Ein besonderer Tag voller Musik, Theater und wichtiger Botschaften prägte am 8. Juni 2026 die Aula der Grundschule Mossautal. Die Grundschule Mossautal und die Waldbachschule Zell wurden offiziell in das bundesweite Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" aufgenommen.
Bereits der offene Anfang bot Gelegenheit zum Ankommen und Austauschen, bevor die Schülerinnen und Schüler beider Kooperationsschulen ein abwechslungsreiches Programm gestalteten. Mit viel Engagement und Kreativität setzten sie ein deutliches Zeichen für ein respektvolles und friedliches Miteinander.
Die Kinder der dritten und vierten Klassen der Waldbachschule präsentierten ein Rollenspiel zum Thema Streitschlichtung und zeigten, wie Konflikte fair und wertschätzend gelöst werden können. Anschließend trugen die Klassen 1 und 2 sowie die Musical-AG der Waldbachschule mit dem Song „Bunt ist viel schöner als braun" die Botschaft vor, wie bereichernd Vielfalt sein kann.
Die Klassen 2a, 2b und 3a der Grundschule Mossautal begeisterten mit dem Lied „Raffi, die Giraffe". Das Lied greift die Idee der sogenannten „Giraffensprache" auf, die auf der Gewaltfreien Kommunikation basiert. Die Giraffe gilt dabei als das Tier mit dem größten Herzen und steht sinnbildlich für einen wertschätzenden, empathischen und respektvollen Umgang miteinander.
Die Schülerinnen und Schüler der beiden ersten Klassen ermutigten in dem Kinderschutzrap „Hand aufs Herz" dazu, auf die eigenen Gefühle zu vertrauen, Grenzen zu setzen und füreinander einzustehen.
„Viele gute Wünsche" gaben die Viertklässler allen Anwesenden in Form einer berührenden Lieddarbietung mit auf den Weg. Im anschließenden Beitrag „Unsere Vorhaben" berichteten die Schülerinnen und Schüler davon, wie sie die Werte von Respekt, Toleranz und Courage künftig aktiv an ihren Schulen leben und stärken möchten.
In ihren Ansprachen betonten die Schulleiterinnen Andrea Böhme und Ulrike Hartnagel, dass die Auszeichnung nicht nur eine Ehrung, sondern vor allem ein Auftrag sei. Es gelte, jeden Tag Verantwortung zu übernehmen und aktiv für ein respektvolles Zusammenleben einzutreten.
Zu Wort kamen auch die Paten beider Schulen. Edward Kiduma, der die Patenschaft für die Waldbachschule übernommen hat, berichtete von seinen eigenen Erfahrungen als Mensch mit Migrationsgeschichte. Mehrfach betonte er, dass der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" nicht nur eine Auszeichnung sein dürfe, sondern täglich mit Leben gefüllt werden müsse. Respekt, Mitgefühl und die Bereitschaft, füreinander einzustehen, seien Werte, die im schulischen Alltag immer wieder bewusst gelebt werden müssten.Für die Grundschule Mossautal richtete Dietmar Bareis, ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Mossautal, per Videobotschaft seine guten Wünsche an die Schulgemeinschaft.
Den feierlichen Höhepunkt bildete die offizielle Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" durch Ahmet Selçuk Özkan von der Landeskoordination.
Mit ihrer Aufnahme verpflichten sich die beiden Schulen, sich auch in Zukunft aktiv mit Themen wie Diskriminierung, Ausgrenzung und Zivilcourage auseinanderzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Mitarbeitenden wollen gemeinsam dafür einstehen, dass ihre Schulen Orte bleiben, an denen Mut, Hilfsbereitschaft, Offenheit, Neugier, Freundlichkeit und Respekt gelebt werden.