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mossautal aktuell
Ausgabe 31/2026
Aus dem Rathaus
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Information der Gemeinde Mossautal zur Situation freilaufender Katzen in Güttersbach

In den vergangenen Monaten wurde der Gemeinde Mossautal eine deutliche Zunahme freilaufender Katzen im Bereich Güttersbach (Hüttenthaler Straße / Am Kirchgarten) gemeldet. Gemeinsam mit dem Veterinäramt des Odenwaldkreises, der Tierschutzinitiative Odenwald (TSI), dem Tierheim TINO sowie der ARStiftung wurde die Lage vor Ort geprüft. Die beteiligten Organisationen bestätigten, dass sich erneut eine größere Population unkastrierter Katzen gebildet hat. Dies deckt sich mit den Hinweisen aus der Nachbarschaft und den Feststellungen der Tierschutzbehörden.

Maßnahmen im August und September

Um eine weitere unkontrollierte Vermehrung zu verhindern, werden im August und September freilaufende Katzen im betroffenen Bereich eingefangen und durch eine Tierärztin kastriert, gechippt und registriert. Die beteiligten Tierschutzorganisationen stellen hierfür Fachpersonal und Ausrüstung bereit.

Hinweis an Katzenhalterinnen und Katzenhalter

Während der Fang- und Kastrationsphase bitten wir alle Katzenhalterinnen und Katzenhalter in Güttersbach, ihre Tiere zu beaufsichtigen oder vorübergehend im Haus zu halten, damit es nicht zu Verwechslungen mit freilaufenden Katzen kommt.

Hintergrund

Mossautal verfügt bislang über keine Katzenschutz- bzw. Kastrationsverordnung. Die aktuelle Situation zeigt jedoch, dass eine solche Regelung – wie sie in Oberzent, Michelstadt und Erbach bereits besteht – ein wirksames Instrument sein kann, um Tierleid zu verhindern und die Population kontrolliert zu halten.

Im Zuge der Vorbereitung einer entsprechenden Katzenschutzverordnung weist die Gemeinde darauf hin, dass mit Einführung einer solchen Regelung bestimmte Pflichten für Halterinnen und Halter gelten werden. Wie in anderen Kommunen üblich, können bei wiederholter Nichteinhaltung auch finanzielle Maßnahmen vorgesehen sein. Ziel ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Freigängerkatzen, nicht die Sanktion.

Der Deutsche Tierschutzbund hat zudem bestätigt, dass eine Katzenschutzverordnung auch für Katzen gilt, die überwiegend im Haus leben, jedoch Freigang erhalten. Damit wird sichergestellt, dass alle Tiere, die nach draußen gelangen, einheitlich geschützt sind und zur Stabilisierung der Population beitragen.

Bestätigung der beteiligten Organisationen

Die Gemeinde Mossautal hat die vorliegende Pressemitteilung unter fachlicher Beratung abgestimmt mit:

  • Frau Faust-Schmidt (TINO / Landestierschutzverband Hessen)
  • Frau Dr. Julia Hildebrand (Veterinäramt Erbach)
  • Frau Wiese (TSI)
  • Frau Röth, AR-Stiftung

Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis und um freundliche Mitarbeit.

Ihr
Andreas Mutschke
Bürgermeister der Gemeinde Mossautal