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Erbach-Michelstadt aktuell
Ausgabe 22/2026
Berichte (Erbach-Michelstadt)
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Ankündigungen

 

Zur Vogelstimmenwanderung hatte der Vogelschutzverein Ebersberg für Sonntag, 17.05.2026, in diesen Erbacher Stadtteil eingeladen. Etwa 30 Wanderer und Naturfreunde, aufgeteilt in zwei Gruppen, starteten gegen 06:00 Uhr an der alten Schule zu den Exkursionen. Sabine Bullig und Andreas Olt führten die Teilnehmer durch den Gemarkungsbereich Ebersberg. Unterwegs gab es zahlreiche Informationen und Erklärungen zu Vogelstimmen, Vogelarten und den unterschiedlichen Biotopformen. Eine 5-km-Tour führte über den Brunnenkopf zum ehemaligen Hochbehälter auf der Sommerhelle und durch den Kirchenwald in die Katzenklinge nach Schönnen. Der Rückweg erfolgte entlang der Bahnlinie nach Ebersberg. Am Aussichtspunkt Hochbehälter befindet sich auch das „Fledermaushotel“, das vor einiger Zeit durch die Vogelschützer geschaffen wurde. Die 6,5-km-Tour verlief über Schweinklinge, Kornberg und Fuchsloch zum Himbächel-Viadukt und zurück zur Dorfmitte Ebersberg. 55 Vogelarten wurden im Rahmen der Beobachtungen festgestellt, darunter der seltene Wanderfalke. Eine deutliche Zunahme hat die Mönchgrasmücke zu verzeichnen. Hier wirken sich offenbar Klimaveränderungen aus. Aber auch Grauspecht und Mehlschwalben haben im Bestand zugenommen. Andere Vogelarten, wie der Haussperling oder die Rauchschwalbe, die früher an den zahlreichen Bauernhöfen Gäste waren, sind im Bestand stark reduziert oder vollkommen verschwunden. Nahrungsangebot oder fehlende Brutmöglichkeiten machen sich hier bemerkbar. Der in den letzten Jahren deutliche Rückgang von Insekten-Arten und die damit verbundene Reduzierung an Biomasse haben offenbar unterschiedlichen Einfluss auf den Bestand der Populationen, so die Meinung der Vogelschützer. Beispielsweise könne mit der Schaffung von Blühwiesen, Altholzinseln, Sumpfstellen oder Streuobstwiesen diesem Problem entgegengewirkt werden. Auffallend auch, dass an den Waldrändern und den ortsnahen Hecken zwar zahlreiche Vogelarten feststellbar sind, die Häufigkeit bestimmter Arten aber rückläufig ist. Nach 3-stündiger Tour trafen sich Naturfreunde und Vogelschützer an der ehemaligen Schule zum geselligen Zusammensein. Aktive Helferinnen und Helfer hatten Kaffee und Kuchen vorbereitet. Auch gab es herzhafte Bratwürste vom Grill und diverse Getränke aus dem „Schulkeller“.