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mossautal aktuell
Ausgabe 37/2026
Aus unserer Gemeinde
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Gemeinsame Übung von Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr Hiltersklingen

Rauchentwicklung an der Quellkirche Güttersbach

Dichter Rauch drang aus dem kleinen Fenster über der Kirchenpforte der evangelischen Quellkirche in Güttersbach: Dieses Szenario bot sich den Kräften der Freiwilligen Feuerwehr Hiltersklingen am Freitag, den 28. August. Im Rahmen einer realistisch inszenierten Gemeinschaftsübung probten die Einsatzabteilung und der Feuerwehrnachwuchs gemeinsam den Ernstfall an einem außergewöhnlichen Objekt.

Nach der regulären Ausbildungspause in den Sommerferien ließen es sich fünf Jugendliche nicht nehmen, praktische Erfahrungen an einem Sonderobjekt zu sammeln. Zusammen mit den Kräften der Einsatzabteilung rückten insgesamt 13 ehrenamtliche Helfer mit einem Löschgruppenfahrzeug und einem Tragkraftspritzenfahrzeug nach Güttersbach aus.

Menschenrettung unter Atemschutz und enge Platzverhältnisse

Vor Ort war die Lage zunächst unübersichtlich. Laut ersten Angaben von Passanten drang dichter Qualm aus dem Gebäude, zudem galten mehrere Personen im Kircheninneren als vermisst. Am oberen Fenster des Kirchturms machte sich eine Person bemerkbar, die dringend gerettet werden musste.

Aufgrund der engen örtlichen Gegebenheiten transportierten die Einsatzkräfte Schläuche, Strahlrohre und Rettungsgeräte von Hand durch den Garten zum Gebäude. Unverzüglich drangen Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz in die verqualmte Kirche ein. Im Innenbereich begann die Suche nach den Vermissten und die Brandbekämpfung. Ein Mann war vor den Rauchmassen in den Dachbereich der Kirche geflohen, da ihm der Weg nach unten versperrt war und war dort erschöpft zusammengebrochen. Die Atemschutztrupps lokalisierten den reglosen Mann sowie zwei weitere Personen, brachten sie sicher ins Freie und übergaben sie zur weiteren Betreuung. Kurz darauf konnte auch für das Kirchenschiff,,Feuer aus“ gemeldet werden.

Gelungener Ablauf ein einem anspruchsvollen Sonderobjekt

Bei der anschließenden Nachbesprechung zogen Organisatoren und Teilnehmende ein durchweg positives Fazit. Die Übung bot eine hervorragende Möglichkeit, Standardabläufe und grundlegende Handgriffe zu vertiefen sowie das Zusammenspiel zwischen Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilung unter anspruchsvollen Bedingungen zu festigen. Die Besonderheiten des historischen Kirchenbaus verlangten den Helfern taktisches Geschick ab und machten das Szenario zu einer lehrreichen Praxiseinheit.