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Erbach-Michelstadt aktuell
Ausgabe 12/2026
Berichte (Erbach-Michelstadt)
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Berichte

Landrat Frank Matiaske (2.v. l.) begutachtet bei einem Ortstermin einen Rauchwarnmelder mit digital gestützter Technik, der am Dach eines Mannschaftstransportwagens der Feuerwehr Erbach montiert worden ist. Über diese neuen Geräte freuen sich auch Projektleiterin Bettina Helfrich und Kreisbrandinspektor Horst Friedrich (links), Erbachs Erster Stadtrat Erwin Gieß (Mitte) und Jens Löb, zuständig für den Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Erbach (rechts).

Erbach. Der Odenwaldkreis unterstützt die Odenwälder Kommunen beim Einsatz moderner Sensor- und Funktechnologie mit dem Einbau sogenannter LoRaWAN-Technologie (Long Range Wide Area Network). Das energieeffiziente Funknetz überträgt kleine Datenmengen über viele Kilometer hinweg zwischen batteriebetriebenen Sensoren und dem Internet. Auch die Freiwillige Feuerwehr Erbach und die Stadtteilwehren wurden mit insgesamt 150 Rauchwarnmeldern in allen Feuerwehrhäusern und Fahrzeugen mit LoRaWAN-Funktionalität ausgestattet.

Das Landratsamt steht den Städten und Gemeinden bei der Einführung der LoRaWAN-Technologie zur Seite und übernimmt hierbei die Rolle eines zentralen Ansprechpartners. Die Auswahl und Beschaffung der Infrastruktur erfolgt dezentral, wobei die Kommunen individuelle Entscheidungen treffen können. Gleichzeitig sorgt die kreisweite IoT-Infrastruktur für eine übergreifende Verbindung und gewährleistet eine einheitliche Basis.

Dabei bilden Rauchwarnmelder mit LoRaWAN-Funktionalität im Odenwaldkreis das Herzstück des Überwachungssystems. Mit der Montage wurde jetzt – wie in Erbach – begonnen. Diese Melder erfassen und übermitteln kontinuierlich Informationen zu ihrem Wartungszustand und senden im Alarmfall eine Meldung an die zentrale IoT-Infrastruktur. Bei Erkennung eines Brandes durch den Rauchmelder wird ein Alarm ausgelöst, der lokal durch akustische und optische Signale am Melder und optional im gesamten Gebäude sowie durch Benachrichtigung der Feuerwehr erfolgen kann. Somit können in Zukunft schwere Brände, die beispielsweise durch Akkus in Feuerwehrgerätehäusern entstehen, früher erkannt werden.

Die LoRaWAN-Technologie wird im Odenwaldkreis im Zuge des Projekts „kommunal360 – verbinden im Odenwaldkreis“, das auf dem Programm „Katastrophenschutz goes digital“ aufbaut, eingesetzt. Zentrales Anliegen des Projekts war und ist die Verbesserung des Bevölkerungsschutzes in der Region durch ein digitales Frühwarnsystem mit dem Fokus auf Extrem-Wetterereignissen wie Hochwasser und Waldbrand.

Das Hessische Digitalministerium fördert das Projekt im Rahmen des Programms „Starke Heimat Hessen“ Die geplanten Gesamtkosten liegen bei rund 676.500 Euro, die Fördersumme beträgt 608.850 Euro.