Reinhard und Michaela Künzel auf der Sitzgruppe des neuen „Rastplatzes am Dalles“ in Güttersbach, der Wanderer, Radfahrer und Ausflügler zum Verweilen einlädt.
Reinhard Künzel zieht den Erdkühler heraus und zeigt das Getränkeangebot des neuen „Rastplatzes am Dalles“, dessen Verkaufserlös dem Güttersbacher Feuerwehrverein zugutekommt.
Gruße Freude über den neuen „Rastplatz am Dalles“ in Güttersbach. Der Aufsteller weist Besuchern den Weg zur neuen Radler- und Wanderrast.
Der Schrank am „Rastplatz am Dalles“ hält Leergutkisten, Karten- und Gesellschaftsspiele, ein Gästebuch sowie die Kasse auf Vertrauensbasis bereit.
Wer mit dem Fahrrad oder zu Fuß durch das Mossautal unterwegs ist, findet ab sofort auch im Herzen von Güttersbach eine einladende Möglichkeit für eine Pause. Am Dalles ist mit dem neuen „Rastplatz am Dalles“ eine liebevoll gestaltete Radler- und Wanderrast entstanden, die Erfrischung und Begegnung miteinander verbindet.
Angeboten werden erdlochgekühlte Getränke wie Mineralwasser, Limonade, Spezi, Radler und Bier - alles in umweltfreundlichen Glasflaschen und zu erschwinglichen Preisen. Zum Verweilen lädt eine gemütliche Sitzgruppe ein. Ein Schrank beherbergt die Kasse, Getränkekästen für das Leergut sowie Karten- und Gesellschaftsspiele. Außerdem liegt ein Gästebuch aus, in dem Besucher ihre Eindrücke und Erlebnisse rund um ihre Touren durch Güttersbach festhalten können.
Die Idee für den Rastplatz stammt von der Familie Künzel und wurde maßgeblich von Tochter Helena umgesetzt. Sie ist inzwischen Eigentümerin des Fachwerkhauses, zu dem der Platz gehört. Gemeinsam mit Freunden übernahm sie den Aushub für die Erdkühler, verlegte Steinplatten und neue Fußbodendielen und gestaltete auch die Informationstafel.
Der Rastplatz befindet sich gegenüber dem ehemaligen Dorflädchen an zentraler Stelle im Ort. Direkt an der Straße gelegen, die auch vom Nibelungensteig tangiert wird, bietet er sich als Anlaufpunkt für Wanderer, Radfahrer und Motorradfahrer an. Auch Gäste des Drachenwegs "Triumphalis" erreichen die Raststation mit nur einem kleinen Abstecher.
Während der Sommermonate sorgt Reinhard Künzel dafür, dass der Getränkevorrat stets aufgefüllt ist. Das neue Angebot wird bereits gut angenommen. Neben Ausflüglern nutzen auch Nachbarn und Bekannte den Platz als Treffpunkt. Weitere Besucher aus Güttersbach und der Umgebung seien jederzeit willkommen.
„Die Idee hatten wir, nachdem Patri’s Lädchen, das den Platz ebenfalls als Sitzecke für seine Kunden rege nutzte, geschlossen wurde“, berichtet Reinhard Künzel. Damit sollte das lauschige Plätzchen wieder für Gäste geöffnet und sinnvoll genutzt werden.
Auch der Bedarf sei vorhanden gewesen. „Hier kamen immer wieder durstige Wanderer vorbei, die manchmal schon unseren Brunnen zur Erfrischung nutzten“, erzählt Michaela Künzel. Abgesehen von den beiden Gastronomiebetrieben gebe es im Ort keine Möglichkeit mehr, Getränke zu kaufen.
Die Getränke werden über den Güttersbacher Feuerwehrverein beschafft, dessen Vorsitzender Reinhard Künzel ist. Der Erlös aus dem Verkauf kommt vollständig dem Verein zugute. Bezahlt wird auf Vertrauensbasis. „Wir vertrauen dabei auf die Ehrlichkeit der Leute“, sagt Reinhard Künzel. Mit diesem Prinzip habe man bereits an anderen Standorten, etwa am Unter-Mossauer Rathaus, gute Erfahrungen gemacht.
Seit vielen Jahren engagieren sich Michaela und Reinhard Künzel außerdem mit einem Stand auf dem Güttersbacher Weihnachtsmarkt. Den Erlös spenden sie regelmäßig für Projekte im Dorf. Im vergangenen Jahr verzichteten sie allerdings auf eine Zuwendung für die Allgemeinheit und investierten den erzielten Gewinn stattdessen in den neuen Rastplatz. So entstand ein weiterer Treffpunkt, der nicht nur Wanderern und Radfahrern eine willkommene Pause ermöglicht, sondern zugleich das Miteinander im Ort stärkt.