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Ausgabe 9/2026
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Die Güttersbacher Lehrer und die Schulgeschichte Teil IX

Blick auf das Güttersbacher Schulhaus (Bildmitte) ca. 1960. Der Lehrerhausanbau ist noch nicht vorhanden.

Jahr für Jahr fand an Weihnachten eine Bescherung der Kinder durch den Nikolaus statt. Foto: 1962 auf der Olfener Höhe.

Juni 1953: Mit 13 Kinder nahm die Schule Güttersbach am Zelt- und Ferienlager im Westerwald/Lahntal teil. Hier Ausflug nach Limburg.

Ansicht von Güttersbach ca. 1959. Die Schule steht unmittelbar unter der Kirche.

März 1957: Lehrer Willausch (hinten links) mit einem Teil der Schulabgänger.

Von Robin Helm

Karl Wagner

*26. November 1920 Groß-Umstadt +?

-Amtszeit in Güttersbach: vom 12. Juli 1948 bis Ostern (April) 1954.

Werdegang:

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Von 1931 bis 1939 die Oberrealschule zu Michelstadt besucht.

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Nach Ablegung der Reifeprüfung wurde Wagner zum Reichsarbeitsdienst (RAD) und später zum Heeresdienst eingezogen.

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Der Krieg führte ihn nach Polen, Russland, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Albanien, den baltischen Staaten und zuletzt nach Dänemark.

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Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft wurde Wagner durch Mentoren der Erbacher Volksschule zum Schulhelfer ausgebildet.

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August 1946 bis Juni 1947: Erster Einsatz in Schönnen.

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1947/1948 erhielt Wagner die eigentliche Lehrerausbildung am Pädagogischen Institut zu Jugenheim.

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Nach bestandenen 1. Lehrerexamen wurde er nach Haisterbach versetzt.

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1948: Nach wenigen Monaten nach Güttersbach gekommen.

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1954 nach Lauberbach versetzt.

Vorkommnisse:

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Nachdem Wagner die hiesige Schule übernommen hatte, war er sofort entschlossen einen ehrlichen Austausch mit der Gemeindeverwaltung über die eigentlichen Zustände der Schule klarzulegen.

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Juli 1948: Schreiben an Herrn Bürgermeister Dr. Haller. Die Schule befand sich laut Wagner in einem fast verwahrlosten Zustand. „Was einst Generationen vor uns mit gutem Mut gewagt und vollendet haben, ist heute der Verwahrlosung nahe.“ Sofortige Hilfe sei notwendig. Nicht nur der Lehrer war zur Arbeit berufen, ihm fehlte aber das nötige Material und vor allem die Arbeitstechnik. Auch das Schwimmbad war in einem schlechten Zustande: „Beschämt schauen wir auf das einst so schöne Dr. Haller Bad.“; Daher der Apell Wagners: Die Gemeinschaft müsse zur Tat schreiten!

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Dringlichste Arbeiten an der Schule: Abfuhr des großen Abfallhaufens im Schulhof. Vor allem aus Reinlichkeitsgründen sei dies unbedingt erforderlich. Schließlich wurde es von Lehrer Wagner allein bewältigt. Ausbesserung des Dachs und der Ziegel, Renovierung des Treppenhauses. Bei der Treppe bestand Einsturzgefahr, Ausbesserung der Abortanlage.

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Am 26. Dezember 1948 wurde eine wohlgelungene Weihnachtsfeier veranstaltet. Ein Märchenspiel von Leni Haller wurde vorgeführt sowie Lieder und Vorträge dargeboten.

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01. März 1949: Ein Winter ohne Schnee. Die Kinder hatten vergeblich auf Schnee gehofft.

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01. April 1949: Ein langes Schuljahr ging zu Ende. Dreitägiger Ausflug mit dem Fahrrad der 8. Klasse durch Blumenregen des Neckartals und der Bergstraße.

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01. Mai 1949 Schuljahr 1949/1950: 49 Kinder (21 Knaben/29 Mädchen).

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01. Juli 1949: Viel Sonne und wenig Heidelbeeren. Gemeinde hatte sich viel vorgenommen und der tatkräftige Bürgermeister Dr. Haller. Das Schwimmbad sollte neu erstehen. Man schaffte es auch unter Mitwirkung der Schulkinder. Trockener und heißer Sommer.

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26. September 1949: Ausflug nach Heidelberg. Herr Helm führ mit seinem LKW (Heidelberger Schloss, Heim über das Neckartal).

