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Erbach-Michelstadt aktuell
Ausgabe 13/2025
Berichte (Erbach-Michelstadt)
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Berichte

Vielbrunn – Das Naturdenkmal „Einsame Braut“, eine markante Birke, die über ein Jahrhundert lang das Landschaftsbild prägte, ist wieder da – zumindest in neuer Form. Nachdem der ursprüngliche Baum im vergangenen Jahr abgestorben und gefällt werden musste, hat der Heimat- und Touristikverein Vielbrunn e. V. eine Ersatzpflanzung vorgenommen.

Der neue Baum wurde unweit des ursprünglichen Standorts, rund 500 Meter nördlich der Geyersmühle am Wanderweg Vi 1, gepflanzt. Umgeben von Ruhebänken soll er als Ort der Besinnung und Erinnerung dienen.

Die „Einsame Braut“ verdankt ihren Namen ihrer besonderen Erscheinung: eine einzelne, weißstämmige Birke, die einsam auf einer Wiese stand. Der Vielbrunner Heimatkundler Ludwig Reeg verewigte den Baum bereits 1978 in einem Gedicht, das ihre Symbolik als wartende Braut einfing. Seit den 1930er-Jahren galt sie offiziell als Naturdenkmal, damals publiziert vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Vielbrunn.

Der Heimat- und Touristikverein hatte das Gelände nach dem Verlust des alten Baums abgesperrt und sich der Wiederherstellung angenommen. Mit der Pflanzung eines gespendeten Baumes hofft der Verein, diesen historischen Ruheplatz neu zu beleben und für Wanderer sowie Naturfreunde weiterhin attraktiv zu halten.