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Erbach-Michelstadt aktuell
Ausgabe 22/2026
Berichte (Erbach-Michelstadt)
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Berichte

 

In diesem Jahr feierten die evang.-luth. Kirchengemeinde Vielbrunn mit Kimbach und die kath. Kirchengemeinde Guter Hirte im Odenwaldkreis wieder miteinander den ökumenischen Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt am Hainhaus.

Pfr. Christoph Zell und Pfrin. Kerstin Peiper gestalteten gemeinsam mit dem Posaunen-Projektchor Vielbrunn den Gottesdienst. Über 50 Gemeindemitglieder trotzten der Wettervorhersage, kamen gut gelaunt zu dem Gottesdienst und wurden belohnt. Kurz vor Beginn hörte es auf zu regnen und während des Gottesdienstes schien sogar immer wieder die Sonne durch die Wolken.

Christi Himmelfahrt ist ein besonderer Gottesdienst. Zum einen kehrt Jesus Christus zu Gott zurück. Zum anderen mussten die Jünger Abschied von Jesus nehmen, so wie wir am Grab Abschied von uns lieb gewordenen Menschen nehmen müssen.

Viele Menschen fühlen sich gerade im Wald Gott und Jesus am nächsten. Sie spüren die Allmacht Gottes, die Schöpfung und seine Liebe in jedem Baum, in jedem Strauch, in jeder Blume. Martin Luther lehnte die Vorstellung eines Himmels im Weltraum ab. Der Himmel ist kein Ort, sondern eine andere Form der Existenz. Gott und somit auch Jesus sind über und in allem, was lebendig ist. Daher ist Christi Himmelfahrt kein trauriger Abschied von einem lieb gewordenen Menschen, sondern ein freudiger Neuanfang. Wir Menschen leben in der Gewissheit, dass Gott allgegenwärtig ist und dass das Reich Gottes kein weltliches Reich ist, wie die Menschen bei Jesu Geburt glaubten, sondern ein geistliches, für uns noch unsichtbares ewiges Reich.

Mit der freudigen Gewissheit, dass Jesus uns vorausgegangen ist und wir ihm, wenn unsere Zeit gekommen ist, folgen dürfen, beendeten Pfrin. Peiper und Pfr. Zell den Gottesdienst mit dem gemeinsamen Segen.

Der Dank der beiden Kirchengemeinden gilt zunächst dem Fürstenhaus Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, dass der Gottesdienst wieder am Hainhaus stattfinden durfte, sowie der Fortsfamilie Wirl, welche den Platz vorbereitet hatten. Ebenso danken beide Kirchengemeinden dem Posaunen-Projektchor, allen Helfern vor, während und nach dem Gottesdienst, wie auch allen Gottesdienstbesuchern, welche sich von der Wettervorhersage nicht abschrecken hatten lassen.