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Am 01. Oktober 1949 definitive Wahl und Bestätigung von Dr. Julius Haller zum Bürgermeister. Schule brachte Ständchen vor. Gemeinde war vollständig erschienen.

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10. Oktober 1949 Entlassungsfeier: Gedichte und ein Theaterstück von Leni Haller wurde vorgeführt. 12 Kinder verließen die Schule. Nun deutlich verkleinerte Kinderzahl von 36.

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27. November 1949: Alle Sangesfreudigen kamen an diesem Tag im Schulhaus zusammen, um den Güttersbacher Gesangverein wieder zu beleben.

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28. November 1949 Schulrat Schwamb kam. Die Kinder machten einen guten Eindruck. Der Schulsaal wurde eingerichtet mit Werkstücken der Kinder: „wohnlich und freundlich eingerichteter Schulsaal“.

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26. Dezember 1949: Weihnachtsfeier mit Kultur- und Sportverein Güttersbach (KSG). Krippendialog und Märchenspiel von Leni Haller. Am Schluss bescherte der Weihnachtsmann die Schulkinder.

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21. Februar 1950 Fastnacht: Kinder zogen Fastnachtskostüm an, eine lustige Handarbeitsstunde folgte. Am Nachmittag gings nach Erbach zu einem schönen Fastnachtsumzug.

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31. März 1950 Elternversammlung am Schuljahresschluss: 1. Teil Lied und Gesangsvorträge, Filmvorführung über Bienen, es sprach u.a. Herr Kaufmann…, 2. Teil Referat des Lehrers. Probleme der Landschulen im Allgemeinen und für die Güttersbacher Volksschule im Besonderen wurde besprochen. Finanzielle Not der Schule wurde am Dringlichsten herausgestellt und es wurde unter Beweis gestellt, dass die Schule im Mittelpunkt des Lebens stehe (jeder Pfennig sei Kapitalanlage). Ausführungen des Lehrers wurden zwar bejaht, aber die Gemeinde sei zu verschuldet für Mehraufwendungen. Wünsche des Schülerrats wurden von manch Anwesenden belacht. Dies empfand der Lehrer als peinlich, waren es doch teils wohlbegründete Wünsche der Kinder gewesen.

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Wiedereinführung des Läutens zum Unterricht.

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05. April 1950: Schuljahresschluss und Osterferien. Dreitägiger Ausflug mit dem Fahrrad ins Neckartal (Dilsberg und Heidelberg).

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25. April 1950 Schuljahr 1950/1951 begann. 33 Kinder (14 Knaben, 19 Mädchen).

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11. Juni 1950: Ausflug zum Frankfurter Zoo. Herr Helm führ mit seinem neuen LKW über Lindenfels, Bergstraße nach Frankfurt. Das Geld für den Ausflug wurde durch eine fleißige Heidelbeerernte verdient (200 kg gepflückt).

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05. September 1950: Grundsteinlegung des Gemeindehauses von Güttersbach mit kleiner Feier. Das Haus wurde für Heimatvertriebene erbaut. Eine Urkunde wurde in einer Flasche mit eingemauert.

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Am 02. Oktober 1950 wurde Johann Heinrich Helm neuer Bürgermeister. Er schenkte den Schulkindern schmackhafte Geschenke.

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03. Oktober 1950: Herr Gelbhaar (Lehrer von 1946 bis 1948) feiert Hochzeit in Güttersbach. Die Kinder brachten ein Ständchen vor. Gelbhaar fuhr danach mit seiner Frau nach Hamburg zu seinem damaligen Dienstort.

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10. Oktober 1950: Schulsaal und Treppenhaus wurden neu hergerichtet. Der schwarzgerußte Schulsaal und das halbverfallene Treppenhaus wurden von Malermeister Rein hergerichtet. Die Küche der Lehrerwohnung wurde verschönert.

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24. Dezember 1950 Weihnachtsfeier: Weihnachten mit Schnee. Feier mit Gesangverein (die Kultur- und Sportgemeinde war aufgelöst worden). Der Weihnachtsmann bescherte alle Schulkinder.

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01. Februar 1951: Im Winter zuvor wurden Dorfjugendabende auf Initiative des Lehrers abgehalten. Den Kindern der Oberstufe wurden Kulturfilme und Gesellschaftsspiele geboten. Ein Geschenk über 700 DM von der amerikanischen Jugendbetreuung für Deutschland sollte für das Jugendzimmer/Bibliothek verwendet werden.

