Bei der Jahresversammlung des kommunalen Fördervereins Bürgersinn Mossautal hat es einen Wechsel an der Spitze gegeben: Der langjährige Vorsitzende Dietmar Bareis schied nach zehn Jahren aus seinem Amt aus.
Da der ehemalige Bürgermeister von Mossautal inzwischen nicht mehr überwiegend in Deutschland lebt, ließ er sich für die Versammlung entschuldigen. Die Leitung übernahm sein Stellvertreter Harald Eisenhauer, der selbst ebenfalls nicht mehr zur Wiederwahl antrat, nachdem er auch aus dem Amt des Ersten Beigeordneten ausscheiden wird.
In seinem Jahresbericht blickte Eisenhauer zunächst auf die Geschichte des Vereins zurück. Dieser wurde im August 2000 gegründet und hat sich seitdem insbesondere der Förderung von Jugend- und Seniorenarbeit, Kultur und Umweltschutz sowie der Unterstützung von Kindergarten und Grundschule verschrieben.
Gleich zu Beginn habe die Grundschule von einer PC-Ausstattung im Wert von 10.000 Euro profitiert. Als besonders erfreulich bezeichnete Eisenhauer die Gesamtfördersumme des Vereins, die sich mittlerweile auf über 200.000 Euro beläuft.
Auch im Berichtsjahr 2025 wurden wieder zahlreiche Projekte unterstützt: So finanzierte der Verein unter anderem T-Shirts für die Minifeuerwehr und Grundschüler, beteiligte sich an den Ferienspielen mit einem Ausflug sowie dem Einsatz eines Spielmobils, zudem übernahm er eine Patenschaft für das Gesundheitsprogramm „Klasse 2000" an der Grundschule. Es wurden auch Mittel für Spielplätze in Hüttenthal und Hiltersklingen bereitgestellt. Eine weitere Zuwendung ging an den Förderverein Güttersbacher Dorfleben.
Für zusätzliche Einnahmen sorgten neben den Mitgliedsbeiträgen auch besondere Spendenaktionen. Zwei Mitglieder hatten nämlich anlässlich ihrer Geburtstage auf Geschenke verzichtet und stattdessen um Spenden für den Verein gebeten, mit beachtlichem Ergebnis, wie es heißt.
Mit Blick auf das Jahr 2026 stellte Eisenhauer mehrere geplante Fördermaßnahmen vor. Dazu zählen ein Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro für ein Zelt der Jugendfeuerwehr Mossau, 500 Euro für die Seniorenweihnachtsfeier sowie 1.000 Euro für die Ferienspiele. Für die Ertüchtigung des Spielplatzes in Güttersbach sind 5.000 Euro vorgesehen.
Darüber hinaus will der Verein die Anschaffung von Spielgeräten für das Außengelände der Kindertagesstätte unterstützen. Grund-sätzlich, so Eisenhauer, fördere der Verein Projekte nur anteilig und prüfe eingehende Anträge auf ihre Satzungskonformität.
Kassierer Dennis Lautenschläger berichtete von Ausgaben in Höhe von über 8.700 Euro, die Einnahmen lagen bei rund 7.300 Euro. Möglich wurde dies unter anderem durch die Unterstützung von derzeit 196 Mitgliedern. Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung, woraufhin der Vorstand einstimmig entlastet wurde.
Vor den Neuwahlen dankte Eisenhauer dem bisherigen Vorstand, insbesondere dem scheidenden Vorsitzenden Bareis, für dessen engagierte Arbeit. Bei den anschließenden Wahlen wurde Bürgermeister Andreas Mutschke einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Nina Mäußler übernimmt das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden. Schriftführer bleibt Kai Heck, neue Kassenführerin ist Nina Schütz. Als Beisitzer wurden Lothar Sauer und Alexander Emig gewählt. Die Kassenprüfung im kommenden Jahr übernehmen Peter Dehnert und Heinz Bechtold.
Mit dem Ausscheiden Eisenhauers endet zugleich ein Stück Vereinsgeschichte: Er war das letzte verbliebene Mitglied des Gründungsvorstands von 2000, damals noch unter dem Vorsitz des früheren Bürgermeisters Willi Keil. Zunächst als Schriftführer tätig, war er ab 2012 Vorsitzender und zuletzt zehn Jahre lang stellvertretender Vorsitzender. „Die Zukunft des Vereins ist gesichert", zeigte sich Eisenhauer zum Abschluss überzeugt und bezeichnete die Arbeit des Fördervereins als „tolle Sache". Den neuen Vorstand ermutigte er, den eingeschlagenen Weg aktiv fortzusetzen.
Auch der neue Vorsitzende blickt optimistisch auf seine Aufgabe: „Ich freue mich darauf", sagte Mutschke. In seiner Funktion als Bürgermeister habe er bereits viele Einblicke in die Vereinsarbeit gewonnen und wolle diese nun weiter voranbringen. Aus der Versammlung kam zudem die Anregung, die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren. Tanja Lenz schlug vor, regelmäßig über Förderprojekte in Presse und Gemeindeblatt zu berichten sowie gezielt neue Mitglieder auch persönlich anzusprechen.