Am Akkordeon: Gerd Lautenschläger
An der Gitarre: Adolf Schork
Alle Fotos „Dorfleben“
Die alte Volksweisheit wurde beim 1. Güttersbacher Wirtshaussingen bestätigt – was nicht unbedingt zu erwarten war, sich die Veranstalter, die Chorgemeinschaft 1912 Mossautal und Güttersbacher Dorf-leben aber erhofft hatten. Dabei war ja die Kooperation der beiden Vereine über die Grenzen der Ortsteile hinweg schon etwas Gutes, weil sie das Gemeinschaftsgefühl in der Kommune stärkt, - welche Atmosphäre sich im Güttersbacher DGH aber einstellen würde, war die zentrale Frage.
Doch Kurt Kreuzer hatte musikalisch alles gut vorbereitet und brachte 20 stimmfeste Sängerinnen und Sänger, sowie ein Akkordeon ( Gerd Lautenschläger) und eine Gitarre (Adolf Schork) inklusive Fanclub mit. Zusammen mit den Güttersbacher Amateuren füllte das mit 50 Sangesfreudigen, unter ihnen auch unser Bürgermeister Andreas Mutschke, den Raum:
Kurt Kreuzer hatte auch das richtige Gefühl für die Auswahl der 29 Lieder, ihre Einteilung in Blöcke mit 4 Pausen dazwischen für Trinken und Essen aus dem „Dorfleben-Kochstudio“, Sauerteigbrot mit diver-sen Brotaufstrichen, gefüllte Blätterteighörnchen, Käsewürfel, Rindswürstchen aus Hüttenthal sowie frische Brezeln und Brötchen aus der Güttersbacher Dorfbäckerei. Es reichte für Alle.
Der erste Liederblock mit eindringlichen Titeln wie „Die Rose“, „Du liegst mir im Herzen“, „Hammerschmied“ und „Griechischer Wein“ diente dem Einsingen, Kennenlernen sowie Stimme und Gehör justieren. Damit waren die Voraussetzungen für den „Heimat-Block“ gegeben und aus voller Brust konnten „Tief im Odenwald“, „Mein Mos-sautal“, die „Scholzegräit“, „De griene Boam“, „Mer sin alle vum Oarewoald“, „Bin isch net en schäine Ourewäller Bu“ und schließlich „Schäi wie dehoam“ gesungen werden.
Die Odenwälder Hymnen waren für zugereiste „Hochdeitsche“ natür-lich eine Herausforderung, hatte aber auf die Stimmung keine dämpf-ende Wirkung. Im Gegenteil, der nächste Block mit bekannten Titeln „Wie horch was kommt von draußen rein“, „Ein Heller und ein Batzen“, „Liebeskummer lohnt sich nicht…“, „So schön, so schön war die Zeit“, und auch das „Rennsteiglied“ hielt die Anwesenden nicht mehr auf den Stühlen. Stehend schunkelnd und lauthals singend wurden „Bergvaga-bunden“, „Schneewalzer“, das „Kufsteinlied“, „Sierra madre“, „Drunken sailor“,sowie „Country roads“ ge- und besungen.
Natürlich durften auch die bekannten „Wirtshaus-Hauer“ „Trink, trink Brüderlein trink“ und „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ nicht fehlen und konnten mit ruhigem Gewissen gesungen werden, weil es in Ober-Mossau ja nicht nur die Chorgemeinschaft, sondern auch Schmucker gibt, beide haben uns an diesem Abend gut versorgt.
Wie konnte es deshalb anders sein: Zum Abschluss gab es „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ bei offenen Fenstern in der Umgebung des DGH noch gut zu vernehmen.
Der Abend zeigte eindrucksvoll, dass es neben der Erhöhung der Grund-steuer B und anderen kommunalen Problemen, noch erfreuliche Begeg-nungsformen gibt, die die Probleme zumindest kurz vergessen lassen.
Die Resonanz auf das „Wirtshaussingen“ war durchweg positiv, die Zeichen stehen für eine Wiederholung in 2 Jahren.
Unser Dank gilt allen Beteiligten der Chorgemeinschaft, besonders Kurt Kreuzer für Idee und Anfrage und musikalischem Arrangement und den Mitsängern aus Güttersbach sowie den Mitgliedern und fleißigen Helfern von „Dorfleben“.