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20. März 1951 Entlassungsfeier und Elternversammlung: Feier mit Kasperspiel (Figuren selbst gebastelt). Im Zentrum der Elternversammlung stand Rechenschaftsbericht des Lehrers über das vergangene Schuljahr. „Hierbei wurden die nötigen Neuanschaffungen und neue Lehrmethoden besprochen.“

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Schuljahr 1951/1952: 28 Kinder (11 Knaben/17 Mädchen).

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Pfingstausflug nach Würzburg mit der Oberklasse. Das Wetter war zum ersten Mal günstig. 8 Kinder mit Fahrrädern bei Abfahrt dabei. Es ging nach Main-Wertheim am Tauber Zufluss. Dann nach Würzburg. Rückfahrt über Tauberbischofsheim bis zum Wallfahrtsort Walldürn (in Jugendherberge übernachtet).

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28. September 1951: Wanderfahrt auf den Dilsberg (Oberstufe) über Finkenbachtal, und das Tal der Steinach. Übernachtung auf Dilsberger Jugendherberge. Ein wohlgelungenes Ritterspiel zwischen Ruinen der Burg und ein großangelegtes Feuerwerk wurden gezeigt.

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10. November 1951: Jugendheim eingeweiht. Alle Jugendlichen des Dorfes kamen zu einer kleinen Feier zusammen. Pfarrer Simon gestaltete 1. Teil der Feier. Dann Theaterstück, danach Kaffee und Kuchen.

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21. Dezember 1951: Weihnachtsfeier des Dorfes von der Schule gestaltet. Höhepunkt war ein Märchenspiel. Danach brachte der Nikolaus Geschenke.

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24. Februar 1952: 2. Prüfung (Staatsexamen) Lehrer Wagners.

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Schuljahr 1952/1953: 24 Kinder (8 Knaben/16 Mädchen).

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23. August 1952: 5-tägiger Ausflug nach Wimpfen, der durchs Heidelbeerpflücken finanziert wurde. Fahrt per Eisenbahn übers Neckartal. Gesamte Reise war für die Kinder ein großes Erlebnis. In Neckarsulm wurden die NSU-Werke besichtigt. In Wimpfen gefielen die alten Fachwerkhäuser und mittelalterlichen Bauten sehr gut.

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06. September 1952: Jugendsportfest in Hüttenthal (Bundessportfest). Fußballturnier von Hüttenthal gewonnen.

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20. Oktober 1952: Schulrat Göbel inspizierte die Schule drei Stunden lang. Er sprach sich lobend über die gut geführten Sachhefte aus und die schönen Leseerfolge beim ersten Schuljahr.

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02. April 1953 Entlassungsfeier und Elternversammlung: Mit Liedern wurden drei Schüler verabschiedet. Kasperspiel „Kasperl in Asien“. Elternabend wurde wieder ein Rechenschaftsbericht des Lehrers über die Schule und den Unterricht vorgetragen. Wagner wies besonders auf neue Lernmethoden hin. Auch diesmal kam Wagner auf die mangelnde Unterhaltungspflicht der Gemeinde zu sprechen.

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Schuljahr 1953/1954: 22 Kinder, 10 Knaben/12 Mädchen.

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11. Juni 1953: Schulkinder im Zelt- und Ferienlager. 13 Kinder der Schule im Westerwald/Lahntal. Ausflug nach Limburg.

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10. August 1953: Neueinweihung des Lindelbrunnen bei Hüttenthal (OWK). Schulkinder waren mit Lied und Gedichtvorträgen dabei.

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20. August 1953: Verkehrs- und Verschönerungsverein in Güttersbach gegründet. Im Saal von Johann Heinrich Helm. Der Gesangverein sowie die Schuljugend rundeten den feierlichen Rahmen ab.

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10. März 1954: Alle Schulkinder hatten über den Winter an einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen. Am 10. März war Prüfung. Die Prüfenden waren sehr beeindruckt. Alle Kinder bestanden.

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15. März 1954: Zur Ehre des Baumes, unter Mitwirkung Förster Altmannsberger, hatten Schulkinder eine Douglasie für die Verschönerung des Ortes an einem besonderen Platz gepflanzt. Eine kleine Feier wurde an Ort und Stelle abgehalten. Das Bäumchen wurde aus benachbartem Wald ausgesucht. Ende März 1954 begannen Schulkinder mit Bepflanzung des Schulwaldes am Olfener Weg.

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Am 17. April 1954 Schüler sangen zur Diamantenen Hochzeit bei Georg Jakob Heilmann und Margarethe geb. Beisel.

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Lehrer Wagner wurde an Ostern 1954 nach Lauerbach versetzt.

(Vertretungen)

Hedwig Zilch und Herr Kessel

Vertretungszeit: von Ostern (April) 1954 bis zum 01. Juli 1954.

