. Nach einer Pause übernimmt Dunja Schildge-Reichmann erneut das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden. Gabor Sulyok bleibt Kassenwart und Sabine Köhler weiterhin Schriftführerin. Als Beisitzer wurden die bisherigen Mitglieder Verena Sauer-Winkens und Lothar Sauer bestätigt; neu in den Vorstand gewählt wurde Axel Etzrodt.

Mit Blick auf das laufende Jahr kündigte Dehnert erneut ein abwechslungsreiches Programm an. Neben weiteren Themenabenden sind zwei Autorenlesungen, ein Grenzgang mit dem Revierförster, ein Wirtshaussingen mit der Chorgemeinschaft Mossautal, eine Weinprobe sowie ein Kunstworkshop für Kinder und Jugendliche geplant. Außerdem soll in Kooperation mit der Gemeinde Mossautal und der Ehrenamtsagentur des Odenwaldkreises ein sogenanntes Jugendforum für 11- bis 20-jährige Mossautaler stattfinden. Darüber hinaus ist erneut die Veranstaltung „Kunst in der Natur“ mit Livemusik vorgesehen.

Zur Unterstützung der geplanten Projekte hat der Verein bereits mehrere Förderanträge gestellt, unter anderem im Rahmen der Initiative „Landkultur-Perlen“ für Workshops mit Kindern und Jugendlichen. Zudem bewirbt sich der Förderverein um den Zukunftspreis der Odenwaldstiftung und hat einen Antrag bei der Stiftung der Sparkasse eingereicht.

Text und Fotos von Dieter Berlieb