Herbert Willausch

*25. November 1929 Niederweisel/Friedberg +13. September 2018 Rimbach.

-Amtszeit in Güttersbach: vom 01. Juli 1954 bis zum 01. April 1957.

Werdegang:

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In Bellnhausen (Marburg) die Volksschule besucht. Danach in den Höheren Schulen zu Marburg und Gießen sowie Grimberg.

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Abitur in Grimberg abgelegt.

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Von 1951 bis 1954 im Pädagogischen Institut zu Jugenheim.

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Im Februar 1954 die 1. Lehrerprüfung bestanden.

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Februar bis Juli 1954: Vertretungsweise den Unterricht der Oberstufe in Gammelsbach übernommen.

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Ab 01. Juli 1954 Schulverwalter in Güttersbach.

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1957 nach Höllerbach bei Brensbach versetzt.

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Eheschließung 1956 in Güttersbach.

Vorkommnisse:

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Am 09. Juli 1954 in den Heidelbeeren bei den Drei-Eichen, wo 80 Zehnter geerntet wurden.

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18. August 1954: Elternversammlung. Lehrer Willausch stellte sich vor und führte Gedanken zur schulischen Erziehung und Arbeitsmethode aus.

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11. September 1954 Bundesjugendspiele in Hüttenthal: Die Güttersbacher Schule errang keinen Sieg. Nur im Völkerball besiegte Güttersbach die Schulen Hüttenthal und Hiltersklingen.

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6. September 1954: Kinderfest in Güttersbach (bereits Wochen zuvor große Vorbereitungen getroffen) mit den Schulen aus Ober-Sensbach, Olfen, Hüttenthal und Güttersbach. Die vier Schulen stellten 4 Jahreszeiten zur Schau. Ein Rummelplatz mit selbstgestalteten Buden wurde besucht sowie selbst gedrucktes Falschgeld der Kinder in Umlauf gebracht. Auf einer selbstgebastelten Kasperlebühne wurde das Stück „Kasperle geht in den Urwald“ aufgeführt.

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10.Oktober 1954: Schulvorstandswahlen: Bürgermeister Johann Heinrich Helm, Lehrer Willausch, Wilhelm Helm (Leonhard Thomasberger, stellv.), Gerhard Kersten (Erwin Strüb, stellv.), Pfarrer Simon und Gustav Schmachtl (kathl. Gemeinde).

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19. Oktober 1954: Handarbeitsunterricht (Nadelarbeiten) von Frau Heckmann aus Hiltersklingen ab dieser Zeit übernommen.

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Am 19. Dezember 1954 Adventsfeier bei Helms im Saal. Volksschule und Gesangverein gestalteten den Abend (Theaterspiele „Prinzessin Naseweis und der dumme Hans“, musikalische Beiträge, Nikolaus beschenkte Kinder).

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10. Januar 1955: Neue Schulmöbel von Metzendorf bei Heppenheim. Alte Bänke wurden freudestrahlend herausgeschafft. 15 neue Tische und Stühle, ein Schreibtisch mit Stuhl und ein neuer Schrank zierten jetzt den Klassensaal, welcher im vergangenen Jahr neu geweißt und gestrichen wurde.

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01. März 1955: Erste Sitzung des Schulvorstandes im Jahr 1955. Lehrer Willausch wurde als Vorsitzender gewählt. Lehrmittelausgaben sollten von 100 auf 150 DM im Jahr ansteigen. Anschaffung einer Tafel von 150 DM und Portokosten von 15 auf 25 DM sollten erhöht werden sowie Schulmöbel von 700 DM angeschafft werden. Fenster sollen in diesem Jahr abgedichtet werden; alles wurde genehmigt bis auf die Lehrmittelausgaben (nur 125 DM genehmigt).

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04. April 1955: Ausflug mit Omnibus nach Amorbach, Miltenberg und Engelsberg (600 Stufen natürlich zu Fuß) und zum Hainhaus. „Das Wetter war uns immer dann günstig, wenn wir aus unserem netten (Kinder-) Omnibus, der für eine Kinderschar, wie die unsere, wie geschaffen war, herausstiegen, um zu sehen, zu staunen und zu genießen.“

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Schuljahr 1955/1956 22 Kinder. Am 19. April 1955 begann neue Schuljahr, Feier für die 5 Neulinge.

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27. April 1955: Inspektion durch Schulrat Göbel aus Erbach. Er wohnte 3 Stunden dem Unterricht bei.

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Am 16. Mai 1955 fand ein Elternabend im Schulsaal statt. Bei der sich anschließenden Diskussion kamen Gefahrenquellen des in sehr mäßigen Zustand befindlichen Schulhauses zur Sprache. Vom Dach fallen Ziegel in den Schulhof, bei der Treppe besteht Einsturzgefahr, die Toiletten haben keinen geregelten Abfluss und bei der Heizung ist der Ofen innerlich zusammengebrochen.

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18. Mai 1955: Wanderung nach Etzean, Dort fand ein Ballonwettfliegen statt (Antworten kamen aus Neu-Ruppin und Würzburg schon nach drei Tagen).

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Am 17. Juli 1955 fand ein Kinderfest in Olfen statt, woran 6 Schulen teilnahmen (schöner ereignisreicher und fröhlicher Tag). Herr Kersten fuhr uns mit seinem Traktor auf geschmückten Wagen nach Hause.

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Am 22. Juli 1955 wurde ein Marionettentheater „Bremer Stadtmusikanten“ den Kindern vorgeführt. „Die Kinder wurden von dem warmherzigen Spiel gefangen genommen und gingen begeistert nach Hause in die Sommerferien.“

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08. September 1955: Ausflug Richtung Marbach. Man entdeckte ein kühles Seitental, wo gekocht und gegessen wurde. Das „Güttersbacher Lottchen“ nahm Töpfe, Tassen, Teller und Taschen mit nach Hause.

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7. September 1955 Elternversammlung: 80 % der Elternschaft anwesend. 1. Punkt Zustand des Schulhauses. Dem Bürgermeister wurde die Sachlage dargelegt. Anschließend wurde über einen Musikkreis innerhalb der Schule debattiert (Flöte/Gitarre). Die Eltern waren begeistert davon. Als letztes führte der Lehrer eine Geschichte von Ludwig Thoma „Lausbubengeschichten“ vor.

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25. Oktober 1955: Ausflug an die Bergstraße (Felsenmeer, Jugenheim, Schloss Heiligenberg, Schloss Auerbach).

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23. März 1956 Schulvorstandssitzung: Es wurden die finanziellen Mittel der Schule besprochen. Die Gemeinde war aufgrund des Straßenbaues bereits stark belastet. Die Renovierung des Schulhauses muss noch ein Jahr zurückstehen. Für Neuanschaffungen wurden 300 DM bereitgestellt, für Lehrmittel/Ersatzbeschaffungen 200 DM (vorher 125 DM). 900 DM vom Gemeinderat für Instandsetzung der Wohnung genehmigt.

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24. März 1956: Da an der Adventsfeier kein Theaterstück aufgeführt wurde, wurde dies nun nachgeholt. „Brüderchen und Schwesterchen“ aufgeführt. Die Kleinen erschienen in Masken vom Wolf und den sieben Geißlein. Die Eltern haben sich sehr gefreut an diesem Abend.

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Schuljahr 1956/1957: 25 Schulkinder (15 Knaben/10 Mädchen).

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23. April 1956: Fahrt nach Darmstadt. Besuch der Diesterwegschule in Darmstadt, Theaterspiel von Güttersbachern vorgeführt. Danach Gang durch Darmstadt. Herrengarten und Kaufhof mit Rolltreppe ist Höhepunkt für Kinder aus dem Odenwald!.

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09. Mai 1956: Wanderung nach Erbach. Walt Disney Film „Wunder der Prärie“ geschaut.

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Am 17. Mai 1956 wurde die Lehrerwohnung hergerichtet. Handwerker kacheln Küche und Herdseite. Zimmer neu geweißt. Abfluss gemacht und in der großen Stube wurden 7 Tapetenschichten entfernt und neu tapeziert sowie die Fenster gestrichen. Die Toilette bekam ein neues Becken.

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22. Mai 1956: Hochzeit Lehrer Willausch.

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26. Juni 1956: Ausflug nach Grasellenbach. Aufenthalt im Hotel Siegfriedbrunnen (Holzschnitzerei besucht).

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Am 17. November 1956 nahm die Schule an der Einweihungsfeier der neuen Straße teil. Gedichte und Lieder wurden vorgetragen.

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Weihnachtsfest fiel wegen plötzlicher Erkrankung des Lehrers aus.

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31. März 1957 Theaterabend: Die Kinder zeigten das Spiel „Goldmarie“ und „der betrogene Bäcker“.

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Am 01. April 1957 besuchte die Schule mit großem Teil der Eltern den Frankfurter Zoo.

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Versetzung Lehrer Willauschs nach Höllerbach.

Teil X. in der nächsten Ausgabe.